Bachelorarbeit, 2021
125 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit
1.4 Abgrenzung
2 Aktueller Forschungsstand
2.1 Systematische Literaturrecherche
2.2 Suchstrategie und Auswahlkriterien
2.3 Beschreibung der Suchergebnisse
2.3.1 Beschreibung der identifizierten Studien
2.3.2 Beschreibung weiterer Literatur
2.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
2.4.1 Ergebnisse nach Keywords
2.4.2 Ergebnisse nach Eingabe der Keywords in die unterschiedlichen elektronischen Datenbanken
3. Schulische Integrationen in der Regelschule
3.1 Grundlegendes zum Integrationsbegriff
3.2 Annäherung an den Begriff Integration
3.3 Unterscheidung zwischen der Integration und Inklusion
4. Integration in der Schule
4.1 Theorien schulischer Integration
4.2 Prinzipien schulischer Integration
4.3 Umsetzung schulischer Integration für Hörgeschädigte
4.4 Diskussion Schulische Integration Hörgeschädigter
4.5 Voraussetzungen für die schulische Integration von Hörgeschädigten
4.6 Für eine erfolgsreiche Integration benötigt es die Zusammenarbeit
4.6.1 Die Rolle der Gebärdensprachdolmetscher/-innen und der Schriftdolmetscher/-innen bei der Integration
4.6.2 Die Rolle der Lehrkraft bei der Integration
4.6.3 Die Rolle der hörenden Mitschüler/-innen und hörschädigten Schüler/-innen bei der Integration
5. Kommunikationsformen
5.1 Deutsche Gebärdensprachen
5.2 Lautsprachbegleitende Gebärden
6. Formen der Hörbeeinträchtigungen
7. Theorie des Spracherwerbs
7.1 Unterteilung der Sprache in verschiedene Sprachebenen
7.2 Sprachentwicklung hörbeeinträchtigter Kinder gehörloser Eltern
7.3 Sprachentwicklung hörbeeinträchtigter Kinder hörender Eltern
7.4 Sprachentwicklung unter dem Einfluss eines Cochlea-Implantats bei gehörlosen Kindern hörender Eltern
7.5 Neurologische Sicht des CI
8. Forschungsgegenstand und Methodik
8.1 Ziele und Fragestellungen
8.2 Erhebungsmethoden
8.3 Fragebogenkonstruktion
8.4 Auswahl der Stichprobe
8.5 Datenerhebung
8.6 Datenauswertung und statistische Verfahren
9. Darstellung der Stichprobenbeschreibung
9.1 Darstellung der Ergebnisse
9.1.1 Soziodemografische Angaben
10. Diskussion
10.1 Interpretation der Ergebnisse
10.2 Methodenkritik
10.3 Ausblick und weiterführende Überlegungen
11. Handlungsempfehlung:
Die Bachelor-Arbeit untersucht die Erfolgschancen und Rahmenbedingungen der Einzelintegration von hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen an Regelschulen in Deutschland. Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Online-Umfrage optimale Voraussetzungen für eine gelungene Integration zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für verbesserte Teilhabe- und Bildungsperspektiven abzuleiten.
1.1 Problemstellung
Das Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) berichtet im Jahr 2016, dass in Deutschland im Jahr 2014 42 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf Hören in einer Regelschule untergebracht wurden. Die Zahl ist seit 2009 deutlich von 15,1 Prozent auf 42,1 Prozent gestiegen und zeigt, in der Zukunft werden immer mehr Schüler/innen mit Hörbehinderung an der Regelschule teilnehmen.1
Die neue Gründung eines inklusiven Bildungssystems wird von der UN-Konvention nach dem Begriff der UNESCO. Es sollten nicht alle Förderschulen aufgelöst werden, sondern Schüler/innen mit Behinderung sollten die Regelschule besuchen können, um ihr Bedürfnis nach Lernen zu erfüllen.2
Sowohl im Rahmen der dreijährigen integrierten Ausbildung in den Jahren 2011 bis 2014 als auch während des Studiums von 2018 bis 2021, konnte ich Erfahrungen im Bereich Integration sammeln. Im Zuge dieser Bachelorthesis soll nun theoriegestützt herausgearbeitet werden, welche Gegebenheiten zur Entstehung teilhabeorientierter Settings für hörbeeinträchtige Kinder und Jugendliche in integrierten Regelschulen beitragen können. Dabei wird der Schwerpunkt der Arbeit auf die schulische Einzelintegration hörbeeinträchtigter Schüler/innen in der Regelschule gelegt, denn dieses komplexe Konzept ist die überlegenere Lösung mit den besten Möglichkeiten.
