Masterarbeit, 2023
96 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Immaterielle Werte
2.2 Verständnis von Nachhaltigkeit
2.3 Corporate Sustainability Reporting Directive
2.4 Relevanz der Stakeholder
3 Vor der Implementierung der CSRD
3.1 Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.2 Messung der Unternehmensnachhaltigkeitsperformance anhand von Key Performance Indicators
3.2.1 Nachhaltigkeitsindizes
3.2.2 ESG-Ratingagenturen
3.2.3 Praxisbeispiel anhand der METRO AG
3.2.4 Praxisbeispiel anhand der Siemens AG
4 Nach der Implementierung der CSRD
4.1 Status Quo der gesetzlichen Lage
4.2 Zukünftige Möglichkeiten zur bisherigen Berichterstattung
4.2.1 Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
4.2.2 Vergleichbarkeit der Offenlegungen
4.2.3 Chancen für den Unternehmenserfolg
5 Kritische Analyse der Nachhaltigkeitsberichterstattung aus der Sicht der Praxis
5.1 Bewertung durch ESG-Ratingagenturen
5.2 Grenzen der Prüfung
5.3 Risiken für die Unternehmensperformance
5.4 Mangelnde Einheitlichkeit der Berichterstattung
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten und Grenzen der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Kontext der Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), mit besonderem Fokus auf Prüfung, Messbarkeit und Qualität.
2.1 Immaterielle Werte
Rechtlich und national betrachtet sind immaterielle Vermögensgegenstände alle Vermögensgegenstände, deren wirtschaftlicher Wert weder auf physischer noch auf monetärer Grundlage beruhen. Bezogen auf den § 248 des HANDELSGESETZBUCHES (HGB) sind damit beispielsweise Betriebs- und Versorgungsrechte, gewerbliche Schutzrechte wie Patente oder Markenrechte, Lizenzen oder auch seit jüngster Zeit Kryptowährungen gemeint. Auf internationaler Ebene werden immaterielle Vermögenswerte nach dem IAS 38 bilanziert. Diesem Standard liegt zunächst die gleiche Definition wie dem HGB zu Grunde, jedoch besteht eine Erweiterung darin, dass die Vermögensgegenstände identifizierbar sein müssen. Damit ist gemeint, dass sie auf einer vertraglichen oder rechtlichen Grundlage zu beruhen und die Eigenschaft der Trennbarkeit vorzuweisen haben.
Immaterielle Werte definieren NAHAPIET und GHOSHAL als die Leistungsfähigkeit und das Wissen einer Organisation, einer Gruppe oder Berufspraxis. Um den Bezug zum unternehmerischen Handeln herzustellen, präzisiert SULLIVAN immaterielle Werte als Wissensgut, welches in Gewinn umgewandelt werden kann, um einer Gewinnerzielungsabsicht nachzukommen. Des Weiteren werden diese Werte in der Literatur in die Kategorien Werttreiber und Kostentreiber unterschieden. Immaterielle Werte als Werttreiber inkludieren die Skalierbarkeit. Das bedeutet, sie können gleichzeitig einer anderen Verwendung nachgehen, wodurch sie, im Gegensatz zu materiellen Werten, keine Engpasseigenschaft aufweisen. Als Kostentreiber implizieren sie die Eigenschaft, größeren Wertschwankungen zu unterliegen und dementsprechend das Investitionsrisiko zu erhöhen. Die Schwankungen ergeben sich aus dem verbundenen Innovationsprozess und der implizierten Entwicklungsaktivität.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Historie der Nachhaltigkeitsberichterstattung und führt die CSRD als wichtige regulatorische Weiterentwicklung mit dem Ziel ein, die Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit nichtfinanzieller Angaben zu erhöhen. Es wird die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten und Grenzen dieser Neuerung für Unternehmen aufgeworfen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie immaterielle Werte und Nachhaltigkeit und erläutert die Bedeutung von Stakeholdern im Kontext der corporate Social Responsibility.
3 Vor der Implementierung der CSRD: Das Kapitel analysiert den Status quo der Berichterstattung vor der CSRD, inklusive der Anwendung von Leistungsindikatoren (KPIs), der Rolle von ESG-Ratingagenturen sowie der Unternehmenspraxis anhand ausgewählter Beispiele.
4 Nach der Implementierung der CSRD: Hier wird der Fokus auf die durch die CSRD eingeleiteten Änderungen, wie die doppelte Wesentlichkeit und verschärfte Prüfungsstandards, sowie auf die Chancen für den Unternehmenserfolg gelegt.
5 Kritische Analyse der Nachhaltigkeitsberichterstattung aus der Sicht der Praxis: Dieses Kapitel reflektiert kritisch die Methodik von Ratingagenturen, die Herausforderungen bei der Prüfung und die Problematiken hinsichtlich der Vergleichbarkeit und Einheitlichkeit von Nachhaltigkeitsberichten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf den Forschungsbedarf hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen der CSRD.
CSRD, Nachhaltigkeitsberichterstattung, ESG-Rating, Key Performance Indicators, Immaterielle Werte, Stakeholder, Nachhaltigkeitsmanagement, Prüfung, Nachhaltigkeitsindizes, Doppelte Wesentlichkeit, Transparenz, Vergleichbarkeit, Unternehmenserfolg, Greenwashing, Nichtfinanzielle Berichterstattung.
Die Arbeit analysiert die Veränderungen und Herausforderungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch die Einführung der EU-Richtlinie CSRD.
Zentrale Themen sind die Messbarkeit nichtfinanzieller Informationen, die Entwicklung von Berichtsstandards, die Rolle von ESG-Ratingagenturen und der Einfluss dieser Berichterstattung auf den Unternehmenserfolg.
Es wird untersucht, welche Möglichkeiten und Grenzen sich vor und nach der Implementierung der CSRD im Bereich der Prüfung, Messbarkeit und Qualität der Nachhaltigkeitsberichterstattung ergeben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten literarischen Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie einer kritischen Auswertung von Studien zur Unternehmenspraxis und Nachhaltigkeitsperformance.
Der Hauptteil betrachtet die historische Entwicklung, die regulatorischen Neuerungen, die methodischen Ansätze zur Leistungsbewertung durch KPIs und Ratings sowie eine kritische Analyse der Praxis aus Sicht der Unternehmen.
Typische Schlüsselbegriffe sind CSRD, ESG-Rating, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Stakeholder-Theorie und doppelte Wesentlichkeit.
Die CSRD führt eine verpflichtende Prüfung ein, initial mit begrenzter Prüfungssicherheit, welche mittelfristig in eine hinreichende Sicherheit übergehen soll, um die Glaubwürdigkeit der Daten zu erhöhen.
Es bestehen Probleme bezüglich mangelnder Transparenz bei Bewertungsprozessen, fehlender einheitlicher Standards zwischen Agenturen und einem oftmals hohen Aufwand für Unternehmen zur Korrektur von Fehlern.
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