Bachelorarbeit, 2021
87 Seiten, Note: Sehr gut
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und wissenschaftliche Fragestellung
2 Journalistische Ansätze
2.1 Klassischer Journalismus
2.2 Online-Journalismus
2.3 Konstruktiver Journalismus
2.3.1 Bestrebungen des Konstruktiven Journalismus
2.3.2 Abgrenzungen
2.3.3 Beispiele
3 Positive Psychologie als Grundlage für den Konstruktiven Journalismus
3.1 Ursprünge und Ziele der Positiven Psychologie
3.2 Anwendung von Techniken der Positiven Psychologie im Journalismus
3.2.1 Modell des Wohlbefindens
3.2.2 Positive Emotionen
3.2.3 PERMA-Modell
3.2.4 Konstruktive Fragetechniken
3.2.5 Fokus auf Lösungen
3.2.6 Weitere Ansätze
4 Millennials und ihre Mediennutzung
5 Auswirkungen des Konstruktiven Journalismus auf RezipientInnen
5.1 Konstruktiver Journalismus in Verbindung mit Techniken aus dem Bereich der Positiven Psychologie
5.2 Effekte des Konstruktivem Journalismus
5.3 Konstruktiver Journalismus und seine Auswirkungen auf die Emotionen und das Online-Engagement von Millennials
5.4 Exkurs: Verbreitungsstand des Konstruktiven Journalismus
6 Vorgangsweise und Methodik
6.1 Vorgangsweise
6.2 Erhebungsmethode
6.2.1 Der Fragebogen
6.2.2 Konkretes Setting und Forschungsprozess
7 Ergebnisse und Interpretation
7.1 Demografische Daten
7.2 Bezug der tagesaktuellen Nachrichten
7.3 Gefühle über die tägliche Berichterstattung in den Medien
7.4 Gegenüberstellung zweier Schlagzeilen
7.5 Konstruktiver Artikel zum Thema Ernährung
7.6 Social Media Posting zum Thema Arbeitslosigkeit
7.7 Artikel Obdachlosen-Wohltätigkeitsprogramm
8 Diskussion und Fazit
9 Zusammenfassung
10 Literatur
Die Arbeit untersucht den Ansatz des Konstruktiven Journalismus, um zu verstehen, wie er sich vom klassischen Journalismus unterscheidet und inwiefern konstruierte Berichterstattung das psychologische Wohlbefinden von Millennials in Österreich beeinflussen kann.
1.1 Problemstellung
“Tell me, why is the media here so negative? Why?” Diese Frage stammt vom ehemaligen indischen Präsidenten A.P.J. Abdul Kalam und viele JournalistInnen beantworten diese Frage bis heute instinktiv immer noch gleich wie damals: „Wir sind nicht negativ. Wir sind Journalisten.“ lautet die Antwort gefolgt von recht langen Erklärungen, dass sich Journalismus eben mit der Wirklichkeit befasst und diese oft negativ scheint (Haagerup, 2017, S. 41; Haagerup, 2015, S. 19).
„Only bad news are good news.“ oder „If it bleeds, it leads.“ – es sieht so aus als wären das die Dogmen des Journalismus (Beiler & Krüger, 2018, S. 171; Haagerup, 2015, S. 54). „Sachlich, lösungsorientiert und zukunftsweisend – so sollte Journalismus sein. Trotzdem skizzieren Massenmedien die Welt jeden Tag als einen Ort des Schreckens“ schreibt Henning (2016).
„Es wird alles immer schlimmer“ ist eine Aussage über die Welt, die Hans Rosling bei seinen Vorträgen sehr oft hört. Eine Befragung von Menschen aus 30 verschiedenen Ländern hat ergeben, dass die meisten von ihnen glauben, dass die Verhältnisse auf der Welt immer schlechter werden, obwohl statistisch erhobene Daten meistens das Gegenteil beweisen. Als ein Grund wird angenommen, dass es grundsätzlich einfacher für den Menschen ist, schlimme Dinge zur Kenntnis zu nehmen, als das Gute zu sehen, denn über Fortschritt wird seltener berichtet (Rosling et al., 2020, S. 65ff).
1 Einleitung: Beschreibt die Negativität im Journalismus und führt die Forschungsfrage zu den Auswirkungen konstruktiver Berichterstattung auf Millennials ein.
2 Journalistische Ansätze: Differenziert zwischen klassischem Journalismus und Online-Journalismus und definiert das Konzept des Konstruktiven Journalismus.
3 Positive Psychologie als Grundlage für den Konstruktiven Journalismus: Erläutert, wie psychologische Techniken und Modelle (wie PERMA) den Nachrichtenprozess konstruktiver gestalten können.
4 Millennials und ihre Mediennutzung: Analysiert das spezifische Medienverhalten der Generation der Digital Natives.
5 Auswirkungen des Konstruktiven Journalismus auf RezipientInnen: Fasst wissenschaftliche Studien zur Wirkung konstruktiver Nachrichten auf Emotionen und Engagement zusammen.
6 Vorgangsweise und Methodik: Detailliert das Forschungsdesign und das Vorgehen bei der Online-Befragung.
7 Ergebnisse und Interpretation: Präsentiert und analysiert die Daten der Umfrage zu verschiedenen Medienbeispielen.
8 Diskussion und Fazit: Reflektiert die Studienergebnisse und deren Bedeutung für die mediale Praxis.
9 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Bachelorarbeit prägnant zusammen.
Konstruktiver Journalismus, Positive Psychologie, Wohlbefinden, Millennials, Online-Journalismus, Mediennutzung, Journalismusforschung, Lösungsorientierung, Digital Natives, Emotionen, Online-Engagement, Medienwirkung, Nachrichtenkonsum, Psychologie, Österreich.
Die Arbeit untersucht den Ansatz des Konstruktiven Journalismus und dessen Einfluss auf das psychologische Wohlbefinden der Generation der Millennials in Österreich.
Die zentralen Themen sind konstruktiver Journalismus, Medienpsychologie, die Mediennutzung durch Millennials und die Anwendung positiver Psychologie in journalistischen Inhalten.
Das Ziel ist es zu analysieren, welche Gefühle durch konstruktive Berichterstattung ausgelöst werden und ob sich dadurch das Wohlbefinden der RezipientInnen positiv beeinflussen lässt.
Es wurde ein experimentelles Design mittels einer quantitativen, standardisierten Online-Befragung gewählt, um konstruktive und nicht-konstruktive Beispiele miteinander zu vergleichen.
Der Hauptteil befasst sich theoretisch mit den Journalismus-Ansätzen und der Positiven Psychologie, analysiert das Medienverhalten der Millennials und stellt die Ergebnisse der quantitativen Erhebung dar.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Konstruktiver Journalismus, Positive Psychologie, Wohlbefinden, Millennials, Mediennutzung und Online-Engagement.
Weil diese Generation als „Digital Natives“ kaum noch klassische Medien nutzt und einen veränderten, sprunghafteren Medienkonsum aufweist, was sie für neue journalistische Ansätze besonders interessant macht.
Die Studie zeigt, dass konstruktive Nachrichten zwar positivere Emotionen auslösen, dies jedoch nicht zwingend zu signifikant höherem Online-Engagement wie Kommentieren oder Teilen führt.
Die Analyse der Schlagzeilen belegt, dass konstruktive Formulierungen bei Millennials eine deutlich höhere Lesebereitschaft erzeugen und positivere Gefühle wie Hoffnung vermitteln als reißerische „Bad News“-Schlagzeilen.
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