Diplomarbeit, 1999
149 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Analyse der ökologischen Betroffenheit
2.1 Der Begriff der ökologischen Betroffenheit
2.2 Die Umwelt der Unternehmung
2.2.1 Die ökologische Umwelt
2.2.2 Die Makroumwelt
2.2.2.1 Die ökonomische Sphäre
2.2.2.2 Die politisch-rechtliche Sphäre
2.2.2.3 Die technologische Sphäre
2.2.2.4 Die sozio-kulturelle Sphäre
2.2.3 Die Mikroumwelt
2.2.3.1 Merkmale ökologischer Märkte
2.2.3.2 Das ökologische Konsumentenverhalten
2.2.3.3 Das ökologische Handelsverhalten
2.2.3.4 Weitere Einflußfaktoren der Mikroumwelt
3 Öko-Strategien im vertikalen Marketing
3.1 Grundlagen des strategischen Marketings
3.1.1 Überblick: Der Marketingprozeß
3.1.2 Die Marketing-Konzeption
3.2 Öko-Marketing
3.2.1 Begriff, Entwicklung und Gegenstand des Öko-Marketing
3.2.2 Konzeptionelle Umsetzung
3.3 Instrumente zur Planung ökologischer Strategien
3.3.1 Umweltorientierte Szenariotechnik
3.3.2 SWOT-Analyse
3.3.3 Ökologieorientierte Wertketten- und Wertkreislaufanalyse
3.3.4 Ökologieorientierte Portfolioanalyse
3.4 Analyse traditioneller Strategien für die Vermarktung ökologischer Produkte
3.4.1 Festlegung der Produkt-Markt-Kombination zur Bestimmung der strategischen Stoßrichtung für ökologische Produkte
3.4.2 Wahl der Marktbearbeitung
3.4.2.1 Massenmarktstrategie
3.4.2.2 Marktsegmentierungsstrategie
3.4.3 Konsumentengerichtete Strategien
3.4.3.1 Präferenzstrategie
3.4.3.2 Preis-Mengen-Strategie
3.4.4 Wettbewerbsgerichtete Strategien
3.4.4.1 Qualitätsführerschaft
3.4.4.2 Kostenführerschaft
3.4.5 Handelsgerichtete Strategien
3.4.5.1 Umgehung
3.4.5.2 Vertikale Kooperation
3.4.5.3 Vertikale Integration
3.4.6 Anspruchsgruppengerichtete Strategien
3.4.7 Wahl des Markteintrittszeitpunktes
3.4.8 Abschließende Beurteilung der Strategiealternativen
4 Verdeutlichung der theoretischen Erkenntnisse am Beispiel eines umweltfreundlichen Polstermöbels
4.1 Allgemeiner Überblick über den deutschen Möbelmarkt
4.1.1 Wirtschaftliche Entwicklung
4.1.2 Machtverteilung innerhalb des Absatzkanals und bestehende Marketingkonzepte
4.2 Ökologische Betroffenheit des Polstermöbelmarktes
4.2.1 Ökologische Umwelt
4.2.2 Makroumwelt
4.2.3 Mikroumwelt
4.2.3.1 Das ökologische Konsumentenverhalten
4.2.3.2 Das ökologische Handelsverhalten
4.3 Das Unternehmen Gepade
4.4 SWOT-Analyse
4.5 Vorschläge für die Entwicklung einer Marketing-Konzeption für das Produkt „Combio +“
4.5.1 Einleitende Produktbeschreibung
4.5.2 Marketingziele
4.5.3 Strategien
4.5.3.1 Festlegung der Produkt-Markt-Kombination
4.5.3.2 Wahl der Marktbearbeitung
4.5.3.3 Konsumentengerichtete Strategien
4.5.3.4 Wettbewerbsgerichtete Strategien
4.5.3.5 Handelsgerichtete Strategien
4.5.3.6 Anspruchsgruppengerichtete Strategien und Wahl des Markteintrittszeitpunktes
4.5.3.7 Zwischenergebnis: Empfehlungen für das strategische Verhalten der Firma Gepade in bezug auf die Vermarktung des ‚Combio +‘
4.5.4 Instrumentelle Umsetzungsempfehlungen
4.5.4.1 Empfehlungen für den Umweltbewußten
4.5.4.2 Empfehlungen für den Preiskäufer
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert traditionelle Strategien im vertikalen Marketing von Möbelherstellern, um Möglichkeiten zur erfolgreichen Vermarktung ökologischer Produkte unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten aufzuzeigen. Dabei wird ein theoretisches Modell der ökologischen Unternehmensumwelt entwickelt und anhand der Vermarktung eines umweltfreundlichen Polstermöbels der Firma Gepade in der Praxis verdeutlicht.
