Diplomarbeit, 2009
78 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen Public Private Partnership
2.1 Notwendigkeit von Public Private Partnership
2.2 Begriffliche Definition und Abgrenzung
2.2.1 Begriffliche Definition
2.2.2 Abgrenzung
2.3 Das Organisationsgerüst von PPP-Modellen
2.4 Modellvarianten von PPP-Verträgen
2.5 Der Ursprung von PPP
2.5.1 Die Anfänge in den USA und in Großbritannien
2.5.2 Die Entwicklung in Deutschland
2.6 Ziele und Motive öffentlicher und privater Partner
2.6.1 Ziele der öffentlichen Hand
2.6.2 Ziele der privaten Partner
3. Ökonomische Implikationen von PPP
3.1 Wettbewerb und PPP
3.1.1 Ausschreibungswettbewerb
3.1.2 Wettbewerb nach Vertragsschluss
3.2 Sicherstellung öffentlicher Leistungen
3.2.1 Kurzfristige Betrachtung
3.2.2 Langfristige Betrachtung
3.3 Kostenoptimierung durch Lebenszyklusansatz
3.3.1 Produktions- und Bereitstellungskosten
3.3.2 Finanzierungskosten
3.4 Williamson Trade-off und PPP
3.5 Innovationspotenzial einer PPP
3.6 Haushaltsentlastung durch PPP
4. Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von PPP-Projekten
4.1 Phasen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
4.2 Problemfelder der Analyse
4.2.1 Motive der beteiligten Parteien
4.2.2 Methodische Problemfelder
4.2.3 Risikoanalyse
4.2.4 Erweiterung der Datenbasis
5. Wirkungen einer PPP auf Kooperationsebene
5.1 PPP als unvollständiger Vertrag
5.2 Prinzipal-Agenten Konflikte innerhalb einer PPP
5.2.1 Übertragung auf PPP
5.2.2 Adverse Selektion im Rahmen einer PPP
5.2.3 Problem der partnerspezifischen Investitionen
5.2.4 Ausnutzungspotential während der Vertragslaufzeit
5.3 Transaktionskosten und PPP
5.3.1 Übertragung auf PPP
5.3.2 Ex ante Transaktionkosten
5.3.3 Ex post Transaktionskosten
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht kritisch die Möglichkeiten und Grenzen von Public Private Partnerships (PPP) zur Effizienzsteigerung bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse ökonomischer Implikationen, der Wirtschaftlichkeitsbewertung von Projekten sowie der Untersuchung von Kooperationsproblemen zwischen öffentlicher Hand und privaten Partnern anhand ausgewählter Praxisbeispiele.
3.1.1 Ausschreibungswettbewerb
Als einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Ermittlung der kosteneffizientesten und erfolgreichsten PPP-Projekte wird der Wettbewerb auf der Bieterseite innerhalb eines transparenten Vergabeverfahrens angesehen. Durch die Wettbewerbsbedingungen auf der Bieterseite während der Vergabe kommt es zu einer Förderung der Innovationskraft der beteiligten Bieter bezüglich der angebotenen Leistungen. Dabei stellt eine PPP im Rahmen des europäischen Vergaberechts eine ausschreibungspflichtige Maßnahme dar.
Ausgangspunkt für das Vergabeverfahren ist eine exakte und präzise Beschreibung der zu vergebenden Leistung mit Hilfe eines Leistungsverzeichnisses nach Losen. Durch dieses Vorgehen werden die Grundsätze des Vergaberechts erfüllt. Diese sind Wettbewerb, Transparenz und Gleichbehandlung der Bieter. Jedoch kommt es an dieser Stelle zu einem Spannungsfeld zwischen Vergaberecht und dem Grundgedanken einer PPP. Die inputorientierte Auftragsbeschreibung mit Hilfe eines exakten Leistungsverzeichnisses ist für PPP-Vorhaben in der Regel nicht realisierbar. Beim herkömmlichen Vergabeverfahren geben die Bieter lediglich ein Gebot ab. Dies ist bei einer PPP-Vergabe bedingt durch die offene und funktionale Leistungsbeschreibung nicht ausreichend. Der Bieter wird aktiv an der Problemlösung beteiligt, da der Auftraggeber ein spezielles Interesse an möglichen Lösungsalternativen hat. Außerdem widerspricht die herkömmliche Vergabe in Losen dem Lebenszyklusansatz einer PPP.
