Examensarbeit, 2023
91 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Analyse
2.1 Autismus
2.1.1 Allgemeines
2.1.2 Das sogenannte Asperger-Syndrom im Speziellen
2.2 Sitcoms
2.3 The Big Bang Theory
2.3.1 Allgemeines
2.3.2 Handlung
2.3.3 Zusätzliche Hintergrundinformationen
2.4 Der Charakter Sheldon Cooper
2.4.1 Allgemeines
2.4.2 Offizielle Statements zu seiner Diagnose
2.5 Analyse der Figur
2.5.1 Personenwahl und Besetzung
2.5.2 Biografisches
2.5.2.1 Allgemeines
2.5.2.2 Kindheit
2.5.3 Körperliche Auffälligkeiten
2.5.4 Soziale Interaktion
2.5.4.1 Deuten von Emotionen und Verhaltensweisen
2.5.4.2 Schwierigkeiten beim Wahrnehmen von Situationen und Stimmungen
2.5.4.3 Sensibilität
2.5.4.4 Diplomatie
2.5.4.5 Soziale Gepflogenheiten
2.5.4.6 Hineinversetzen in andere Menschen und Theory of Mind
2.5.4.7 Mitgefühl, Einfühlungsvermögen, Empathie
2.5.4.8 Gefühl für persönliche Distanz
2.5.4.9 Erlernen der sozialen Fähigkeiten
2.5.5 Sheldons Beziehung zu seinem Umfeld
2.5.5.1 Leonard Hofstaedter
2.5.5.2 Penny Hofstaedter
2.5.5.3 Wil Wheaton
2.5.5.4 Sheldons Mutter Mary Cooper
2.5.5.5 Sheldons Oma
2.5.5.6 Leonards Mutter Beverly Hofstaedter
2.5.5.7 Amy Farrah Fowler
2.5.6 Beziehung, Liebe, Sexualität
2.5.7 Egoismus und Egozentrik
2.5.8 Narzissmus
2.5.9 Umgang mit den eigenen Emotionen
2.5.10 Sprache und Kommunikation
2.5.10.1 Semantik und Morphologie
2.5.10.2 Pragmatik
2.5.10.2.1 Unpassende Aussagen in unpassenden Momenten
2.5.10.2.2 Ehrlichkeit
2.5.10.2.3 Gesprächsführung
2.5.10.2.4 Stimme und Art zu sprechen
2.5.10.2.5 Sprachliche Besonderheiten
2.5.10.2.5.1 Ironie und Sarkasmus
2.5.10.2.5.2 Wörtliches
2.5.10.2.5.3 Metaphern und Redewendungen
2.5.10.2.5.4 Vergleiche
2.5.10.3 Gestik und Mimik
2.5.11 Sheldons Wahrnehmung
2.5.12 Stereotypien
2.5.12.1 Exakte Vorstellungen
2.5.12.2 Extreme Genauigkeit und geringe Flexibilität
2.5.12.3 Rituale und Struktur
2.5.12.4 Sheldons Platz
2.5.12.5 Veränderungen
2.5.13 Kindliches und kindisches Verhalten
2.5.14 Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talente
2.5.14.1 Intelligenz
2.5.14.2 Unfähigkeit zu lügen
2.5.15 Interessen und Einstellungen
2.5.15.1 Einstellung zur Religion
2.5.15.2 Sheldons Interessen
2.5.15.2.1 Allgemeine Interessen
2.5.15.2.2 Fixierung auf Wissenschaft
2.5.16 Essensgewohnheiten
2.5.17 Humor
2.5.18 Komorbiditäten
2.5.18.1 Ängste
2.5.18.2 Zwänge
2.5.18.3 Schlafstörungen
2.5.19 „Weltfremdheit“
2.6 Diagnose nach DSM-5
3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit die Darstellung des Charakters Sheldon Cooper in der Serie „The Big Bang Theory“ eine realistische Abbildung der Autismus-Spektrum-Störung darstellt. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Charakterzüge und Verhaltensweisen der Figur sowie deren Abgleich mit wissenschaftlicher Literatur zu prüfen, ob Sheldon Cooper die Kriterien für eine Autismus-Diagnose erfüllen würde und welche Bedeutung die Darstellung für die gesellschaftliche Wahrnehmung hat.