Bei hörbehindertem Schüler/innen und deren Eltern ist der Wunsch nach Inklusion an Regelschulen vorhanden, da dies für gewöhnlich bessere Bildung und Zukunftsperspektiven sichert.3 Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass gehörlose Eltern selbst schlechte Erfahrungen an Sonderschulen gesammelt haben und ihre Kinder davor bewahren wollen. Die befragten hörbehinderten Schüler/innen berichten jedoch von enormen Schwierigkeiten, sich in der Regelschule zu integrieren. Die Ursachen und Problematiken hierfür sollen im Folgenden anhand einiger Punkte dargelegt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung legt das Problem der steigenden Integrationszahlen von hörgeschädigten Schülern an Regelschulen dar und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur optimalen Gestaltung dieses Prozesses.
2 Aktueller Forschungsstand: Dieses Kapitel fasst vorhandene Studienergebnisse zur schulischen Integration zusammen und beleuchtet die Bedeutung von Sprache und sozialer Interaktion.
3. Schulische Integrationen in der Regelschule: Hier wird der Integrationsbegriff definiert, rechtlich verortet und von der Inklusion abgegrenzt.
4. Integration in der Schule: Das Kapitel analysiert Theorien, Prinzipien und die praktische Umsetzung der Einzelintegration, inklusive der Rollen von Lehrkräften und Dolmetschern.
5. Kommunikationsformen: Es werden die Grundlagen der verbalen und nonverbalen Kommunikation sowie spezifisch die Rolle der deutschen Gebärdensprache und lautunterstützender Gebärden behandelt.
6. Formen der Hörbeeinträchtigungen: Das Kapitel differenziert verschiedene Grade der Hörschädigung und deren Auswirkungen auf den schulischen Bedarf.
7. Theorie des Spracherwerbs: Hier werden Modelle des Spracherwerbs bei gehörlosen und hörbeeinträchtigten Kindern in unterschiedlichen familiären Kontexten und unter CI-Versorgung verglichen.
8. Forschungsgegenstand und Methodik: Der empirische Teil beschreibt die Konstruktion und Durchführung der Online-Umfrage, die zur Beantwortung der Forschungsfragen eingesetzt wurde.
9. Darstellung der Stichprobenbeschreibung: Dieses Kapitel präsentiert die demografischen Daten der Umfrageteilnehmer und die Ergebnisse der Befragung anhand von Diagrammen.
10. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, methodisch kritisch gewürdigt und in einen breiteren wissenschaftlichen Kontext gestellt.
11. Handlungsempfehlung:: Abschließend werden konkrete Verbesserungsvorschläge für die Inklusionspraxis und das Kostenerstattungsverfahren formuliert.
Einzelintegration, Regelschule, Hörschädigung, Gebärdensprache, Cochlea-Implantat, Inklusion, Schriftdolmetscher, Gebärdensprachdolmetscher, Schulalltag, Wohlbefinden, Bildungsbiografie, Sozialrecht, Barrierefreiheit, spracherwerb, Integrationspädagogik.
Die Bachelor-Arbeit befasst sich mit der schulischen Einzelintegration hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher im allgemeinen Schulsystem in Deutschland und untersucht, wie diese erfolgreich gestaltet werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf den Voraussetzungen für eine gelingende Integration, den notwendigen Kommunikationsformen wie Gebärdensprache, der Rolle von Dolmetschern und dem psychosozialen Wohlbefinden der betroffenen Schüler.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die Einzelintegration an Regelschulen eine tragfähige Alternative für hörgeschädigte Kinder darstellt und welche Bedingungen (z.B. Sprachkompetenz, Personalunterstützung) erfüllt sein müssen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer quantitativen empirischen Erhebung in Form einer Online-Umfrage unter hörgeschädigten Schülern und Eltern.
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte der schulischen Integration, rechtliche Rahmenbedingungen, die neurologische Sicht auf das Cochlea-Implantat und die konkreten Erfahrungen der befragten Zielgruppe mit dem Regelschulalltag.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Einzelintegration, Gebärdenkompetenz, Barrierefreiheit, Inklusion, psychosoziales Wohlbefinden und sonderpädagogische Förderung definiert.
Die Umfrage zeigt, dass der Kontakt zu hörenden Mitschülern von den meisten als wichtig bis sehr wichtig eingestuft wird, wenngleich soziale Barrieren und Kommunikationsprobleme im Schulalltag weiterhin große Herausforderungen darstellen.
Die Finanzierung ist ein kritischer Punkt; viele Eltern berichten von langwierigen bürokratischen Prozessen oder drohenden Kostenstreits vor dem Sozialgericht, was die Verlässlichkeit der Unterstützung beeinträchtigt.
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