Bachelorarbeit, 2021
41 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffserläuterung
3 Theorien zur Erklärung des Migrationseinflusses auf die Partnerwahl
3.1 Familienökonomischer Ansatz
3.2 Austauschtheorie
3.3 Sozialstrukturtheorie
4 Binationale Partnerschaften
5 Interethnische Partnerschaften
6 Transnationale Partnerschaften
6.1 Partnerwahl türkischer Migrant(inn)en
6.2 Transnationale Partnerschaften in Deutschland
6.3 Transnationale Partnerschaften mit unterschiedlichen Ethnien
7 Familiärer Einfluss auf die Partnerwahl bei Migrant(inn)en
7.1 Auswirkungen der Bildung auf den familiären Einfluss
7.2 Auswirkungen der interethnischen Kontakte auf den familiären Einfluss
7.3 Auswirkungen der Religiosität auf den familiären Einfluss
7.4 Auswirkungen der Freizeitgestaltung auf den familiären Einfluss
7.5 Auswirkungen des Geschlechts auf den familiären Einfluss
8 Erklärungen für die Mehrzahl endogamer Partnerschaften
9 Fazit
10 Literaturverzeichnis
Diese Bachelorarbeit untersucht empirisch den Einfluss des Migrationshintergrunds auf die Partnerwahl von Migrant(inn)en in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum häufig Partner aus demselben Kulturkreis gewählt werden und welche Rolle dabei soziologische Theorien, der familiäre Einfluss sowie strukturelle Faktoren spielen.
3.1. Familienökonomischer Ansatz
Der familienökonomische Ansatz geht davon aus, dass die Mitglieder einer Familie rational handelnde Akteure sind, die versuchen, die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen so einzusetzen, dass der Gewinn möglichst hoch ist. Der Vorteil einer Partnerschaft besteht darin, Ressourcen zusammen legen zu können und somit deren Produktionskosten möglichst gering zu halten. Somit kommt die Bildung einer Partnerschaft dann zustande, wenn beide Partner(innen) davon ausgehen, ihren persönlichen Nutzen durch die Partnerschaft maximieren zu können. Der aus der Partnerschaft gezogene Nutzen beinhaltet sowohl die Möglichkeit Kinder aufziehen zu können, als auch das Ansehen zu verbessern, Gesellschaft zu haben, Liebe zu erfahren und den Gesundheitszustand zu bewahren oder zu verbessern.
Die Kompromissbereitschaft, also die Bereitschaft, eine Beziehung mit einem/einer Partner(in) einzugehen, die weniger Nutzen einbringt als erhofft, hängt vor allem von der gefühlten Wahrscheinlichkeit ab, eine(n) besser gestellte(n) Partner(in) zu finden. Die Ergebnisse des familienökonomischen Ansatzes führen zu der Annahme, dass sich eine möglichst große Ähnlichkeit bezüglich der ethnischen Herkunft positiv auf eine Partnerschaft auswirkt und eine Person daher eher eine(n) Partner(in) der gleichen Ethnie wählt. Jedoch ist die Ethnie nur ein Faktor unter vielen weiteren wichtigen Faktoren und der persönlichen Priorisierung der Individuen unterlegen. Die Theorie der Familienökonomie erstellt keine Gewichtung der einzelnen Faktoren die für die Partnerwahl ausschlaggebend sind (vgl. Schroedter 2013: 31-34).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, welchen Einfluss der Migrationshintergrund einer Person auf ihre Partnerwahl hat und betont die Relevanz des Themas für die soziale Integration.
2 Begriffserläuterung: Hier werden zentrale Begriffe wie transnationale, binationale und interethnische Partnerschaften sowie der Begriff der Migrant(inn)en für den weiteren Verlauf der Arbeit definiert.
