Bachelorarbeit, 2023
29 Seiten, Note: 1
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Der Glücksbegriff
2.1. Arten von Glück
2.2. Streben nach Glück
3. Definition „Moral“
4. Das Verhältnis von Glück und Moral
4.1. Glück und Moral in der Philosophiegeschichte
4.2. Glück durch tugendhaftes Verhalten
4.3. Moralisches Verhalten und eigenes Glücksstreben
5. Fazit
6. Ideen für den Unterricht
6.1. Einstieg ins Thema „Glück“
6.2. Reflexions- und Diskussionsfragen zum glücklichen Leben
6.3. Einstieg ins Thema „Moral“
6.4. Zitate zur Moral
6.5. Reflexionsfragen zur Moral
6.6. Gedankenexperiment „Welt ohne Moral“
6.7. Gedankenexperiment zum moralischen Handeln
6.8. Das Verhältnis von Glück und Moral im Unterricht
7. Abschließende Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem menschlichen Streben nach Glück und der Notwendigkeit moralischen Handelns, mit dem Ziel zu klären, ob sich diese beiden Aspekte in Einklang bringen lassen oder zwangsläufig miteinander in Konflikt geraten.
4.1. Glück und Moral in der Philosophiegeschichte
Viele antike Philosophen vertraten die Ansicht, nur wer ein moralisches Leben führe, könne auch glücklich sein. Philosophen der späteren Zeit gingen eher davon aus, dass das eigene Glück und moralisches Handeln oftmals in Konflikt geraten und manche meinten sogar, moralische Normen würden das eigene Glücksstreben behindern.
Laut Platon und Aristoteles gehören Glück und Moralität untrennbar zusammen. Platon argumentiert diese These damit, dass moralisches Handeln auch für die Person selbst wertvoll ist. Des Weiteren meint er, nur ein philosophischen bzw. moralisches Glücksverständnis sei das wahre Glücklich-Sein und alltägliche Glücksvorstellungen, die beispielsweise Materielles einschließen, seien nur Schein. Glücklich könne demnach ein Leben nur sein, wenn es nach Tugenden ausgerichtet wird.
Ausgehend von Aristoteles´ und Platons Theorie vertraten die Stoa eine ähnliche Auffassung, auch sie betrachteten tugendhaftes Verhalten als notwendig für ein glückliches Leben. Zudem war es laut ihnen essentiell, eine Seelenruhe anzustreben, die von Schicksalsschlägen unabhängig ist. Zentral war auch die Vernunft, um die eigenen Gefühle zu kontrollieren. Nach Seneca werde man glücklich, wenn man mithilfe der Vernunft weder Begierde noch Furcht verspürt und über ein klares Bewusstsein verfügt.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, die das Verhältnis zwischen Glücksstreben und moralischem Handeln untersucht und die Relevanz für den Ethikunterricht begründet.
2. Der Glücksbegriff: Differenzierung zwischen verschiedenen Glücksdimensionen, wie Zufallsglück, Wohlfühlglück und dem Glück der Fülle, sowie die Analyse des menschlichen Glücksstrebens.
3. Definition „Moral“: Erörterung deskriptiver und präskriptiver Moralverständnisse sowie die Herleitung ethischer Anforderungen bei Philosophen wie Thomas von Aquin und Immanuel Kant.
4. Das Verhältnis von Glück und Moral: Untersuchung der wechselseitigen Abhängigkeit sowie der historischen Positionen, die Moral entweder als Bedingung oder als Hindernis für ein glückliches Leben darstellen.
5. Fazit: Zusammenfassendes Ergebnis, dass kein kausaler Zusammenhang besteht, sondern eine wechselseitige Wahrscheinlichkeit, bei der sich Glück und Moral gegenseitig positiv beeinflussen können.
6. Ideen für den Unterricht: Didaktische Anregungen wie Gedankenexperimente und Reflexionsfragen, um die komplexen Themen Glück und Moral handlungsorientiert in den Ethikunterricht zu integrieren.
7. Abschließende Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit dem modernen Leistungsdruck zur ständigen Glückspräsentation und die Bedeutung der Akzeptanz negativer Gefühle innerhalb eines ganzheitlichen Glücksverständnisses.
Glücksbegriff, Moral, Ethik, Glücksstreben, Wohlfühlglück, Glück der Fülle, Moraltheorie, Philosophiegeschichte, Utilitarismus, Kategorischer Imperativ, Unterrichtssequenzen, Gedankenexperimente, Tugendethik, Lebenssinn, Reflexion.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem menschlichen Streben nach persönlichem Glück und den moralischen Normen, denen ein Individuum in der Gesellschaft unterliegt.
Zentrale Themen sind die Definition des Begriffs Glück, die verschiedenen philosophischen Moralvorstellungen, der mögliche Konflikt zwischen Eigeninteresse und ethischem Handeln sowie didaktische Wege, diese Themen im Ethikunterricht zu behandeln.
Das Ziel ist es, auf Basis philosophischer Theorien zu klären, ob moralisches Handeln eine Voraussetzung für ein glückliches Leben darstellt oder diesem im Weg stehen kann.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse bestehender philosophischer und psychologischer Theorien, um diese zu vergleichen und darauf aufbauend eine eigene Theorie zur Wechselwirkung von Glück und Moral zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Glück, die Klärung des Moralbegriffs sowie eine tiefgehende Analyse der Philosophiegeschichte bezüglich der Vereinbarkeit von Glückseligkeit und tugendhaftem Verhalten.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Glück der Fülle, Moralität, kategorischer Imperativ, hedonistisches Streben und didaktische Unterrichtskonzeption.
Diese Unterscheidung ist fundamental, da „Glück haben“ von äußeren Umständen abhängt, während das für die Arbeit zentrale „glücklich sein“ als innere Haltung und Lebenszufriedenheit verstanden wird, die beeinflussbar ist.
Da die Themen Glück und Moral zentrale Bestandteile des Ethikunterrichts sind und für die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler unmittelbare Relevanz besitzen, bietet die Autorin praktische Methoden wie Gedankenexperimente an.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

