Bachelorarbeit, 2021
101 Seiten, Note: 1,7
1 Hintergrund
1.1 Gesetzliche Regelung
1.2 Notwendige Etablierung von Skills Labs
1.3 Corona Pandemie: Praktisches Pflegeexamen an Puppen
2 Begriffsdefinitionen: Skills Lab und Fertigkeiten
2.1 Aufgaben, Ziele und Aufbau eines Skills Lab
2.2 Skills Lab in der Medizin
3 Lernorte der Pflegeausbildung
3.1 Didaktischer Hintergrund des dritten Lernorts
3.2 Charakteristika eines Skills Lab
3.2.1 Begriffsdefinition: Kompetenz
3.2.2 Begriffsdefinition: (Berufliche) Handlungskompetenz
4 Arten von Simulationstraining
4.1 Verwendung von einfachen Puppen oder Technologien
4.2 High-Fidelity-Simulation
4.3 Simulationstraining mit standardisierten Patient*innen
4.4 Hybride Simulation
5 Methodik eines Skillstrainings
5.1 Phase I: Orientierung und Vorbereitung
5.2 Phase II: Übung
5.3 Phase III: Beherrschung
5.4 Beispiel für einen praktischen Unterricht im Skills Lab
6 Methodik
6.1 Untersuchungs- und Interessengegenstand
6.2 Literaturrecherche
6.2.1 Suchstrategie
6.2.2 Auswahl der Studien
6.3 Bewertung der Qualität der vorliegenden Studien
7 Ergebnisse
7.1 Charakteristika der Studien
7.2 Fachkompetenz
7.3 Sozialkompetenz
7.4 Selbstkompetenz
7.5 Methoden-, Kommunikative- und Lernkompetenz
8 Diskussion
8.1 Inhaltliche Diskussion
8.1.1 Fachkompetenz
8.1.2 Sozialkompetenz
8.1.3 Selbstkompetenz
8.1.4 Methoden-, Kommunikative- und Lernkompetenz
8.2 Methodische Diskussion
8.3 Stärken und Limitation
8.4 Konsequenzen für Deutschland
9 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Wirksamkeit der Skills-Lab-Methode als dritten Lernort in der Pflegeausbildung. Ziel ist es, durch eine strukturierte Literaturanalyse zu klären, welche positiven Effekte und Lernerfolge durch den Einsatz von Simulationstraining in Skills Labs für Auszubildende der Pflege erzielt werden können.
1.3 Corona Pandemie: Praktisches Pflegeexamen an Puppen
Die Covid-19-Pandemie hat Deutschland fest im Griff und stellt herausfordernde Situationen dar. Pflegeschulen mussten schließen, der Unterricht wurde in digitaler Form weitergeführt und die Auszubildenden bearbeiteten Aufgaben mittels Selbststudiums (vgl. Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), 2020). Aufgrund der steigenden SARS-CoV-19 Infektionen und der Ausbreitung der Pandemie mit einer Vielzahl Infizierter in Pflegeeinrichtungen bangten im Jahr 2020 viele Auszubildende im Gesundheitsberuf um ihre bevorstehende Examensprüfung (vgl. Millich, 2020). Seit dem stehen angehende Auszubildende im Gesundheitsberuf vor großen Herausforderungen, da sie trotz der vielzähligen Coronainfektionen ihre Examensprüfungen ablegen müssen. Trotz verschiedener Maßnahmen, wie einem negativem Coronatest, dem Tragen einer FFP2-Maske oder anderen, strengen Hygieneauflagen, wie einer Abstandshaltung, können Pflegeeinrichtungen die Examensprüfungen nicht mehr sicherstellen (vgl. Herrmanny, 2021). Die Pflegekammer in Schleswig-Holstein forderte die Landesregierung auf, eine Übergangsregelung für die unerwarteten Bedingungen zu finden, denn die vor der Prüfung stehenden Pflegenden seien für die Patient*innenversorgung in der Corona-Pandemie unverzichtbar. Die Examensprüfung in der Pflege beinhaltet neben einem schriftlichen und einem mündlichen Teil, eine praktische Prüfung, die in einer Pflegeeinrichtung stattfindet. Dabei ist die Anwesenheit von zwei externen Prüfer*innen Voraussetzung, die aber aus Gründen des Infektionsschutzes zu dieser Zeit nicht zulässig ist. Als Alternative wurde in Betracht gezogen, Vornoten aus den bisherigen praktischen Einsätzen zu ermitteln, die mit einer simulierten Prüfung in einem Demonstrationsraum am Lernort Schule ergänzt werden. Zudem hat ein solches simuliertes Setting den Vorteil, dass die Prüfungen so fair und vergleichbar wie möglich ablaufen (vgl. Millich, 2020). Aufgrund der Umstände fand die praktische Examensprüfung an den meisten Pflegeschulen in Deutschland an einer lebensgroßen Simulationspuppe (Dummy) statt (vgl. Hermanny, 2021). So schaffe man es, die Anzahl der Anwesenden auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, sodass der Kontakt zu besonders gefährdeten Bewohnern in stationären Einrichtungen ausblieb (vgl. Hieber, 2020, 40). „Examenssituationen sind immer besonders, aber in Corona-Zeiten noch einmal mehr“ (Hieber, 2020, 41). Hinter der Coronakrise verbirgt sich die „Chance“, Prüfungssituationen an Puppen einzuführen und zu etablieren.
