Forschungsarbeit, 2009
58 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitende Gedanken
2. Die theoretischen Grundlagen zum Praxisprojekt
2.1. Lerntheorien
2.2. Behaviorismus
2.2.1. Operante Konditionierung
2.2.1.1. Verstärkung
2.2.1.2. Verstärkerpläne
2.3. Begründung der Wahl einer operanten Methode für das Praxisprojekt
2.4. Ziele in der stationären Jugendhilfe
3. Die Idee des Praxisprojektes und die daraus resultierende Forschungsthese
4. Zielentwicklung im Rahmen des Praxisprojektes
4.1. Wirkungsziel
4.2. Handlungsziele und Handlungsschritte
5. Planung und Durchführung des Praxisprojektes
5.1. Grundlagen im Team schaffen
5.1.1. Kurzes Vorstellen des Teams
5.1.2. Klärung offener Fragen und Planung des genauen Vorgehens im Team
5.2. Grundlagen bei den Jugendlichen schaffen
5.2.1. Kurzes Vorstellen der Mädchengruppe
5.2.2. Neugierde und Motivation bei den Jugendlichen wecken
5.3. Ablauf des Praxisprojektes
6. Evaluationsdesign
6.1. Eingrenzung des Untersuchungsfeldes
6.2. Ableitung der Fragestellungen
6.3. Entwicklung des Evaluationsinstruments
6.3.1. Strukturierte Beobachtung (quantitative Erhebung)
6.3.2. Schriftliche Gruppenbefragung (qualitative Erhebung)
6.4. Auswertung der Erhebung
7. Fazit
8. Anhang
8.1. Gegenüberstellung der erwarteten Vor- und Nachteile zum Verstärkersystem aus der 1. Teamsitzung
8.2. Ziele der Jugendlichen
8.3. Auswertung des Beobachtungskalenders und Ergebnisse der Untersuchungsfragestellung 1a, 1b und 1c
8.4. Fragebogen der Jugendlichen zum Verstärkersystem und Auswertung
8.4.1. Fragebogen
8.4.2. Auswertung des 1 Teil des Fragebogens (Fragen 1 – 10) und Ergebnisse der Untersuchungsfragestellung 1d
8.5. Fragebogen der Erzieherinnen zum Verstärkersystem und Auswertung
8.5.1. Fragebogen
8.5.2. Auswertung der Fragebögen der Jugendlichen (2. Teil: Fragen I – VIII) und der Erzieherinnen (Fragen I – VIII), sowie Ergebnisse des Vergleichs
8.6. Auswertung des Beobachtungskalenders im vierten Monat und Ergebnisse der Untersuchungsfragestellung 3
Diese Arbeit untersucht, ob und wie ein Verstärkersystem (Token-Economy-System) in einer heilpädagogischen Mädchengruppe eingesetzt werden kann, um die Jugendlichen bei der Erreichung individueller Ziele zu motivieren und zu unterstützen sowie die pädagogische Beziehungsarbeit zu stärken.
2.2. Behaviorismus
Der Behaviorismus (engl. behavior: das Verhalten) wurde zu Beginn des 20. Jahrhundert durch John B. Watson begründet, geht aber eigentlich auf den russischen Psychologen Iwan P. Pawlow zurück (vgl. Altenthan 2005, S. 33).
„Im Behaviorismus ist ausschließlich das beobachtbare Verhalten Gegenstand der Forschung“ (Altenthan 2005, S.33). Alle „inneren Vorgänge“, wie Motive, Gedanken und Gefühle sind nicht unmittelbar beobachtbar und spielen deshalb in der behavioristischen Forschung keine Rolle. Kurz und prägnant kann man zusammenfassen, dass der Behaviorismus davon ausgeht, dass alles Verhalten erlernt ist und wieder verlernt werden kann. Hierauf basieren auch die Lerntheorien des Behaviorismus. Zu den bekanntesten behavioristischen Lerntheorien zählen das klassische Konditionieren, als Vorläufer, das Versuch-und-Irrtum-Lernen und das operante Konditionieren, welches für das Praxisprojekt eine entscheidende Rolle spielt.
1. Einleitende Gedanken: Einführung in das Projektvorhaben und Begründung der Relevanz für die stationäre Jugendhilfe zur Steigerung der Motivation.
2. Die theoretischen Grundlagen zum Praxisprojekt: Theoretische Fundierung des Behaviorismus, der operanten Konditionierung und der Bedeutung zielorientierter Arbeit.
3. Die Idee des Praxisprojektes und die daraus resultierende Forschungsthese: Herleitung des Vorhabens, Jugendliche durch positive Verstärkung bei der Zielerreichung zu unterstützen.
4. Zielentwicklung im Rahmen des Praxisprojektes: Definition von Wirkungs- und Handlungszielen zur Strukturierung der pädagogischen Arbeit.
5. Planung und Durchführung des Praxisprojektes: Beschreibung der Teambeteiligung, der Einführung des Systems bei den Mädchen und des konkreten Stufenplans.
6. Evaluationsdesign: Erläuterung der quantitativen und qualitativen Methoden zur Überprüfung der Handlungsziele und Fragestellungen.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Projekterfolgs und Ausblick auf die Weiterführung der Arbeit.
8. Anhang: Detaillierte Darstellung der Erhebungsinstrumente, Zielvorgaben und Auswertungen.
Verstärkersystem, Token-Economy, Behaviorismus, Operante Konditionierung, Heimerziehung, Zielerreichung, Motivation, Pädagogische Beziehungsarbeit, Verhaltensstabilisierung, Evaluation, Mädchengruppe, Zielformulierung, Pädagogik, Lernprozesse, Soziale Arbeit.
Die Arbeit dokumentiert ein Praxisprojekt in einer heilpädagogischen Mädchengruppe, in dem ein Verstärkersystem eingeführt wurde, um Jugendliche bei der Verfolgung eigener Ziele zu unterstützen.
Die zentralen Felder sind die Anwendung lerntheoretischer Methoden in der Heimerziehung, die Förderung von Motivation sowie die reflektierte Beziehungsarbeit zwischen Pädagoginnen und Jugendlichen.
Das primäre Ziel ist die Untersuchung, ob ein auf positiver Verstärkung basierendes System Jugendliche dazu bewegt, aktiver an ihren selbstgesteckten Entwicklungszielen zu arbeiten.
Das Projekt nutzt eine strukturierte Beobachtung (quantitativ) sowie eine schriftliche Gruppenbefragung (qualitativ) zur Evaluation der Wirksamkeit der pädagogischen Intervention.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Behaviorismus, die detaillierte Planung und Durchführung des Projekts sowie das Evaluationsdesign und die Auswertung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Verstärkersystem, Token-Economy, Motivation, Heimerziehung, Zielerreichung und pädagogische Beziehungsqualität.
Die Jugendlichen waren zunächst skeptisch, zeigten jedoch nach der Einführung und dem Erleben erster Erfolge eine hohe Akzeptanz und beteiligten sich aktiv am Sammeln der Token.
Die Jugendlichen nannten ihre Familie als einen der wichtigsten Motivationsfaktoren für ihre Arbeit an den persönlichen Zielen.
Die intensive Zusammenarbeit bei der Zielfindung wurde von beiden Seiten als wertschätzend wahrgenommen und trug dazu bei, die Alltagsbeziehung durch ein tieferes gegenseitiges Verständnis zu verbessern.
Ja, aufgrund der positiven Erfahrungen und der hohen Akzeptanz hat das Team beschlossen, das Prämiensystem als festen Bestandteil in die pädagogische Arbeit zu integrieren.
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