Bachelorarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Probleme auf Werbe- und Rezipientenmärkten
2.1 TV-Finanzierung in Deutschland
2.1.1 Klassische Wertschöpfung im TV
2.1.2 Finanzierung des Fernsehens heute
2.1.3 Konsequenzen aus der Wirtschaftskrise
2.2 Mediennutzung in Deutschland
2.2.1 Entwicklung der Mediennutzung in Deutschland
2.2.2 Aktuelle Medientrends in den USA
2.2.3 Early Adopters: Medienkonsum junger Zuschauer
2.2.4 Der Zapping-Faktor bei jungen Zuschauern
2.3 Das Beispiel Gossip Girl
2.3.1 Charakter von Teenie-Serien
2.3.2 ProSieben als Sender für Teenie-Serien
2.4 Zwischenfazit
3 Finanzierungspotentiale am Beispiel der Teenie-Serie Gossip Girl
3.1 Entwicklung in den USA
3.1.1 Fernsehperformance in den USA
3.1.2 Internetperformance in den USA
3.1.3 Konsequenzen aus der Web-Entwicklung
3.2 Weitere Finanzierungsansätze
3.2.1 Product Placement
3.2.2 E-Commerce-Plattform
3.2.3 Produktdiversifikation: Mobile
3.3 Voraussetzungen für eine multimediale Strategie
3.4 Umsetzung in Deutschland
3.4.1 Fernsehperformance in Deutschland
3.4.2 Internetangebot in Deutschland
3.4.3 Product Placement in Deutschland
4 Mediennutzungsverhalten bei Gossip Girl: eine explorative Analyse
4.1 Ziele der Exploration
4.2 Methodische Vorgehensweise
4.2.1 Stichprobenhafte Einschätzung von Bekanntheit und Relevanz des Themas
4.2.2 Quantitative vs. Qualitative Forschungsansätze
4.2.3 Bestimmung von Grundgesamtheit und Auswahlbasis
4.2.4 Festlegung des Stichprobenumfangs
4.2.5 Entscheidungen über Auswahlprinzip, -verfahren und -technik
4.3 Analyse und Bewertung
4.3.1 Demografische Fragen
4.3.2 Fernseh- und Internetnutzung
4.3.3 Hauptmotive für die Rezeption von Fernsehserien über das Internet
4.3.4 Zapping-Verhalten junger Zuschauer
4.3.5 Product Placement und Werbung in Fernsehserien und speziell Gossip Girl
4.3.6 Informationsquellen von Gossip Girl Fans
4.3.7 Zahlungsbereitschaft von Gossip Girl-Fans
4.4 Typisierung der Mediennutzer
4.4.1 Jugendliche Mädchen diskutieren und rezipieren Serien im Internet
4.4.2 Junge Frauen vermeiden Werbung und akzeptieren Product Placement
5 Fazit aus der Erhebung
5.1 Handlungsempfehlungen
5.2 Umsetzbarkeit für andere Serienformate
5.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht die sich wandelnden Finanzierungsmodelle privater TV-Sender im Kontext veränderter Mediennutzungsgewohnheiten junger Zielgruppen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie durch medienübergreifende Strategien, exemplarisch demonstriert an der US-Serie Gossip Girl, trotz fragmentierter Zuschauermärkte und zunehmender Internetnutzung eine wirtschaftliche Refinanzierung von TV-Formaten gesichert werden kann.
2.1.1 Klassische Wertschöpfung im TV
Seit der Ausstrahlung der ersten Fernsehsendung in der ARD haben sich verschiedene Formen der Rundfunkfinanzierung entwickelt. Heinrich nennt vier Arten der Finanzierung von TV-Formaten: Zwangsentgelte wie Steuern, Gebühren oder Beiträge; Rezipientenentgelte; Werbeeinnahmen sowie sonstige Einnahmen.
Zwangsentgelte in Form von Rundfunkgebühren fallen für die Nutzung öffentlich-rechtlicher Rundfunks an, während sich private Fernsehsender überwiegend und öffentlich-rechtliche Stationen komplementär über Werbeeinnahmen finanzieren. Hierbei besteht keine direkte Verkaufsbeziehung zwischen TV-Sender und Rezipienten. Vielmehr ‚bezahlt‘ der Rezipient den Sender mit der Aufmerksamkeit für das Programm. Über dies nimmt er neben dem eigentlichen Programm auch Werbemitteilungen auf. Die Gegenleistung des Rezipienten für ein frei empfangbares TV-Programm besteht in einer vermuteten Erhöhung der Konsumneigung durch Rezeption Programm trennende Werbebotschaften. Abbildung 1 zeigt den Dreieckstausch der Werbefinanzierung, d.h. die Beziehungen zwischen den drei Akteuren des werbefinanzierten Fernsehens.