1 Hintergrund: Beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen der generalistischen Pflegeausbildung und zeigt die Notwendigkeit sowie die pandemiebedingte Relevanz des Skills Labs auf.
2 Begriffsdefinitionen: Skills Lab und Fertigkeiten: Klärt die Etymologie und funktionale Bedeutung von Skills Labs als geschützte Lernumgebung in der pflegerischen Ausbildung.
3 Lernorte der Pflegeausbildung: Erläutert das Skills Lab als "dritten Lernort", der Theorie und Praxis verbindet, und definiert zentrale Kompetenzbegriffe.
4 Arten von Simulationstraining: Differenziert zwischen verschiedenen Simulationsformen, von einfachen Modellen bis hin zu High-Fidelity-Systemen und hybriden Ansätzen.
5 Methodik eines Skillstrainings: Beschreibt den strukturierten Lernprozess in den Phasen Orientierung, Übung und Beherrschung anhand eines praktischen Fallbeispiels.
6 Methodik: Legt den systematischen Ablauf der Literaturrecherche, die Ein- und Ausschlusskriterien der Studien sowie die Qualitätsbewertung offen.
7 Ergebnisse: Fasst die aus den Studien gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der verschiedenen Kompetenzbereiche zusammen.
8 Diskussion: Reflektiert kritisch die Ergebnisse, diskutiert methodische Limitationen der untersuchten Studien und erörtert Konsequenzen für die deutsche Pflegeausbildung.
9 Fazit: Resümiert die pädagogischen Vorteile der Skills-Lab-Methode und betont die Notwendigkeit einer bundesweiten Etablierung zur Sicherung der pflegerischen Handlungskompetenz.
Skills Lab, Pflegeausbildung, Simulationstraining, Handlungskompetenz, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Pflegepraxis, Theorie-Praxis-Transfer, High-Fidelity-Simulation, Gesundheitsberufe, Lernort, Evaluation, Lernziel, Auszubildende, Pflegeexamen.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Wirksamkeit von Skills Labs als dritten Lernort in der modernen generalistischen Pflegeausbildung.
Die Schwerpunkte liegen auf dem didaktischen Nutzen von Simulationstrainings, der Kompetenzförderung (Fach-, Sozial-, Selbstkompetenz) und der methodischen Umsetzung in Pflegeschulen.
Die zentrale Frage lautet: Welche Erkenntnisse hinsichtlich positiver Effekte oder Lernerfolge können durch die Einführung der Methode des Skills Lab in der Pflegeausbildung erreicht werden?
Die Autorin führte eine systematische Literaturrecherche durch, bewertete 10 ausgewählte internationale Studien qualitativ und analysierte diese im Kontext der aktuellen deutschen Pflegeausbildung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Didaktik des Skills Labs und eine detaillierte Auswertung der Studienergebnisse im Hinblick auf verschiedene Kompetenzbereiche.
Die Arbeit zeichnet sich durch einen klaren Transferbezug aus, indem sie internationale Studienergebnisse zur Effektivität von Simulation auf die spezifischen Bedürfnisse der deutschen Pflegeausbildung überträgt.
Die Pandemie fungierte als Katalysator, der die Dringlichkeit von Simulationsmöglichkeiten (z.B. Prüfungen an Puppen) unterstrich und die Diskussion um digitale/simulative Lernszenarien beschleunigte.
Simulationstraining fördert nachweislich das kritische Denken, die Entscheidungsfindung sowie die berufliche Sicherheit der Auszubildenden in komplexen Pflegesituationen.
Die Hürden bestehen primär in den hohen Kosten für die technische Ausstattung, dem Bedarf an qualifizierten Skills-Lab-Trainern und der notwendigen strukturellen Integration in die Rahmenlehrpläne.
Dieser Begriff beschreibt das Skills Lab als Ergänzung zu den Lernorten Pflegeschule (theoretischer Unterbau) und Praxis (stationärer Einsatz), um die Lücke zwischen Wissen und Handeln zu schließen.
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