Examensarbeit, 2006
88 Seiten, Note: 1,3
Die Arbeit untersucht die Darstellung von Familienbeziehungen im jakobäischen Drama, insbesondere in Thomas Middletons Komödie "A Chaste Maid in Cheapside" und John Fords Tragödie "'Tis Pity She's a Whore". Ziel ist es, die Präsentation der Familienbeziehungen in diesen Dramen mit den tatsächlichen familiären Strukturen und Funktionen des Zeitalters Jakobs I. in Verbindung zu setzen und die Intention der Dramatiker bei ihrer Darstellung herauszuarbeiten.
Das erste Kapitel bietet einen historischen Abriss des Zeitalters Jakobs I. und beleuchtet die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in England. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Funktion und Bedeutung der Familie in dieser Zeit gelegt.
Im zweiten Kapitel wird die Darstellung von Familienbeziehungen in Thomas Middletons "A Chaste Maid in Cheapside" analysiert. Es wird die Zusammensetzung und Struktur der Familien im Drama betrachtet, die Intention des Autors bei der Darstellung der Beziehungen beleuchtet und die Rolle der Komödie als Form bei der Hervorhebung dieser Intention untersucht.
Das dritte Kapitel widmet sich John Fords "Tis Pity She's a Whore". Hier werden die Familienbeziehungen im Drama im Detail betrachtet, die Intention des Autors analysiert und die Bedeutung der Tragödie als Form in Bezug auf die Darstellung von Familienbeziehungen erörtert.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Familienbeziehungen, jakobäisches Drama, Komödie, Tragödie, "A Chaste Maid in Cheapside", "'Tis Pity She's a Whore", Thomas Middleton, John Ford, Zeitalter Jakobs I., gesellschaftliche Veränderungen, Kapitalismus.
Die Dramen reflektieren die realen Strukturen der Zeit Jakobs I. und nutzen diese Darstellung oft, um Kritik an gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen zu üben.
Untersucht werden Thomas Middletons Komödie „A Chaste Maid in Cheapside“ (1613) und John Fords Tragödie „’Tis Pity She’s a Whore“ (1633).
Beide Autoren kritisieren den Verfall traditioneller Werte und Normen, der durch wirtschaftliche Veränderungen und den aufkommenden Kapitalismus ausgelöst wurde.
Die Arbeit zeigt auf, inwiefern die präsentierten Familienstrukturen den tatsächlichen Funktionen und Hierarchien in der englischen Gesellschaft des frühen 17. Jahrhunderts entsprachen.
Während die Komödie durch Satire gesellschaftliche Missstände entlarvt, nutzt die Tragödie extreme Konflikte, um die zerstörerische Kraft des Werteverfalls zu verdeutlichen.
Jakob I. regierte von 1603 bis 1625; seine Regierungszeit war geprägt von politischen und sozialen Umbrüchen, die das Theater jener Zeit thematisch stark beeinflussten.
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