Masterarbeit, 2023
96 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Digitale Zentralbankwährungen als aktuelles Thema
2.1 Digitale Zentralbankwährungen und das aktuelle Geldsystem
2.2 Projekt zur Einführung eines digitalen Euros
2.3 Globaler Überblick zum Stand der Entwicklung
2.4 Motive für die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung
2.5 Geldpolitische Chancen durch den digitalen Euro
2.6 Kritik an digitalen Zentralbankwährungen
2.7 Zwischenfazit zu digitalen Zentralbankwährungen
3 Bitcoin im globalen Geldsystem
3.1 Grundlagen zu Kryptowährungen und Bitcoin
3.1.1 Definition und Abgrenzung von Kryptowährungen
3.1.2 Definition und Abgrenzung von Bitcoin
3.1.3 Historische Entwicklung des Bitcoin
3.2 Geldpolitik hinter Bitcoin
3.2.1 Geldschöpfung und Geldmenge
3.2.2 Bitcoin und die Erfüllung der Geldfunktionen
3.3 Zusammenfassung wesentlicher Eigenschaften von Bitcoin
3.4 Kritik an Bitcoin
4 Bitcoin als digitale Weltwährung
4.1 Vom aktuellen Geldsystem zum Bitcoin-Standard
4.1.1 Grundlagen des aktuellen Geldsystems
4.1.2 Geldpolitik der Zentralbanken
4.1.2.1 Aufbau und Auftrag der EZB und des ESZB
4.1.2.2 Geldpolitische Strategie der EZB
4.1.2.3 Instrumente der Geldpolitik
4.1.3 Geldpolitik Euro vs. Bitcoin
4.1.4 Bitcoins Geldmenge und Deflation
4.1.5 Weitere Folgen eines Bitcoin-Standards
4.2 Bitcoin im Währungswettbewerb
4.2.1 Bitcoin im Wettbewerb mit Fiatwährungen
4.2.2 Bitcoin und die Theorie vom optimalen Währungsraum
4.2.3 Förderung einer Bitcoin-Adoption
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Rolle von Bitcoin im Vergleich zu digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) und analysiert, inwieweit Bitcoin als Alternative zum bestehenden Geldsystem sowie als digitale Weltwährung fungieren könnte. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob Zentralbanken durch eigene digitale Währungen lediglich auf die technologische Herausforderung durch Kryptowährungen reagieren und ob ein hypothetischer "Bitcoin-Standard" gesamtwirtschaftlich denkbar wäre.
3.1.2 Definition und Abgrenzung von Bitcoin
Der Begriff „Bitcoin“ wird sowohl in der Literatur als auch im allgemeinen Sprachgebrauch für unterschiedliche Bedeutungen gleichermaßen verwendet. Er kann als Name einer Währungseinheit (des Coins), als Bezeichnung für das Netzwerk oder die Software und auch für die Währung an sich verwendet werden. VOGEL (2016, S. 12) definiert Bitcoin als eine „dezentral organisierte virtuelle Währung“, die gleichzeitig eine Open-Source-Technologie darstellt, mit der Peer-to-Peer-Zahlungen in einem Netzwerk abgewickelt werden können. ANTONOPOULOUS (2018, S. 1) bezeichnet Bitcoin als: „[…] eine Sammlung von Konzepten und Technologien, die ein Ökosystem für digitales Geld bilden“. An einer anderen Stelle bezeichnet ANTONOPOULOUS (2018, S. 2) Bitcoin als „[…] eine Art Internet des Geldes, als Netzwerk für die Verteilung von Werten und die Sicherung des Eigentums an digitalen Vermögenswerten mithilfe verteilter Berechnungen“.
Dies verdeutlicht bereits, dass Bitcoin sehr viele Komponenten in sich vereinigt. Peer-to-Peer-Zahlungen sind Zahlungen, die zwischen zwei Parteien ohne Intermediär abgewickelt werden (vgl. HANL 2022, S. 39). In einem solchen Netzwerk gibt es keine zentrale Überwachung der Transaktionen durch Banken, Zahlungsdienstleister oder staatliche Regulierungsbehörden. Dieses Prinzip ist stark vergleichbar mit heutigen Bargeldzahlungen, wohingegen im Fall von BTC kein physisches Bargeld existiert. Open-Source bedeutet, dass jeder den verwendeten Programmcode und damit den Algorithmus einsehen und nachvollziehen kann (vgl. BTC-ECHO 2023b). Es handelt sich demnach um ein offenes Zahlungsprotokoll (die Technologie dahinter wird als Blockchain bezeichnet), das über Landesgrenzen hinweg unabhängig verwendet werden kann (vgl. ROSENBERGER 2023 S. 123).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehung von Bitcoin ein und definiert die zentrale Forschungsfrage, ob ein Bitcoin-Standard eine realistische oder wünschenswerte Alternative zum aktuellen, von Zentralbanken gesteuerten Geldsystem darstellt.