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung durch wachsenden Druck auf öffentliche Haushalte und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen Public Private Partnership: Einführung in PPP-Modelle, deren Ursprung sowie eine detaillierte Begriffsdefinition und Abgrenzung zu anderen Organisationsformen.
3. Ökonomische Implikationen von PPP: Analyse der Effizienzwirkungen von PPP unter Einbeziehung von Wettbewerb, allokativer Sicherstellung und Kostenoptimierung.
4. Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von PPP-Projekten: Erläuterung der zentralen Verfahren zur Bewertung der Vorteilhaftigkeit von PPP-Projekten sowie kritische Betrachtung der Problemfelder bei der Analyse.
5. Wirkungen einer PPP auf Kooperationsebene: Untersuchung der Problematik unvollständiger Verträge, Prinzipal-Agenten-Konflikte und der Auswirkungen von Transaktionskosten.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Ableitung von Ansatzpunkten zur Bewältigung der identifizierten Problemfelder.
Public Private Partnership, PPP, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, öffentliche Aufgaben, Effizienzsteigerung, Lebenszyklusansatz, Transaktionskosten, Prinzipal-Agenten-Theorie, Risikoverteilung, Infrastruktur, Vergabeverfahren, Haushaltsentlastung, Wettbewerb, Kostenoptimierung, Vertragstheorie
Die Arbeit analysiert kritisch die Möglichkeiten und Grenzen von Public Private Partnerships (PPP) zur Steigerung der Effizienz bei der Realisierung öffentlicher Infrastruktur- und Dienstleistungsprojekte.
Die Schwerpunkte umfassen die theoretischen Grundlagen von PPP, deren ökonomische Implikationen, die zentralen Herausforderungen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sowie die Analyse der Kooperationsdynamik zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft.
Das Ziel ist die Untersuchung der Effizienzwirkungen von PPPs und die Identifikation von Problemfeldern, die zu einer Beeinträchtigung der angestrebten Effizienzvorteile führen können, unter Einbeziehung selbst gewählter Beispiele.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse, ergänzt durch die Untersuchung von Fallbeispielen, unter Anwendung institutionenökonomischer Konzepte wie der Prinzipal-Agenten-Theorie und der Transaktionskostentheorie.
Im Hauptteil werden ökonomische Effekte (Wettbewerb, Allokation, Kosten), die Methodik der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sowie die auftretenden Kooperationsprobleme wie unvollständige Verträge und Informationsasymmetrien im Detail erörtert.
Zentrale Begriffe sind Public Private Partnership (PPP), Wirtschaftlichkeit, Risikotransfer, Transaktionskosten, Lebenszyklusansatz, Prinzipal-Agent-Problematik und Effizienzsteigerung.
Der langfristige Charakter führt laut Autor zu Problemen bei der Prognose zukünftiger Anforderungen, was Verträge unvollständig macht und hohe Transaktionskosten durch notwendige Nachverhandlungen verursacht.
Der Lebenszyklusansatz ist ein zentrales Instrument zur Kostenoptimierung, da er Planung, Bau, Finanzierung, Betrieb und Verwertung integriert, um Effizienzvorteile über den gesamten Projektzeitraum zu erzielen.
Der Autor warnt vor "Haushaltskosmetik", bei der öffentliche Aufgaben in Schattenhaushalte verlagert werden, was die tatsächliche Staatsverschuldung verschleiert und finanzielle Belastungen auf zukünftige Generationen überträgt.
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