2.5.4.1 Deuten von Emotionen und Verhaltensweisen
Auffällig ist in der Serie oft, dass Sheldon Probleme hat, die Verhaltensweisen seiner Mitmenschen zu deuten und deren Emotionen, Wünsche, Gefühle und Intentionen zu lesen. So sagt Bernadette in Folge sechs aus Staffel sieben, dass sie zittert, weil sie von Howards romantischer Geste berührt sei. Sheldon schließt daraus aber, dass sie krank sei, wie er bereits erwartet hatte, und läuft davon, um sich nicht anzustecken. (S07/E06/16:30) Ein anderes Mal in einem Geschäft, als sie Dr. Proton treffen, möchte Leonard Sheldon ablenken, um mit ihm gemeinsam den Laden zu verlassen. Sheldon geht aber nicht darauf ein, weil er denkt, Dr. Proton freue sich, mit ihnen zu reden, was offensichtlich allerdings nicht der Fall ist. (S07/E07/02:18) Mit der Zeit wird Sheldon allerdings besser im Erkennen der Körpersprache seiner Mitmenschen. So merkt er zum Beispiel an, dass er die sarkastischen Kommentare und das Augenverdrehen seiner Freunde durchaus wahrnehme. (S08/E12/14:35) In Staffel zwölf, als Amy gereizt wirkt, fällt Sheldon dies sogar auf, aber da Amy das in diesem Moment nicht sagen will, verneint sie seine Beobachtung. Sheldon entscheidet sich dann dazu, ihr das zu glauben, weil es keinen Test für Gereiztheit gebe. (S12/E01/13:10) Sheldon scheint sich auch daran zu stören, dass Emotionen für ihn so schwierig zu lesen sind. So sagt er selbst in Staffel neun, dass das, was ihn an der Figur „Spock“ angesprochen habe, der Traum einer kalten, rationalen Welt ohne menschliche Emotion gewesen sei. (S09/E07/05:15) Oft beschreibt Sheldon auch die Dinge, die er in zwischenmenschlichen Interaktionen wahrnimmt. An einer Stelle beleidigt er Stuart damit, dass dieser nur die „Proberunde“ bei der Essenseinladung sei. Stuart meint dann, er sei also so etwas wie eine Laborratte. Daraufhin meint Sheldon: „Deine Worte klingen vernünftig, aber dein Gesicht sieht wütend aus.“ (S10/E06/12:40) Sheldon nimmt also durchaus den Gesichtsausdruck wahr.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die große Popularität des Charakters Sheldon Cooper und wirft die zentrale Forschungsfrage auf, inwieweit dessen Darstellung in „The Big Bang Theory“ als realistisches Abbild der Autismus-Spektrum-Störung betrachtet werden kann, wobei auch der gesellschaftliche Einfluss der Figur kritisch hinterfragt wird.
2 Analyse: In diesem umfangreichen Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen zu Autismus und dem Genre Sitcom gelegt, um anschließend Sheldon Coopers Verhalten in zahlreichen Facetten – von biografischen Details über soziale Interaktion bis hin zu sensorischer Wahrnehmung und speziellen Interessen – detailliert zu analysieren und mit wissenschaftlicher Literatur abzugleichen.
3 Fazit: Das Fazit resümiert, dass Sheldon Cooper zwar alle Kriterien für eine Autismus-Diagnose nach DSM-5 formal erfüllt, die Figur jedoch stark überzeichnet und klischeehaft angelegt ist, was zu einer ethisch fragwürdigen Repräsentation des Störungsbildes in der populären Wahrnehmung führt.
Sheldon Cooper, The Big Bang Theory, Autismus, Asperger-Syndrom, Autismus-Spektrum-Störung, DSM-5, Soziale Interaktion, Theory of Mind, Mediale Darstellung, Hochbegabung, stereotypische Verhaltensmuster, Neurodivergenz, Sitcom, Charakteranalyse, Verhaltensweisen.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Charakters Sheldon Cooper aus der Serie „The Big Bang Theory“ und untersucht kritisch, wie realistisch autistische Symptome bei einer fiktiven Serienfigur dargestellt werden.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Autismus-Spektrum-Störung, die Besonderheiten des Sitcom-Genres, die soziale Interaktion der Figur, kommunikative Auffälligkeiten, sensorische Wahrnehmung sowie spezielle Interessen und Verhaltensweisen.
Das primäre Ziel besteht darin zu bewerten, ob das gezeigte Verhalten von Sheldon Cooper autistisch plausibel ist und ob die Figur die klinischen Kriterien einer Autismus-Spektrum-Störung nach DSM-5 erfüllt.
Die Arbeit führt eine literaturbasierte Analyse durch, indem sie spezifische Charaktereigenschaften und Szenen aus „The Big Bang Theory“ identifiziert und diese mit theoretischen Erkenntnissen und klinischen Definitionen aus der Fachliteratur zur Autismusforschung abgleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung des Autismus und des Begriffs der Sitcom, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Sheldons Biografie, seinen sozialen Fähigkeiten (z.B. Theory of Mind, Empathie), seinen körperlichen Besonderheiten, seinem Sprachgebrauch, seinen Zwängen und seinen Interessen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sheldon Cooper, Autismus-Spektrum-Störung, DSM-5, Kommunikation, soziale Interaktion, Stereotypien, Hochbegabung und mediale Darstellung charakterisiert.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass Sheldon Cooper bei einer Überprüfung der Kriterien nach DSM-5 das Spektrum an Symptomen erfüllt, merkt jedoch an, dass die Figur primär als fiktive, stark überzogene Sitcom-Figur entworfen wurde und nicht explizit als Autist konzipiert war.
Amy wird als eine Art „weibliche Version“ von Sheldon eingeführt, die eine wichtige komplementäre Rolle spielt, ihn durch ihre soziale Kompetenz unterstützt und somit maßgeblich zu Sheldons persönlicher Weiterentwicklung im Laufe der Staffeln beiträgt.
Das Genre erfordert laut Arbeit eine humorvolle Aufbereitung durch Pointen und „laugh tracks“, was dazu führt, dass autistische Verhaltensweisen häufig überspitzt oder klischeebehaftet dargestellt werden, um einen komischen Effekt zu erzielen.
Obwohl er keine Autismus-Diagnose erhält, zeigt er im Verlauf der Serie ein wachsendes Bewusstsein für soziale Defizite und lernt durch Interaktion mit seinem Umfeld, insbesondere mit Penny und Amy, bestimmte Verhaltensweisen zu hinterfragen und anzupassen.
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