Bachelorarbeit, 2023
78 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodische Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen von ETFs
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Entwicklung
2.3 Funktionsweise
3. ETF-Portfoliomanagement
3.1 Grundlagen des Portfoliomanagements
3.2 Moderne Portfoliotheorie nach Markowitz
3.3 Capital Asset Pricing Model nach Sharpe
3.4 Anlagestrategien für ETF-Portfolios
4. Performance-Kennzahlen
4.1 Renditen
4.2 Maximum Drawdown
4.3 Sharpe Ratio
4.4 Treynor Ratio
4.5 Information Ratio
5. Robo Advisory als Portfoliomanagement
5.1 Begriffsbestimmung
5.2 Entwicklung
5.3 Robo Advisor als ETF-Portfoliomanagement
6. Methodik der empirischen Untersuchung
6.1 Zielsetzung
6.2 Beschreibung des Forschungsdesigns
6.3 Datenerhebung
6.4 Datenmessung
7. Performance-Kennzahlen-Analyse
7.1 Portfolio-Struktur und Asset Allocation
7.2 Eindimensionale Performance-Kennzahlen
7.3 Zweidimensionale Performance-Kennzahlen
8. Diskussion
8.1 Interpretation
8.2 Beschränkungen der Forschung
8.3 Weiterführende Forschung
9. Fazit
9.1 Zusammenfassung
9.2 Handlungsempfehlungen
9.3 Kritische Würdigung und Ausblick
Diese Bachelorthesis untersucht, ob algorithmengesteuerte Robo-Advisor-ETF-Portfolios Privatanlegern einen signifikanten Mehrwert in Bezug auf Rendite und Risikomanagement im Vergleich zu klassischen, selbstverwalteten ETF-Portfolios bieten. Hierbei werden auf Basis historischer Daten über ein, drei und fünf Jahre Leistungs- und Risikokennzahlen sowie die Kostenstrukturen analysiert.
1. Einleitung
„By periodically investing in an index fund, for example, the know-nothing investor can actually out-perform most investment professionals. Paradoxically, when "dumb" money acknowledges its limitations, it ceases to be dumb.”
Dieses Zitat des Berkshire Hathaway CEOs Warren Buffet aus dem Jahr 1993, nur wenige Jahre nach der Geburtsstunde der heutigen Exchange Traded Funds (ETF), deutet bereits früh daraufhin, dass auch nicht professionelle (Privat)Anleger mit einer passiven Anlagestrategie Renditen erwirtschaften können, die höher liegen als die vieler professionellen Anleger.
Vor dreißig Jahren sah nicht nur die Finanzwelt bedeutend anders aus, sondern auch die Digitalisierung steckte noch in den Kinderschuhen. Von der Entwicklung neuer, benutzerfreundlicher Betriebssysteme für private Computer wie Windows 95 über die Verbreitung des Internets in den späten 90ern und Anfang der 2000er bis hin zur Veröffentlichung des Chatbots ChatGPT im November 2022 hat die Bedeutung technischer Entwicklungen im Leben vieler Menschen bewusst und unbewusst stetig zugenommen.
Die Finanzbranche bietet aufgrund ihrer enormen Datenmengen (Big Data) besonders gute Voraussetzungen für den Einsatz automatisierter Algorithmen und wirft die Frage auf, wie die Digitalisierung und die ETF-Vermögensverwaltung sinnvoll miteinander verbunden werden können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von passiven Investments sowie der Digitalisierung im Finanzsektor ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen von ETFs: In diesem Kapitel werden grundlegende Mechanismen von ETFs, deren Entwicklung sowie die Funktionsweise durch den Creation- und Redemption-Prozess erläutert.
3. ETF-Portfoliomanagement: Hier werden zentrale Anlagetheorien wie das Modell von Markowitz und das Capital Asset Pricing Model sowie Strategien zur Asset Allocation dargelegt.
4. Performance-Kennzahlen: Dieses Kapitel stellt die für die Analyse relevanten ein- und zweidimensionalen Kennzahlen wie Rendite, Maximum Drawdown sowie Sharpe, Treynor und Information Ratio vor.
5. Robo Advisory als Portfoliomanagement: Die Definition und Entwicklung von Robo Advisorn als digitale Vermögensverwalter sowie deren Rolle bei der ETF-Portfoliosteuerung werden hier beschrieben.
6. Methodik der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, die Auswahlkriterien für die untersuchten Portfolios und das Vorgehen zur Datenmessung.
7. Performance-Kennzahlen-Analyse: Hier werden die Ergebnisse der empirischen Studie präsentiert, inklusive eines Vergleichs von Struktur, Rendite und Risikokennzahlen der untersuchten Portfolios.
8. Diskussion: Die Ergebnisse aus der Untersuchung werden hier interpretiert, kritisch gewürdigt, Einschränkungen der Methodik aufgezeigt und Ausblicke für weitere Forschung gegeben.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, gibt Handlungsempfehlungen für Anleger und Anbieter und reflektiert die zukünftige Bedeutung automatisierter Vermögensverwaltung.
Robo Advisor, ETF, Portfoliomanagement, Rendite, Risikomanagement, Asset Allocation, Performance-Kennzahlen, passive Anlagestrategie, Finanzalgorithmen, Sharpe Ratio, Maximum Drawdown, Digitalisierung, Fintech, Anlagestrategie, Portfolio-Optimierung.
Die Arbeit analysiert die Performance von algorithmengesteuerten Robo-Advisor-Portfolios im direkten Vergleich mit klassischen, selbstverwalteten ETF-Portfolios für Privatanleger.
Die zentralen Themen sind ETF-basiertes Portfoliomanagement, die Funktionsweise von Robo Advisorn, moderne Anlagetheorien sowie der Einsatz von Performance-Kennzahlen zur Investitionsanalyse.
Es wird untersucht, ob Robo-Advisor-Portfolios gegenüber klassischen Portfolios einen signifikanten Vorteil bei Rendite und Risikomanagement erzielen können.
Es wird eine empirische, quantitative Analyse durchgeführt, die historische Daten von Robo-Advisor-Portfolios strukturiert mit klassischen ETF-Portfolios anhand definierter Kennzahlen vergleicht.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements, die Funktionsweise von Robo Advisorn, die Methodik der Untersuchung sowie die detaillierte Kennzahlen-Analyse.
Wichtige Begriffe sind Robo Advisor, passive Anlagestrategie, Performance-Kennzahlen, Asset Allocation, Rendite und Risikomanagement.
Die Untersuchung zeigt, dass die Gesamtkosten bei Robo Advisorn im Durchschnitt deutlich höher sind als bei klassischen, selbst verwalteten ETF-Portfolios, insbesondere aufgrund zusätzlicher Dienstleistungsgebühren.
Über kurzfristige Zeiträume zeigen Robo Advisor teilweise Vorteile, langfristig (betrachtet auf 5 Jahre) liefern klassische Portfolios jedoch stabilere Renditen, nach Abzug der Kosten.
Privatanleger sollten ihre Kostenstruktur kritisch prüfen; für risikoaverse Anleger kann eine Investition in teure Robo-Advisor-Strategien aufgrund der oft geringen Renditen hinter anderen Anlageformen (wie etwa Tagesgeld) zurückstehen.
Die Arbeit identifiziert die Zinswende und die Entwicklung des Anleihenmarktes als wesentliche Faktoren, die die geringe Rendite-Performance in den letzten Jahren negativ beeinflusst haben.
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