Rezipientenentgelte fallen explizit für die Nutzung eines Senders (Pay-Per-Channel) oder einer Sendung (Pay-Per-View) an. Diese Formen der Finanzierung sind in Deutschland jedoch wenig verbreitet, da Rezipienten hierzulande – anders als in Ländern wie den USA oder Großbritannien – an ein kostenloses TV-Angebot gewöhnt sind.
Zu den sonstigen Einnahmen zählt Heinrich Preise für Empfangsgeräte, Vereinsbeiträge sowie Spenden für Stiftungen. Diese spielen in Deutschland allerdings keine wichtige Rolle.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Finanzierung von TV-Formaten ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit am Beispiel der Serie Gossip Girl.
2 Probleme auf Werbe- und Rezipientenmärkten: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der TV-Finanzierung, die Mediennutzung in Deutschland sowie das Beispiel Gossip Girl und die Senderstrategien von ProSieben analysiert.
3 Finanzierungspotentiale am Beispiel der Teenie-Serie Gossip Girl: Hier werden die Performance der Serie in den USA, neue Finanzierungsansätze wie Product Placement sowie die Voraussetzungen für eine multimediale Strategie in Deutschland untersucht.
4 Mediennutzungsverhalten bei Gossip Girl: eine explorative Analyse: Dieses Kapitel widmet sich der primärforschenden Exploration, inklusive der methodischen Vorgehensweise, der Analyse des Rezeptionsverhaltens und der Typisierung junger Mediennutzer.
5 Fazit aus der Erhebung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Sender und bewertet die Umsetzbarkeit des Modells auf andere Formate im Ausblick.
TV-Finanzierung, Mediennutzung, Gossip Girl, Product Placement, Internet, junge Zielgruppen, Werbemarkt, Medienkonvergenz, Zuschauerverhalten, Zapping, Erlösmodelle, ProSieben, Fernsehwerbung, Online-Rezeption, Explorative Analyse
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, TV-Formate im privaten Fernsehen angesichts veränderter Mediennutzungsgewohnheiten junger Zielgruppen ökonomisch erfolgreich zu finanzieren.
Im Mittelpunkt stehen die klassische und moderne TV-Finanzierung, der Einfluss des Internets auf den Medienkonsum, die Rolle von Product Placement sowie die spezifische Analyse der US-Serie Gossip Girl im deutschen Markt.
Das Ziel ist es, auf Basis einer explorativen Analyse des Zuschauerverhaltens Handlungsempfehlungen für Sender abzuleiten, wie innovative, medienübergreifende Finanzierungsansätze effektiv in die Programmstrategie integriert werden können.
Die Arbeit kombiniert eine Literatur- und Sekundärdatenanalyse mit einer qualitativen Primärforschung (Online-Befragung von Fans der Serie) zur Exploration des Mediennutzungsverhaltens.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Problem- und Marktanalyse (Kapitel 2), die Untersuchung konkreter Finanzierungspotenziale am Beispiel von Gossip Girl (Kapitel 3) sowie eine eigene explorative Erhebung unter jungen Zuschauern (Kapitel 4).
Die wichtigsten Schlagworte sind TV-Finanzierung, Product Placement, Mediennutzung, Internet-Konvergenz, junge Zielgruppen, Zuschauerverhalten und Erlösmodelle.
Die Untersuchung zeigt, dass Frauen deutlich mehr Zeit mit Online-Rezeption verbringen, während männliche Mediennutzer technisch affiner sind und eine andere Nutzungsintensität und -art an den Tag legen, was sich in unterschiedlichen Nutzertypen widerspiegelt.
ProSieben positioniert sich als Sender für junge Zielgruppen und nutzt Gossip Girl als spezifischen US-Serienimport, um diese werberelevante Zielgruppe an sich zu binden.
Das Interesse besteht darin, wie durch Product Placement Werbeunterbrechungen minimiert oder qualitativ aufgewertet werden können, wobei die Akzeptanz bei den Zuschauern stark von der Relevanz des Umfelds abhängt.
Die Erhebung ergab eine insgesamt eher geringe Zahlungsbereitschaft, da viele Zuschauer davon ausgehen, dass Inhalte im Free-TV oder illegal online kostenlos verfügbar sein sollten; eine Zahlungsbereitschaft findet sich eher bei sehr spezifischen, exklusiven Vorab-Angeboten.
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