Bachelorarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 1,0
1.0 Einleitung
1.1 Der § 238 StGB – Die Entwicklung der Stalking – Gesetzgebung in Deutschland
2.0 Methodenteil
2.1 Grundgesamtheit
2.2 Datenerhebungsverfahren
2.3 Darstellung der wissenschaftlichen Methode
2.4 Die Vor- und Nachteile der quantitativen Methode
2.5 Die Vor- und Nachteile der Online Befragung
2.6 Besonderheiten von Online-Befragungen
3.0 Darstellung der Ergebnisse
3.1 Teil „A“
3.2 Teil „B“
3.3 Teil „C“
3.4 Teil „D“
4.0 (Kurz)-Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse
4.1 Limitationen
4.2 Delimitationen
5.0 Ausblick
5.1 Beratung durch eine „Handreichung zur Beratung“ vom Bundesministerium
5.2 Beratung durch die Polizei
5.3 Beratung durch „Case Management“ von Britta Haye und Heiko Kleve
6.0 Resümee
6.1 Umgang mit Stalking im Ausland
6.2 Studien
6.3 Schluss
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen Stalking im Kontext einer empirischen Online-Befragung an der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg, um das Ausmaß, die Formen sowie die Auswirkungen auf die betroffenen Studierenden zu ermitteln. Basierend auf dieser Analyse wird die Rolle der Sozialen Arbeit sowie professioneller Beratungskonzepte im Umgang mit Stalkingopfern kritisch beleuchtet.
1.0 Einleitung
Mit der Frage, was Stalking eigentlich ist, haben sich eine Reihe verschiedener Experten und Fachvertreter beschäftigt. Das Phänomen des Stalkings ist bereits seit längerem bekannt. Seine Vorläufer reichen bis in die Antike zurück. So sind in den Texten von Hippokrates, Plutarch, Cicero und vielen anderen schon Szenen fehlgeleiteter Liebe mit schädlichen Auswirkungen für den Betroffenen zu finden, die wir heute unter den Begriff „Stalking“ fassen würden.1
Ein „aktuellerer“ Beschreibungsversuch ist von Dressing/Kühner/Gass im FPR 2006 zu lesen.
„Stalker verfolgen, belästigen und bedrohen ihre Opfer, unter Umständen kommt es auch zu körperlichen Attacken und Tötungsdelikten. Das Ziel des Stalkers ist es, sein Opfer in Angst zu versetzen(...). Für viele Opfer ist Stalking mit einem chronischen Stresserleben verbunden, das zu einer Beeinträchtigung der seelischen und körperlichen Gesundheit führen kann.“2
Einer der ersten klinisch-wissenschaftlichen Definitionsversuche stammt von dem amerikanischen Wissenschaftler Meloy, der Stalking als ein beabsichtigtes, böswilliges und wiederholtes Verfolgen und Belästigen einer anderen Person bezeichnet.3 Pathe und Mullen definierten Stalking als ein Verhaltensmuster, das sich dadurch auszeichnet, dass der Stalker ein Opfer wiederholt mit unerwünschten Kontaktaufnahmen belästigt.4 In der forensischen Psychologie im Jahr 1993, spricht man von einem obsessiven oder unnormal langen Muster von Bedrohungen oder Belästigung, das gegen ein bestimmtes Individuum gerichtet ist.5
1.0 Einleitung: Beleuchtet die historischen und wissenschaftlichen Grundlagen von Stalking und stellt verschiedene Definitionsansätze vor.
2.0 Methodenteil: Beschreibt das Design der quantitativen Online-Befragung sowie die Vor- und Nachteile der gewählten methodischen Vorgehensweise.
3.0 Darstellung der Ergebnisse: Präsentiert detailliert die aus der Umfrage gewonnenen Daten unterteilt in soziodemografische Merkmale, gegenwärtiges und vergangenes Stalkingverhalten sowie Auswirkungen auf die Opfer.
4.0 (Kurz)-Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse: Fasst die Kernerkenntnisse der Untersuchung zusammen und setzt sie in Bezug zu anderen Studien.
5.0 Ausblick: Diskutiert Beratungsstrategien durch das Bundesministerium, die Polizei sowie den systemischen Ansatz des Case Managements für Sozialpädagogen.
6.0 Resümee: Zieht ein Fazit über die Entwicklung der Gesetzgebung, den internationalen Umgang mit Stalking und den zukünftigen Bedarf an Sensibilisierung.
Stalking, § 238 StGB, Nachstellung, empirische Analyse, Online-Befragung, Stalkingopfer, Sozialpädagogik, Case Management, Gefährdungsanalyse, Genogramm, Bedrohung, Gewaltspirale, Opferberatung, Prävention, psychische Folgen.
Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Analyse des Phänomens Stalking unter Studierenden der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg und untersucht die Beratungsbedarfe der Betroffenen.
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Definition von Stalking, der empirischen Erhebung von Stalking-Betroffenheit bei Studierenden, den psychischen Folgen sowie den Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit.
Das primäre Ziel war es, herauszufinden, in welchem Umfang Stalking unter Studierenden auftritt und wie Sozialpädagogen oder beratende Institutionen effektiv zur Unterstützung der Opfer beitragen können.
Der Autor führt eine standardisierte quantitative Online-Befragung durch, um Daten bei den Studierenden zu erheben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der erhobenen Umfragedaten zu Stalkinghandlungen und -erfahrungen sowie einen theoretischen Teil, der Beratungsmodelle wie Case Management und polizeiliche Ansätze vorstellt.
Zu den zentralen Begriffen gehören Stalking, § 238 StGB, Opferberatung, Case Management, Gefährdungsanalyse und Auswirkungen auf die Lebensgestaltung.
Der Autor diskutiert die Notwendigkeit, zwischen tatsächlichen Opfern und Personen zu unterscheiden, die Stalking vortäuschen, um die knappen Beratungsressourcen effektiv einzusetzen.
Das Genogramm wird als hilfreiches Instrument der systemischen Beratung angesehen, um soziale Ressourcen und das familiäre Umfeld des Opfers zu visualisieren und zu verstehen.
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