Bachelorarbeit, 2018
47 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Handlung in „Cairo 678“
2.1 Die drei Hauptfiguren und ihre Rollen als Frau in der Gesellschaft
2.2 Fayza
2.3 Seba
2.4 Nelly
3. Anfängliches Verhalten der Protagonisten gegenüber sexueller Belästigung
3.1 Fayza: Scham und Schuld
3.2 Seba: Bewusstsein und Selbstbewusstsein
3.3 Nelly: Tradition und Auflehnung
3.4 Essam: Toleranz und Ignoranz
4. Veränderung im Laufe der Handlung im Umgang mit sexueller Belästigung
4.1 Fayza: Gewalt ist eine Lösung
4.2 Seba: Das Trauma überwiegt
4.3 Nelly: Bleib dir selbst treu
4.4 Essam: Das Schicksal ändert alles
5. Gründe für die sexuelle Belästigung von Frauen im Film
5.1 Lösungsansatz: Gemeinsam sind wir stark?
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht am Beispiel des Films „Cairo 678“ von Mohamed Diab den Zusammenhang zwischen sozialen Schichten und dem Umgang mit sexueller Belästigung von Frauen in Kairo, um zu verdeutlichen, dass das Problem in allen gesellschaftlichen Ebenen präsent ist, jedoch unterschiedlich bewältigt wird.
Fayza: Scham und Schuld
Fayza verkörpert, wie bereits ausführlich erwähnt, die traditionelle, von den gesellschaftlichen Normen Kairos bestimmte Ehefrau. Sie untersteht nicht nur in ihrer privaten Umgebung dem männlichen Geschlecht, sondern auch in der Öffentlichkeit, in der sie immer wieder gezeigt bekommt, dass sie nur wenig zu sagen hat. Zu sehen ist dies auch in den zahlreichen Auseinandersetzungen mit ihrem Ehemann Adel, der sie für verflucht erklärt, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte. Er wird schnell aufbrausend und drückt auch körperlich seine Überlegenheit mit Gesten aus, die sie einschüchtern.
Mit dem Problem, das ihr alltäglich auf dem Weg in die Arbeit begegnet, steht sie alleine da und ihrem Mann kann sie es nicht anvertrauen. Es macht den Anschein, als wäre sie sich nicht einmal bewusst, dass das Begrabschen oder Anstarren ein falsches Verhalten der Männer ist. Stattdessen sucht Fayza zuerst die Schuld bei sich und versucht durch ihre Kleidung so wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In einer Szene des Films steht sie vor ihrem Spiegel und wechselt immer wieder ihre Blusen. Letztendlich zieht sie sich gleich drei Oberteile an, um all ihre möglichen Reize als Frau zu verstecken.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der sexuellen Belästigung in Kairo, verortet im Kontext der #MeToo-Bewegung und der Situation Ägyptens nach 2011.
2. Handlung in „Cairo 678“: Detaillierte Vorstellung der drei weiblichen Hauptfiguren Fayza, Seba und Nelly sowie ihrer jeweiligen Rollen und Hintergründe.
3. Anfängliches Verhalten der Protagonisten gegenüber sexueller Belästigung: Analyse der ursprünglichen Reaktionen der Charaktere auf Übergriffe, geprägt von Scham, Angst und dem Mangel an staatlicher oder familiärer Unterstützung.
4. Veränderung im Laufe der Handlung im Umgang mit sexueller Belästigung: Darstellung des Wandels der Protagonistinnen hin zu einer aktiveren Gegenwehr sowie die psychologische Entwicklung des Kommissars Essam.
5. Gründe für die sexuelle Belästigung von Frauen im Film: Untersuchung sozioökonomischer Faktoren wie Arbeitslosigkeit und patriarchale Strukturen als Ursachen für Gewalt gegen Frauen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Filmthese und der Bedeutung kollektiver Solidarität für den Umgang mit sexueller Belästigung in Ägypten.
Kairo, sexuelle Belästigung, Cairo 678, Mohamed Diab, soziale Schichten, Frauenrechte, Patriarchat, Empowerment, Selbstverteidigung, Polizeigewalt, gesellschaftliche Normen, Geschlechtertrennung, Empowerment, Trauma, Scham.
Die Arbeit untersucht den Film „Cairo 678“ als Spiegelbild der Problematik der sexuellen Belästigung in Kairo und wie der soziale Hintergrund der betroffenen Frauen ihren Umgang damit beeinflusst.
Zentrale Themen sind die sozialen Schichtungen Kairos, die Rolle der Frau zwischen Tradition und Emanzipation, die Rolle der Polizei und die psychologische Verarbeitung von Traumata.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und der Reaktion auf sexuelle Belästigung aufzuzeigen und zu analysieren, wie der Regisseur verschiedene Lösungsansätze im Film darstellt.
Die Autorin verwendet eine filmwissenschaftliche Analyse kombiniert mit einem Vergleich der Handlungsstränge und einer Einordnung in soziologische Forschungsberichte zum Thema in Ägypten.
Im Hauptteil werden das anfängliche Verhalten der Protagonistinnen, ihre Wandlung hin zum aktiven Widerstand sowie die Rolle der Männer und das Scheitern öffentlicher Institutionen detailliert analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Soziale Schichten, Sexuelle Belästigung, Empowerment, Kairo-Kontext und Patriarchale Strukturen charakterisiert.
Fayza vertritt die traditionelle, ärmere Schicht, die Scham empfindet und sich anfangs unterordnet, während Seba die moderne Oberschicht verkörpert und mit Selbstbewusstsein öffentlich auftritt.
Essam fungiert anfangs als Ignorant und Vertreter eines machohaften Systems; sein radikaler Wandel nach einem Schicksalsschlag symbolisiert eine Hoffnung auf gesellschaftliches Umdenken.
Das Bündnis dient als kollektive notwendige Gegenbewegung zum Schweigen und zu den gesellschaftlichen Barrieren, wobei die Zusammenarbeit erst durch ihre gegenseitigen Erfahrungen ermöglicht wird.
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