Masterarbeit, 2023
69 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Ressourcentheoretischer Ansatz
2.2 Bedürfnis nach beruflicher Anerkennung
2.3 Gerechtigkeitsempfinden
2.4 Austauschtheorie & Nutzenmaximierung
3 Forschungsstand
3.1 Geschlechtsspezifische Rollenvorstellungen
3.2 Arbeitsteilung in Paarbeziehungen
3.3 Internationaler Vergleich
3.4 Zeitliche Entwicklung
4 Datengrundlage und Operationalisierung
5 Deskriptive Analysen
6 Methode
7 Ergebnisse
7.1 Einfluss der Rollenbilder auf die Arbeitsteilung
7.2 Einfluss der Bildung und des Berufsstandes der Mutter
7.3 Einfluss der Berufstätigkeit
7.4 Ost / West Unterschiede
8 Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen individuellen Einstellungen zu Geschlechterrollen und der tatsächlichen Arbeitsteilung in heterosexuellen Paarbeziehungen unter Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren und regionaler Unterschiede.
1. Einleitung
Durch eine Vielzahl an politischen Maßnahmen wie den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, Frauenquoten etc. wird versucht die stärkere Gleichberechtigung der Frauen voran zu treiben. Es stellt sich jedoch die Frage, wie es mit der Gleichberechtigung in den Köpfen der Menschen aussieht und wie die Arbeitsteilung in den eigenen vier Wänden aufgeteilt wird.
Im Rahmen dieser Masterarbeit sollen die Einstellungen zu Geschlechterrollen und die Arbeitsteilung in heterosexuellen Paarbeziehungen untersucht werden. Dabei soll sowohl untersucht werden, inwiefern sich die Aufteilung spezifischer Tätigkeitsbereiche je nach Geschlecht unterscheidet, als auch inwiefern Rollenvorstellungen bezüglich der Arbeitsteilung ausgeprägt sind. Dabei wird zudem berücksichtigt welche Merkmale einen Einfluss auf die Arbeitsteilung und das Rollenverständnis nehmen.
Bei dem Begriff „Einstellungen zu Geschlechterrollen“ ist in dieser Arbeit in erster Linie die Einstellung zu dem klassischen Ernährermodell gemeint, bei dem die Frau zu Hause bleiben und sich um die Hausarbeit und die Kinder kümmern soll und der Mann Vollzeit arbeiten geht und das Geld verdient. Synonym werden die Begriffe „Rollenverständnis“, „Rollenvorstellungen“ und „Rollenbilder“ verwendet.
Mit dem Begriff „Arbeitsteilung“ ist die Aufteilung der Hausarbeit in einer Paarbeziehung gemeint.
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der zentralen Begriffe und der Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.
2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung relevanter soziologischer Ansätze wie der Ressourcentheorie, dem Gerechtigkeitsempfinden und der Austauschtheorie.
3. Forschungsstand: Überblick über bisherige Studien zu Rollenbildern, Arbeitszeitverteilung und internationalen Vergleichsstudien.
4. Datengrundlage und Operationalisierung: Beschreibung des ALLBUS-Datensatzes sowie der methodischen Konstruktion der verwendeten Indizes und Variablen.
5. Deskriptive Analysen: Erste statistische Aufbereitung der Daten zur Verteilung von Rollenvorstellungen und Arbeitslasten.
6. Methode: Erläuterung des Einsatzes multipler linearer Regressionen und Mediationsanalysen zur Beantwortung der Forschungsfragen.
7. Ergebnisse: Detaillierte Darstellung der statistischen Zusammenhänge, unterteilt nach den untersuchten Einflussfaktoren wie Berufstätigkeit und regionaler Herkunft.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse und kritische Reflexion des Einflusses von Rollenbildern nach 30 Jahren Wiedervereinigung.
Geschlechterrollen, Arbeitsteilung, Hausarbeit, Paarbeziehungen, ALLBUS, Rollenverständnis, Erwerbstätigkeit, Ressourcentheorie, Doppelbelastung, Ost-West-Unterschiede, Geschlechtergleichheit, Bildungsniveau, Ernährermodell, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Einstellungen zu klassischen Geschlechterrollen die tatsächliche Aufteilung der Hausarbeit in Deutschland beeinflussen.
Zentral sind die Zusammenhänge zwischen Rollenvorstellungen, der beruflichen Situation der Partner, dem Bildungsstand sowie geografischen Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland.
Das Ziel ist es, den Kausaleffekt zwischen dem subjektiven Rollenverständnis und der objektiven Arbeitsteilung im Haushalt empirisch zu prüfen.
Die Arbeit nutzt multiple lineare Regressionen sowie Mediationsanalysen basierend auf den Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS 2021).
Der Hauptteil analysiert, wie Drittvariablen wie Bildung, der Erwerbsstatus der Mutter und regionale Herkunft als Confounder oder Moderatoren wirken.
Kernbegriffe sind Geschlechterrollen, häusliche Arbeitsteilung, Erwerbsbiografien und das traditionelle Ernährermodell.
Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen in Ostdeutschland im Durchschnitt deutlich egalitärer in ihren Rollenvorstellungen eingestellt sind als in Westdeutschland.
Höhere Bildung korreliert mit einer egalitäreren Arbeitsteilung, wobei dieser Effekt insbesondere bei Männern stark ausgeprägt ist.
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