3 Theorien zur Erklärung des Migrationseinflusses auf die Partnerwahl: Das Kapitel stellt theoretische Modelle wie den familienökonomischen Ansatz, die Austauschtheorie und die Sozialstrukturtheorie vor, um rationale und strukturelle Aspekte der Partnerwahl zu erklären.
4 Binationale Partnerschaften: Dieser Teil betrachtet die Entwicklung binationaler Ehen zwischen Deutschen und Migrant(inn)en über einen längeren Zeitraum unter Berücksichtigung von Geschlechtsunterschieden.
5 Interethnische Partnerschaften: Hierbei wird die Staatsangehörigkeit vernachlässigt, um Paare aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu analysieren und deren Häufigkeit bei verschiedenen ethnischen Gruppen darzustellen.
6 Transnationale Partnerschaften: Dieses Kapitel widmet sich Partnerschaften, die über Landesgrenzen hinweg entstehen, und beleuchtet die Mechanismen der Heiratsmigration unter türkischen Migrant(inn)en sowie in anderen Gruppen.
7 Familiärer Einfluss auf die Partnerwahl bei Migrant(inn)en: Es wird analysiert, wie die Familie durch Faktoren wie Bildung, Sozialkontakte, Religiosität, Freizeitgestaltung und das Geschlecht Einfluss auf die Partnerentscheidungen ihrer Kinder nimmt.
8 Erklärungen für die Mehrzahl endogamer Partnerschaften: Hier werden die Gründe für die Präferenz der eigenen Ethnie zusammengefasst, wobei Konzepte wie ethnische Konzentration und soziale Netzwerke eine wichtige Rolle spielen.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, die zeigen, dass endogame Partnerschaften überwiegen, stark durch die Familie beeinflusst werden und in einem engen Zusammenhang mit der Integration im Aufnahmeland stehen.
10 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen für die vorliegende Bachelorarbeit.
Partnerwahl, Migrationshintergrund, endogame Partnerschaften, binationale Ehen, transnationale Partnerschaften, familiärer Einfluss, Heiratsmigration, Sozialstrukturtheorie, Austauschtheorie, Integrationsprozess, ethnische Identität, Heiratsmarkt, Bildungsabschluss, Geschlechterunterschiede, Religionszugehörigkeit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie der Migrationshintergrund einer Person deren Partnerwahl beeinflusst und welchen Stellenwert ethnische Homogenität oder Heterogenität dabei haben.
Zu den zentralen Themen gehören soziologische Theorien der Partnerwahl, die Bedeutung des familiären Umfelds, Unterschiede zwischen verschiedenen Formen internationaler Partnerschaften sowie die Auswirkungen auf die soziale Integration.
Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Migrant(inn)en in Deutschland überdurchschnittlich häufig Partner aus ihrer eigenen Herkunftsgruppe wählen und welche Mechanismen – persönlich oder familiär – diese Tendenz steuern.
Die Arbeit nutzt hauptsächlich den familienökonomischen Ansatz, die Austauschtheorie sowie die Sozialstrukturtheorie, um das Verhalten der Akteure bei der Partnerwahl zu begründen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine differenzierte Analyse verschiedener Partnerschaftsformen (binationale, interethnische, transnationale) und eine detaillierte Untersuchung des familiären Einflusses anhand von Bildung, Religiosität und Geschlecht.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Partnerwahl, Migrationshintergrund, endogame Ehen, Heiratsmigration und familiärer Einfluss beschreiben.
Die Arbeit stellt fest, dass Töchter deutlich stärker von elterlichem Einfluss bei der Partnerwahl betroffen sind als Söhne, was oft mit patrilinearen Verwandtschaftssystemen und traditionellen Rollenbildern begründet wird.
Studien zeigen, dass ein höherer Bildungsgrad die Chancen einer Person erhöht, ihre Partnerwahl selbstständig zu treffen, da Bildung oft mit größerer finanzieller Unabhängigkeit und einer Distanz zu traditionellen, streng kontrollierten Ehekonzepten einhergeht.
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