2 Digitale Zentralbankwährungen als aktuelles Thema: Das Kapitel erläutert die Funktionsweise von CBDCs, untersucht die Motive der Zentralbanken für deren Einführung – insbesondere den digitalen Euro – und diskutiert kritisch die systemischen Risiken und gesellschaftlichen Aspekte.
3 Bitcoin im globalen Geldsystem: Dieses Kapitel definiert Bitcoin als Technologie und dezentrale Währung, analysiert dessen spezifische Geldpolitik (Knappheit und Protokollvorgaben) und bewertet, inwieweit Bitcoin die klassischen Funktionen von Geld erfüllt.
4 Bitcoin als digitale Weltwährung: Hier wird das hypothetische Szenario eines "Bitcoin-Standards" fiskalpolitisch und theoretisch hinterfragt, wobei die Auswirkungen einer systemimmanenten Deflation auf die Weltwirtschaft im Vordergrund stehen.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ambivalenz zwischen den von Zentralbanken angestrebten digitalen Währungen und der technologischen Unabhängigkeit von Bitcoin zusammen und bewertet die zukünftige geopolitische Relevanz des Bitcoin-Netzwerks.
Bitcoin, digitale Zentralbankwährungen, CBDC, EZB, Geldschöpfung, Geldpolitik, Fiatgeld, Blockchain, Mining, Deflation, Währungswettbewerb, Bargeld, Finanzstabilität, Kryptowährungen, Adoption
Die Arbeit analysiert die Rolle von Bitcoin als ökonomische Alternative zu digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) und untersucht die Auswirkungen einer hypothetischen Weltwährung auf Basis des Bitcoin-Standards auf die globale Geldpolitik und Wirtschaft.
Zentrale Themen sind die Funktionsweise von Zentralbanken und deren Pläne für den digitalen Euro, die technische und geldpolitische Struktur des Bitcoin-Netzwerks sowie die theoretischen ökonomischen Folgen einer systemimmanenten Deflation.
Das Ziel ist es, zu klären, ob ein Bitcoin-Standard im Vergleich zum aktuellen Fiatgeldsystem eine tragfähige Alternative darstellt und wie Zentralbanken durch eigene digitale Lösungen versuchen, ihre Kontrolle über das Geldsystem zu behaupten.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfassenden Literatur- und Datenanalyse, um ökonomische und gesellschaftliche Aspekte, die im wissenschaftlichen Diskurs bisher weniger beachtet wurden, zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von CBDCs, die Analyse der Eigenschaften von Bitcoin (insbesondere dessen Geldpolitik) und die theoretische Diskussion eines Bitcoin-Standards in Bezug auf Währungswettbewerb und globale wirtschaftliche Stabilität.
Die zentralen Schlagworte umfassen Bitcoin, CBDC, Geldpolitik, Finanzstabilität, Deflation, Blockchain und Währungswettbewerb.
Zentralbanken sehen Bitcoin als Herausforderung, da es dezentral funktioniert, einen Algorithmus statt einer zentralen Instanz als Kontrollorgan nutzt und sich damit staatlicher Kontrolle und politischer Einflussnahme auf die Geldmengenausweitung entzieht.
Die geplante Haltegrenze von 3.000 Euro soll verhindern, dass Bürger bei Bankenkrisen massenhaft Giralgeld in digitale Euros umschichten, was die Liquidität von Geschäftsbanken gefährden und zu einem "digitalen Bankrun" führen könnte.
Die Diskussion zeigt, dass der Energieverbrauch zwar hoch ist, aber auch als Resilienzfaktor angesehen werden kann, da das Mining flexibel auf Stromüberkapazitäten der Erzeuger reagieren kann, was in aktuellen Berichten von Instituten wie KPMG hervorgehoben wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

