Diplomarbeit, 2003
133 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Entwicklungen im Projektmanagement
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen und Begriffe
2.1 Grundlagen des Projektmanagements
2.1.1 Projekt
2.1.2 Projektmanagement und Projektsteuerung
2.1.3 Projektmanagementsoftware
2.2 Grundlagen der Internet-Technologie
2.2.1 Internet
2.2.2 Intranet
2.2.3 Extranet
3. Projektmanagementsysteme im Internet
3.1 Begriffsdefinitionen
3.2. Technische Voraussetzungen
3.3 Zentrale oder dezentrale Datenhaltung
3.4 Mietmodell (Application Service Providing)
3.5 Funktionen von IbPM-Systemen
3.5.1 Kommunikations- und Informationsaustausch
3.5.2 Dokumentenmanagement
3.5.3 Planmanagement
3.5.4 Betrachtungsprogramme (Viewer)
3.5.5 Prozess-Unterstützung (Workflow)
4. Marktübersicht und Produktanalyse deutscher Anbieter
4.1 Marktentwicklung von 2000 bis 2002
4.2 Aktuelle Marktzusammensetzung
4.3 Analyse von IbPM-Systemen
4.3.1 Baulogis PKMS
4.3.2 BGS NETPlan
4.3.3 Conetics Projektraum
4.3.4 conject Plattform
4.3.5 PlanNet
4.3.6 projectplace.de
4.3.7 ProjectsOnline
4.3.8 projectSphere
4.3.9 think project!
5. Auswahl eines IbPM-Systems
5.1 Allgemeine Vorgehensweise
5.2 Fallstudie zum Auswahlverfahren
5.2.1 Firmenprofil
5.2.2 IT-Ausstattung
5.2.3 Einsatzbereich des IbPM-Systems
5.2.4 Erwartungen und Zielsetzungen
5.3 Vorauswahl der IbPM-Systeme
5.4 Auswahlverfahren
5.4.1 Anforderungsprofil
5.4.2 Analyse der IbPM-Systeme
5.4.2.1 Funktionen der Projekträume
5.4.2.2 Allgemeine Eigenschaften der IbPM-Systeme
5.4.2.3 Benutzerspezifische Anforderungen
5.4.2.4 Kommunikation
5.4.2.5 Dokumentenmanagement
5.4.2.6 Archiv
5.4.2.7 Suchfunktion
5.4.2.8 Prozessmanagement
5.4.2.9 Terminkalender
5.4.2.10 Administration
5.4.2.11 Systemtechnische Eigenschaften
5.4.2.12 Kundenservice
5.4.2.13 Anbieterunternehmen
5.4.3 Systempräsentation der Anbieter
5.4.3.1 Serviceleistungen
5.4.3.2 Sicherheitsaspekte
5.4.3.3 Rechtliche Aspekte
5.4.3.4 Finanzielle Aspekte
5.5 Testphase
5.5.1 Testinstallation ausgewählter IbPM-Systeme
5.5.2 Befragung von Referenzkunden
5.6 Empfehlung
6. Implementierung eines IbPM-Systems
6.1 Vorgehensweise bei der Implementierung
6.2 Beteiligung der Mitarbeiter am Implementierungsprozess
6.3 Festlegung der Projektraumstandards
6.4 Inbetriebnahme des Projektraums
7. Nutzen von internetbasierten Projektmanagementsystemen
7.1 Kontrolle und Koordination
7.2 Risikominimierung
7.3 Zeitersparnis
7.4 Kostenersparnis
8. Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht das Potenzial internetbasierter Projektmanagementsysteme (IbPM) in der Baubranche, um Arbeitsprozesse zu optimieren, die Kommunikation zu verbessern und Projektabläufe transparenter zu gestalten. Ziel ist es, Projektsteuerungsunternehmen eine fundierte Anleitung für die Auswahl, Einführung und den wirtschaftlichen Nutzen solcher Plattformen zu geben.
3.5.1 Kommunikations- und Informationsaustausch
Der störungsfreie Informationsaustausch ist eine Voraussetzung für die erfolgreiche Steuerung von Bauprojekten. Deshalb stehen auch beim IbPM die Kommunikation und der Austausch von Daten im Vordergrund. Für die Projektbeteiligten bedeutet das, dass sie Informationen teilen und richtig weitergeben müssen. Die folgende Abbildung zeigt wie strukturiert der Austausch von Informationen über eine Webplattform erfolgen kann (dargestellt durch die schwarzen Pfeile). Die grauen gestrichelten Linien zeigen den konventionellen Kommunikationsfluss ohne Plattform an, bei dem die Kommunikation nicht immer über das Projekt stattfindet (vgl. Gräber 2000,18).
