Bachelorarbeit, 2016
33 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung und Problemstellung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Ökonomische und soziologische Theorien
2.1.1 Humankapitaltheorie
2.1.2 Diskriminierungstheorien
2.1.3 Segmentationstheorie
2.2 Kriterienkatalog zur Beurteilung von Studien zum Gender Pay Gap
3. Erklärungsfaktoren für die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede der Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg
3.1 Ergebnisse der Studien
3.2 Diskussion der Studienergebnisse
4. Handlungsempfehlungen zur Schließung der Lohnlücke
4.1 Handlungsempfehlungen für Hochschulabsolventinnen
4.2 Handlungsempfehlungen für Unternehmen
4.3 Handlungsempfehlungen für den Staat
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede beim Berufseinstieg von Hochschulabsolventen zu analysieren, Erklärungsfaktoren zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für betroffene Absolventinnen, Unternehmen und den Staat abzuleiten, um diese Lohnlücke zu verringern.
2.1.1 Humankapitaltheorie
Die moderne Auslegung der Humankapitaltheorie, die Heterogenität unter Arbeitern unterstellt, geht auf die Arbeiten von Schultz (1961), Mincer (1962), Oi (1962) und Becker (1964) zu Beginn der 1960er Jahre zurück (vgl. Sesselmeier et al. 2010, S. 145; Wirtschaftslexikon 2014a, S. 200). Mit Humankapital wird der Bestand an Fertigkeiten und Wissen einer Person bezeichnet (vgl. Franz 2006, S. 75). Dessen Zuwachs, der als positiver Einfluss auf die Produktivität verstanden wird, nennt man Humankapitalinvestition (vgl. Sesselmeier 2010, S. 145). Diese Investitionen werden solange getätigt, wie sie unter den Grenzkosten liegen, die mit dem Gegenwartswert der dadurch entstehenden Grenzerträge gleichzusetzen sind (vgl. Sesselmeier et al. 2010, S. 146). Nach dem neoklassischen Basismodell, aus dem die Humankapitaltheorie hervorgeht, entspricht die Grenzproduktivität der Arbeit dem Lohnsatz. Aufgrund der Produktivitätssteigerung eines Individuums kann daher von einer Erhöhung der Entlohnung ausgegangen werden (vgl. Sesselmeier et al. 2010, S. 146).
Während der Investitionsphase trägt das Individuum die Kosten. Diese setzen sich aus Opportunitätskosten, welche aufgrund des verminderten bzw. entgangenen Lohns während der Ausbildungszeit und der entgangenen Freizeit bestehen, und den direkten Kosten der Ausbildung zusammen (vgl. Sesselmeier et al. 2010, S. 146). Humankapital unterliegt zudem ebenso wie Sachkapital einer Abschreibung, da angeeignete Fertigkeiten und erlerntes Wissen wieder verlernt oder vergessen werden (vgl. Franz 2006, S. 75).
Abhängig davon, wo das Humankapital erworben wurde, unterscheidet Becker (1964) zwischen schulischem („Schooling“) und beruflichem („On-the-Job Training“) Humankapital, wobei er letzteres weiter in allgemeines und spezifisches Humankapital unterteilt: Demnach schulen allgemeine Qualifikationen den Arbeitnehmer in einer Weise, die ihn im Nachhinein verschiedene Tätigkeiten ausüben lässt und seine Produktivität in mehreren Unternehmen erhöht.
1. Einleitung und Problemstellung: Die Einleitung beleuchtet die Hartnäckigkeit des Gender Pay Gaps beim Berufseinstieg von Hochschulabsolventen in Deutschland und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert ökonomische und soziologische Ansätze wie die Humankapitaltheorie, Diskriminierungstheorien und die Segmentationstheorie als theoretisches Fundament und leitet daraus einen Kriterienkatalog zur Analyse ab.
3. Erklärungsfaktoren für die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede der Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg: Anhand nationaler und internationaler Studien werden die im Kriterienkatalog definierten Faktoren auf ihre Validität geprüft und die Ergebnisse kritisch diskutiert.
4. Handlungsempfehlungen zur Schließung der Lohnlücke: Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen werden gezielte Empfehlungen für Hochschulabsolventinnen, Unternehmen und den Staat entwickelt, um die Lohnungleichheit zu reduzieren.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung sowie lückenloser Ursachenerkennung zur Überwindung des Gender Pay Gaps.
Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, Diskriminierungstheorie, Segmentationstheorie, Berufseinstieg, Hochschulabsolventen, Lohnunterschied, Arbeitsmarktsegregation, weibliche Absolventen, Lohndiskriminierung, statistische Diskriminierung, Erklärungsfaktoren, Beschäftigungsstruktur, Entlohnung, Chancengleichheit.
Die Arbeit untersucht die Ursachen für geschlechtsspezifische Lohnunterschiede (Gender Pay Gap) beim Berufseinstieg von Hochschulabsolventen in Deutschland.
Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle aus der Ökonomie und Soziologie sowie deren praktische Anwendung auf empirische Studien zum Lohngefälle.
Das Ziel ist die Identifizierung von Erklärungsfaktoren für das Lohngefälle und das Aufzeigen von Wegen, wie Absolventinnen, Unternehmen und der Staat dieses abbauen können.
Die Arbeit nutzt einen Studienüberblick (Literaturanalyse), bei dem bestehende nationale und internationale Studien anhand eines deduktiv aus Theorien abgeleiteten Kriterienkatalogs untersucht werden.
Der Hauptteil erarbeitet theoretische Grundlagen, definiert Kriterien zur Studienbewertung, präsentiert Studienergebnisse zu Lohnunterschieden und diskutiert diese im Kontext der gewählten Theorien.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, Diskriminierung, Berufssegregation und Arbeitsmarkteintritt.
Studien zeigen, dass von Frauen dominierte Fächer häufiger mit niedrigeren finanziellen Renditen verbunden sind als die von Männern bevorzugten MINT-Fächer.
Unternehmen assoziieren das weibliche Geschlecht häufig mit Unterbrechungen durch Familienplanung, was zu befristeten Einstellungen als Risikoprävention führt.
Der Staat kann durch gesetzliche Maßnahmen wie Quoten, Kontrollen von Diskriminierungspraktiken, den Ausbau von Kindertagesstätten und Aufklärungskampagnen intervenieren.
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