Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Migration/ Migrant*in/ Migrationshintergrund
2.1.1 Kritische Betrachtung des Begriffs Migrationshintergrund
2.2 Integration
2.3 Soziologische Integrationstheorien
2.3.1 Neo-Assimilationismus
2.3.2 Transnationalismus
3 Forschungsmethodik
3.1 Dokumentenanalyse
3.2 Methodenkritik
4 Integrationstheorie nach Hartmut Esser
4.1 Systemintegration
4.2 Sozialintegration
4.3 Assimilation als Spezialfall der Sozialintegration
4.4 Kritik an Essers Integrationstheorie
5 Diskriminierung
5.1 Formen der Diskriminierung
5.2 Diskriminierung als Integrationsbarriere im Sport
6 Integrationsmotor Sportverein?
6.1 Systemtheoretische Perspektive von Sportvereinen
6.1.1 Sport als gesellschaftliches Funktionssystem
6.1.2 Der Sportverein als Organisation
7 Diskussion der Ergebnisse
8 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht differenziert die Potenziale von Sportvereinen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei wird die Forschungsfrage beantwortet, welche Rolle Sportvereine in diesem Integrationsprozess spielen können, wobei insbesondere die theoretische Perspektive nach Luhmann sowie die Diskriminierungsthematik beleuchtet werden.
6.1.1 Sport als gesellschaftliches Funktionssystem
In diesem Kapitel sollen Integrationsprozesse in Sportvereinen unter der Perspektive der Systemtheorie untersucht werden. Vor dieser Analyse muss aber zunächst geklärt werden, ob der Sport ein gesellschaftliches Subsystem darstellt, denn nur dann kann eine Analyse folgen. In seiner Arbeit „Sport - Ausdifferenzierung, Funktion, Code“ stellt sich Stichweh (1990) genau diese Frage.
Zur Klärung der Frage nach der Einheit des Sports betont Stichweh (1990, S. 378) drei Punkte. Als erstes führt Stichweh den Körperbezug des Sports an. Jede sportliche Übung ist immer eine Handlung des Körpers, die allerdings keine Bewegung des Körpers sein muss. So geht es in einigen Sportarten auch um das Halten von Gleichgewichtszuständen, was mehr als eine Handlung als eine Bewegung interpretiert wird. Als zweites sagt Stichweh, dass jede Handlung des Sports eine Leistung ist, nach der man auf die Leistungsfähigkeit des an ihr beteiligten Körpers schließen kann, sofern sie sich im Kontext des Sports vollzieht. An dritter Stelle steht, dass die Leistungen des Systems Sport keine Leistungen mehr darstellen, wenn man den Leistungsbegriff im systemtheoretischen Sinn versteht. Stattdessen sind die Leistungen im Sport als Kommunikation zu verstehen, deren Funktion es ist über die Differenz der Leistung zu informieren, des Weiteren provoziert und motiviert sie Anschlusshandeln (Stichweh, 1990, S. 379).
Stichweh (1990, S. 379) beschreibt den Sport aufgrund seiner systemischen Geschlossenheit als „jenes Funktionssystem, das aus allen Handlungen besteht, deren Sinn die Kommunikation körperlicher Leistungsfähigkeit ist“. Der Sport ist im Gesellschaftssystem einzigartig mit seinem über körperliche Leistungsfähigkeit spezialisierten System und kann als selbstsubstitutive Ordnung beschrieben werden. Damit ist gemeint, dass das System nicht durch mehr Politik oder wissenschaftlicher Komponenten ersetzt werden kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels ein und leitet die Forschungsfrage zu den Integrationspotenzialen von Sportvereinen ab.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Migration, Migrationshintergrund sowie Integration und stellt verschiedene soziologische Integrationstheorien vor.
3 Forschungsmethodik: Hier wird die Wahl der Dokumentenanalyse als Forschungsmethode begründet und kritisch reflektiert.
4 Integrationstheorie nach Hartmut Esser: Dieses Kapitel erläutert die Integrationskonzepte von Hartmut Esser, insbesondere die System- und Sozialintegration sowie Formen der Assimilation.
5 Diskriminierung: Dieser Abschnitt kategorisiert verschiedene Formen der Diskriminierung und analysiert ihre Rolle als Integrationsbarriere im Sport.
6 Integrationsmotor Sportverein?: Das Hauptkapitel untersucht Sportvereine unter einer systemtheoretischen Perspektive und analysiert ihre internen Entscheidungsprämissen hinsichtlich der Integrationsfähigkeit.
7 Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die Erkenntnisse der Arbeit diskutiert und die Ambivalenz des Sportvereins als Integrationsmedium hervorgehoben.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschung und praktische Ansätze.
Integration, Sportverein, Migration, Migrationshintergrund, Diskriminierung, Systemtheorie, Hartmut Esser, Inklusion, Sportsoziologie, Sozialintegration, Assimilation, Organisationskultur, Entscheidungsprogramme, Qualittative Inhaltsanalyse, Gesellschaft.
Die Arbeit thematisiert die Integrationsfähigkeit von Sportvereinen für Menschen mit Migrationshintergrund und untersucht, inwieweit Sportvereine als Orte der Integration fungieren können.
Die zentralen Themen umfassen soziologische Integrationstheorien, die theoretische Fundierung des Sportvereins als Organisation, Formen der Diskriminierung und deren Auswirkung auf die Integration.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Potenziale der Sportverein zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund bietet.
Zur Datenerhebung und -auswertung wird eine qualitative Dokumentenanalyse nach Mayring angewandt.
Der Hauptteil befasst sich mit den Ansätzen von Hartmut Esser zur Integration, der Analyse von Diskriminierungsformen im Sport sowie einer systemtheoretischen Betrachtung des Sportvereins.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Integration, Sportverein, Migration, Diskriminierung und Systemtheorie charakterisieren.
Die systemtheoretische Perspektive ermöglicht es, Sportvereine nicht nur als soziale Gruppen, sondern als Organisationen mit spezifischen Entscheidungsprämissen zu analysieren, die ihre Integrationsfähigkeit beeinflussen.
Die Arbeit widerlegt die Hypothese, dass Sport frei von Diskriminierung sei, und betont, dass negative Erfahrungen aufgrund des ethnischen Hintergrunds auch im Sport existieren und eine Barriere darstellen.
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