Bachelorarbeit, 2022
91 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Motivation
2 Grundlagen
2.1 Definitionen der Nachhaltigkeit
2.2 Ausgewählte Initiativen zur Nachhaltigkeit und zum Nachhaltigkeitsberichtswesen
2.3 Regulatorische Vorgaben zum Nachhaltigkeitsberichtswesen in Deutschland
2.3.1 Entwicklung des allgemeinen Berichtswesens
2.3.2 Bilanzrechtsreformgesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2003/51/EG
2.3.3 CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/95/EU
2.4 Stand der Forschung
2.4.1 Bedeutung von Qualität
2.4.2 Vorgehen zur Erfassung von Qualität
2.4.3 Entwicklung des Qualitätsniveaus und beeinflussende Faktoren
3 Aufbau der Untersuchung
3.1 Gegenstand der Untersuchung
3.2 Methodik
4 Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Berichtsformate
4.2 Gesamtentwicklung der Qualität
4.3 Qualitätsgruppierungen
4.3.1 Umwelt-, Arbeitnehmer- und Gesellschaftsbelange
4.3.2 Nützlichkeits-, Glaubwürdigkeits- und Kommunikationsaspekte
4.4 Weitere unternehmensspezifische Feststellungen
5 Einordnung der Untersuchungsergebnisse
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die qualitative Entwicklung von Nachhaltigkeitsberichten von sieben großen deutschen Chemieunternehmen, die im DAX oder MDAX gelistet sind, im Zeitraum von 2015 bis 2020. Ziel ist es, die Entwicklung der Berichtsqualität zu analysieren und zu prüfen, ob regulatorische Maßnahmen wie die gesetzliche Berichtspflicht ab 2017 einen Einfluss auf diese Entwicklung hatten, wobei eine spezifische Methodik zur Inhaltsanalyse angewendet wird.
2.4.1 Bedeutung von Qualität
Eine Vielzahl von Wissenschaftlern hat sich mit der Qualität von Nachhaltigkeitsberichten beschäftigt. Konsens besteht dabei hinsichtlich des Zwecks und der Notwendigkeit einer hohen Berichtsqualität. Qualitativ hochwertige Berichte ermöglichen die glaubhafte Kommunikation nützlicher Informationen, sodass Stakeholder die finanzielle und nichtfinanzielle Situation sowie Auswirkungen auf und durch das Unternehmen beurteilen können (Fifka, 2017, S. 6; Haller, van Staden, & Landis, 2018, S. 765-766). Dieses Verständnis deckt sich mit Helfaya, Whittington und Alawattage (2018, S. 164-165), welche die Berichtsqualität als Synthese der drei Elemente Inhalt, Glaubwürdigkeit und Kommunikation betrachten. Derartig gestaltete Berichte helfen, die Transparenz zu steigern und damit Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen und Stakeholdern zu reduzieren (Guidry & Patten, 2012, S. 81-82). Gleichzeitig helfen sie dem Unternehmen bei der Erlangung von Legitimität. Dies wird häufig als Begründung für das freiwillige Berichten von Unternehmen über Nachhaltigkeitsaspekte angeführt (Fifka & Reiser, 2015, S. 131; Haller, van Staden, & Landis, 2018, S. 766). Legitimität ist der Status, den ein Unternehmen erlangt, wenn dessen Werte mit dem Wertesystem der Gesellschaft übereinstimmen. Das bedeutet, dass über gesetzliche Vorschriften hinaus die gesellschaftlich akzeptierten Normen geachtet werden (Dowling & Pfeffer, 1975, S. 122). Eine von Blackrock (2020, S. 25) in Auftrag gegebene Studie mit 425 Teilnehmern weltweit zeigt am Beispiel der Stakeholdergruppe der Investoren die Relevanz qualitativ hochwertiger Berichte. Demnach zählen unzureichende Qualität und Verfügbarkeit von Nachhaltigkeitsdaten und -berichten zu den größten bestehenden Herausforderungen für nachhaltigkeitsbezogene Investmententscheidungen europäischer Investoren.
1 Einleitung und Motivation: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz von Umwelt- und Klimaschutzthemen in der heutigen Gesellschaft und verdeutlicht die Notwendigkeit einer qualitativ hochwertigen Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen.
2 Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe definiert sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen und der aktuelle Forschungsstand zur Qualität von Nachhaltigkeitsberichten dargelegt.
3 Aufbau der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Auswahl der untersuchten Chemieunternehmen und den angewendeten Kriterienkatalog zur Bewertung der Berichtsqualität.
4 Ergebnisse der Untersuchung: Die Ergebnisse werden hier umfassend dargestellt, wobei Berichtsformate, Qualitätsentwicklungen und unternehmensspezifische Befunde im Mittelpunkt stehen.
5 Einordnung der Untersuchungsergebnisse: Die erhobenen Daten werden in den bestehenden Forschungsstand eingeordnet, um die Einflüsse von Regulierung, Stakeholderdruck und anderen Faktoren kritisch zu hinterfragen.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Limitierungen der Untersuchung und zeigt Potenziale für künftige Forschungsarbeiten auf.
Nachhaltigkeitsberichtswesen, Qualitätsbewertung, nichtfinanzielle Informationen, Berichtspflicht, GRI-Standards, Chemische Industrie, Stakeholder-Transparenz, CSR, Unternehmensberichterstattung, Nachhaltigkeitsleistung, ESG-Kriterien, Unternehmensreputation, Regulierungsanalyse, Offenlegung, Geschäftsberichte.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der inhaltlichen und formalen Qualität von Nachhaltigkeitsberichten bei großen, börsennotierten Chemieunternehmen in Deutschland im Zeitraum 2015 bis 2020.
Im Mittelpunkt steht die Berichtsqualität, unterteilt in die Dimensionen Inhalt, Glaubwürdigkeit und Kommunikation, sowie der Einfluss von Faktoren wie freiwilligen Rahmenwerken und gesetzlichen Berichtspflichten.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich die Qualität der Berichterstattung im Zeitverlauf verändert hat und ob die Einführung gesetzlicher Berichtspflichten ab 2017 einen messbaren Effekt auf die Qualität der offengelegten Informationen hatte.
Die Arbeit nutzt die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse, bei der die Berichte anhand eines spezifischen, aus der Literatur abgeleiteten Kriterienkatalogs quantitativ bewertet und auf einer Skala eingestuft werden.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, der methodischen Vorgehensweise, der detaillierten Analyse der Ergebnisse basierend auf den definierten Qualitätskriterien und der anschließenden Interpretation dieser Daten.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Nachhaltigkeitsberichtswesen, Berichtspflicht, Qualität von Nachhaltigkeitsberichten, GRI-Rahmenwerk und nichtfinanzielle Informationen einordnen.
Die Untersuchung kommt zum Ergebnis, dass für das Jahr 2017 keine signifikante positive Auswirkung der neu eingeführten gesetzlichen Berichtspflicht auf die allgemeine Qualität der Berichterstattung feststellbar war.
Die Studie zeigt eine generelle, kontinuierliche Qualitätssteigerung über alle Unternehmen hinweg, wobei sich jedoch individuelle Unterschiede zeigen und beispielsweise bei der FUCHS PETROLUB SE ein deutlich niedrigeres Ausgangsniveau im Vergleich zu den anderen Unternehmen beobachtet werden konnte.
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