Bachelorarbeit, 2009
41 Seiten, Note: 3.0
1. Einleitung
2. Propaganda als Teil der Geistes- und Kulturgeschichte
2.1 Herkunft des Begriffs „Propaganda“
2.2 Definitionen von Propaganda
2.2.1 Fünf Arten des Verständnisses von Propaganda nach Bussemer
2.2.2 Ferdinand Tönnie`s Ansatz
2.2.3 Harold D. Lasswell`s Ansatz
2.2.4 Edward L. Bernays`Ansatz
2.2.5 Gerhard Maletzke`s Ansatz
2.2.6 Klaus Merten`s Ansatz
2.3 Geschichtlicher Hintergrund von Propaganda
2.4 Propaganda im 21. Jahrhundert
3. Das Massenparadigma - Die öffentliche Meinung und die Macht der Massenmedien
3.1 Die öffentliche Meinung
3.2 Die Macht der Massenkommunikation und der Massenmedien
4. Public Relations
4.1 Geschichte der PR
4.2 Herkunft des Begriffs PR
4.3 Ausgewählte Definitionen von PR
4.3.1 Die vier Modelle der PR nach Gruning und Hunt
4.3.2 Definition von Carl Hundhausen
4.3.3 Definition von Albert Oeckl
4.3.4 Definition von Edward L. Bernays
4.3.5 PR-Verständnis von Verbänden
5. Thesen zum Verhältnis von Public Relations und Propaganda
5.1 PR ist Teil von Propaganda
5.2 Propaganda ist Teil von PR
5.3 Propaganda und PR sind unterschiedliche Kommunikationstypen
5.4 Propaganda und PR haben Überlappungen
5.5 Propaganda ist gleich PR
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen den zwei Formen persuasiver Kommunikation: Propaganda und Public Relations (PR). Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die unterschiedlichen Aspekte beider Konzepte zu beleuchten, um einen umfassenden Vergleich anzustellen und die zentrale Forschungsfrage zu beantworten, inwieweit Public Relations Propaganda impliziert.
2. Die Propaganda als Teil der Geistes- und Kulturgeschichte
“Der Begriff Propaganda hängt nur irrtümlicherwise ausschließlich mit Handelsartikeln zusammen, er gehört genauso gut zu den großen und größten Ideen der Menschheit. Ohne Propaganda kann gar nichts verbreitet werden, keine Philosophie und keine Seife. Propaganda ist das Medium aller Werte geworden”
Erich Kästner: Reklame und Weltrevolution
Dieser Kapitel soll einen Einblick in das Feld von Propaganda geben. Neben einer einführenden Begriffsgeschichte versuche ich einen Überblick über die Geschichte von der Propaganda und ihre unterschiedliche Definitionen und Ausdeutungen zu machen.
Es wird von Propaganda bei Staaten, Herrschern, Parteien, Organisationen, Unternehmen und verschiedenen Interessengruppen gesprochen. Eine unverwechselbare menschliche Eigenschaft ist das dauernde Streben danach, die Sprache so zu benutzen, um den Ablauf von Ereignissen und das Verhalten der Anderen zu beeinflussen. Die Formen dieser Bestrebung erstrecken sich vom Gebet und Beschwörung bis Gebot und Ermunterung. Es gab auch immer ein großes Interesse an manipulativer Kommunikation. Einige Leute genießen die Vorstellung zur Vergünstigung von Anderen ausgenutzt zu werden - es ist völlig verständlich in einem Jahrhundert, das von dem Aufkommen des Rundfunks und anderer neuen mächtigen Kommunikationstechnologien, von der wachsenden Regierungszentralisierung und Aktivismus, der Ausbreitung aggressiver Ideologien wie Faschismus und Marxismus und den Aufwuchs kultivierter Methoden der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit gekennzeichnet ist.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Massenkommunikation ein und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor, die das Verhältnis zwischen Propaganda und Public Relations untersucht.
2. Propaganda als Teil der Geistes- und Kulturgeschichte: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über den Begriff Propaganda, seine Definitionen durch verschiedene Theoretiker und seine Rolle in der Geschichte.
3. Das Massenparadigma - Die öffentliche Meinung und die Macht der Massenmedien: Hier wird die soziale Bedeutung der öffentlichen Meinung sowie die Rolle der Massenkommunikation als Instrument der Beeinflussung analysiert.
4. Public Relations: Das Kapitel behandelt die Entstehung, Geschichte und verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Public Relations sowie deren theoretische Modelle.
5. Thesen zum Verhältnis von Public Relations und Propaganda: Der Hauptteil diskutiert fünf unterschiedliche Thesen, die das Spannungsfeld und die Überschneidungen zwischen PR und Propaganda definieren.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer persönlichen Synthese, in der PR als historisch evolutionierte Form der persuasiven Kommunikation eingeordnet wird.
Propaganda, Public Relations, PR, Massenkommunikation, öffentliche Meinung, Persuasion, Manipulation, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationsforschung, Massenmedien, Massenpsychologie, Werbeethik, Sozialtechnik, Gesellschaftssteuerung, Interessenvertretung.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Propaganda und Public Relations, um zu verstehen, ob und wie diese beiden persuasiven Kommunikationsformen miteinander verknüpft sind.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung beider Begriffe, die Macht der Massenmedien, Theorien der Meinungsbildung und die Analyse von PR-Modellen.
Ziel ist es, die verschiedenen Facetten von Propaganda und Public Relations zu beleuchten, um einen vollständigen Vergleich zu ziehen und die Frage zu beantworten: Inwieweit impliziert Public Relations Propaganda?
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und setzt sich mit Texten von Kommunikationsforschern, PR-Praktikern und anderen Wissenschaftlern auseinander.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Propaganda, eine Untersuchung der Rolle der Massenmedien und eine detaillierte Diskussion von PR-Theorien und deren Abgrenzung zur Propaganda.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Propaganda, Public Relations, Massenmanipulation, öffentliche Meinung, Kommunikationstheorie und Sozialtechnik.
Das Wort leitet sich vom lateinischen „Propagare“ (ausbreiten) ab und wurde im Jahr 1622 durch die Gründung einer päpstlichen Versammlung zur Verbreitung des Glaubens als Begriff geprägt.
Sie unterscheiden vier historische Modelle: das Publicity-Modell, das Modell der Informationstätigkeit, das asymmetrische Kommunikationsmodell und das Modell der symmetrischen Kommunikation.
Sie sieht beide als Formen persuasiver Kommunikation an, wobei sie Propaganda eher als historisches Phänomen und PR als eine modern weiterentwickelte, gesellschaftlich etablierte Innovation begreift.
Kritiker wie Dieter Prokop sehen in PR eine Form von Propaganda, da beide Techniken genutzt werden, um für Organisationen vorteilhafte, oft aber irrationale oder unwahre Bilder in der Öffentlichkeit zu erzeugen.
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