Da alle Beteiligten auf die gleiche Datenbank zugreifen, kann der Informationsfluss im Projekt gezielter erfolgen. Entscheidend ist dafür aber die Akzeptanz der Plattform und die Mitarbeit der Nutzer. Jedes IbPM-System unterstützt die Kommunikation auf mehrere Arten. Alle Kommunikationsvorgänge wie E-Mail, Fax und Brief werden integriert und können dokumentiert werden. Durch die Unified Messaging Services können zum Beispiel Faxnachrichten in E-Mails umgewandelt werden. Projektbeteiligte werden per E-Mail oder auch SMS informiert, wenn Nachrichten, Dokumente oder Pläne für sie im System eingegangen sind. Für eine zielorientierte Qualität der Kommunikation ist es unabhängig von der Kommunikationsart für die Projektbeteiligten wichtig zu wissen, ob die Nachricht angekommen ist, ob sie verstanden wurde, ob der Empfänger daran arbeitet und wann das Ergebnis beziehungsweise eine Rückmeldung zu erwarten ist (vgl. Bartsch-Beuerlein 2001,47).
Durch Automatismen innerhalb des Projektraums kann der Absender einer Nachricht informiert werden, ob der Empfänger die Information gelesen oder darauf reagiert hat. Der jeweilige Status des Dokumentes sollte auf der Plattform einsehbar sein. Durch die gemeinsame Projektbasis im Internet werden die Kommunikationswege verkürzt, Schnittstellen können entfallen und die Informationen können schneller weitergegeben werden. Zu beachten ist dabei, dass die meisten IbPM-Systeme so funktionieren, dass die Beteiligten täglich oder in einem festgelegten Turnus auf der Plattform überprüfen müssen, ob Meldungen für sie eingegangen sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Umstrukturierung der Baubranche und definiert das Ziel, den Nutzen internetbasierter Projektmanagementsysteme kritisch zu hinterfragen.
2. Grundlagen und Begriffe: Dieses Kapitel erläutert die Basisbegriffe des Projektmanagements und der Internet-Netzwerktechnologien.
3. Projektmanagementsysteme im Internet: Hier werden Definitionen und Kernfunktionen von IbPM-Systemen wie Dokumenten-, Planmanagement und Workflow-Unterstützung detailliert beschrieben.
4. Marktübersicht und Produktanalyse deutscher Anbieter: Dieser Teil analysiert die Marktentwicklung zwischen 2000 und 2002 und bietet einen detaillierten Produktvergleich führender deutscher Anbieter.
5. Auswahl eines IbPM-Systems: Dieses Kapitel beschreibt einen strukturierten, fünfstufigen Auswahlprozess für eine Softwarelösung, basierend auf einem Anforderungskatalog und einer Fallstudie.
6. Implementierung eines IbPM-Systems: Hier werden die organisatorischen Aspekte der Systemimplementierung sowie die notwendige Einbindung und Schulung der Mitarbeiter behandelt.
7. Nutzen von internetbasierten Projektmanagementsystemen: Dieses abschließende inhaltliche Kapitel prüft die Effizienzsteigerungen durch Kontrolle, Risikominimierung sowie Zeit- und Kostenersparnis in der Praxis.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Internet-Technologien für das Bauprojektmanagement.
Projektmanagement, Bauwesen, Internet, Projektraum, Dokumentenmanagement, Planmanagement, Workflow, Softwareauswahl, Baubranche, Projektsteuerung, Kommunikation, Prozessmanagement, ASP, Implementierung, Datenaustausch
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Digitalisierung von Arbeitsprozessen in der Baubranche durch den Einsatz internetbasierter Projektmanagementsysteme (IbPM).
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Projektmanagements, die Marktübersicht über deutsche Softwareanbieter, Kriterien zur Systemauswahl sowie Strategien zur Implementierung.
Das Ziel besteht darin, Projektsteuerungsunternehmen dabei zu unterstützen, ein für ihre Bedürfnisse geeignetes internetbasiertes Projektmanagementsystem auszuwählen und erfolgreich in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wird ein Anforderungskatalog entwickelt, um Marktprodukte anhand konkreter Soll- und Kann-Kriterien zu bewerten und ein methodisches Vorgehen für die Systemauswahl vorzuschlagen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Systemfunktionen, eine detaillierte Produktanalyse, das Auswahlverfahren basierend auf einer Fallstudie und Richtlinien zur Implementierung sowie Nutzenanalyse.
Die zentralen Begriffe sind Projektmanagement, Bauwesen, Projektraum, Dokumentenmanagement, Workflow, Softwareauswahl und Implementierung.
Beim Mietmodell (Application Service Providing) wird keine Software fest installiert, sondern die Anwendung über das Internet genutzt, was den Installations- und Wartungsaufwand reduziert und die Kosten auf monatliche Gebühren verteilt.
Die Autorin betont, dass die Benutzerakzeptanz entscheidend ist; mangelnde Information oder Ängste der Mitarbeiter können selbst technisch ausgereifte Systeme zum Scheitern bringen, weshalb Transparenz und Schulungen essentiell sind.
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