Die ökologische Umwelt
Die Ökologie kennzeichnet einen Teilbereich der Biologie und befaßt sich mit den Umweltbeziehungen zwischen den Organismen und der belebten und unbelebten Umwelt. Für die ökologische Umwelt wird häufig auch der Begriff ‚natürliche Umwelt‘ benutzt. Der Mensch als Bestandteil dieser natürlichen Umwelt greift in erheblichem Maße gestaltend in sie ein. Besonders Unternehmen üben in ihrer Eigenschaft als Wirtschaftsgebilde einen starken Einfluß auf sie aus. Für den Produktionsprozeß werden den Quellen der natürlichen Umwelt Ressourcen entnommen (z.B. Erdöl, Erdgas, Holz) und Abfälle sowie Umweltgifte in ihre Senken (Luft, Boden, Gewässer) zurückgeführt.
Dies führt zu Beeinträchtigungen ihrer Versorgungs-, Träger- und Regenerierungsfunktionen als zentrale Ursachen für ökologische Probleme. Unter der Versorgungsfunktion versteht man die Bereitstellung von in der Natur zu findenden Ressourcen wie Wasser, Boden, Luft und Energiereserven. Diese Ressourcen lassen sich weiterhin in regenerierbare (z.B. Holz) und nicht-regenerierbare Rohstoffe (z.B. Metalle, fossile Brennstoffe) unterteilen. Die Natur übernimmt insofern eine Trägerrolle, als daß sie für die Aufnahme produzierter Erzeugnisse sowie mit der Produktion verbundener Schad- und Abfallstoffe genutzt wird. Unter Regenerierungsfunktion versteht man die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts durch die Steuerung der Vorgänge des Naturhaushalts.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz des Umweltschutzes in der Betriebswirtschaft ein und erläutert die Forschungsziele sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Analyse der ökologischen Betroffenheit: Hier werden die Unternehmensumwelt und die Auswirkungen ökologischer Anforderungen auf verschiedene Sphären (Makro- und Mikroumwelt) detailliert beschrieben.
3 Öko-Strategien im vertikalen Marketing: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen des strategischen Marketings unter Berücksichtigung von Ökologie und stellt verschiedene Planungsinstrumente vor.
4 Verdeutlichung der theoretischen Erkenntnisse am Beispiel eines umweltfreundlichen Polstermöbels: Der Praxisteil überträgt die theoretischen Konzepte auf den deutschen Möbelmarkt und leitet konkrete Strategien für das Produkt „Combio +“ der Firma Gepade ab.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zur ökologischen Vermarktung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen für Hersteller.
Öko-Marketing, vertikales Marketing, ökologische Betroffenheit, Möbelmarkt, Nachhaltigkeit, Sustainable Development, Marktsegmentierung, Umweltschutzstrategien, Produktinnovationen, Konsumentenverhalten, Handelsverhalten, Umweltmanagement, Wettbewerbsvorteile, ökologische Produktgestaltung, Marketing-Konzeption
Die Arbeit untersucht, wie Möbelhersteller ihre vertikalen Marketingstrategien so anpassen können, dass sie erfolgreich umweltfreundliche Produkte vermarkten, indem sie die ökologische Betroffenheit ihres Unternehmens analysieren.
Die zentralen Felder umfassen die Analyse der ökologischen Unternehmensumwelt, das ökologische Konsumenten- und Handelsverhalten sowie die strategische Planung ökologischer Marketing-Mix-Instrumente.
Das primäre Ziel ist die Analyse traditioneller Marketingstrategien im Hinblick auf ihre Eignung zur Vermarktung ökologischer Produkte und die Entwicklung konkreter Strategieempfehlungen für Hersteller.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Ableitung eines ökologisch modifizierten betriebswirtschaftlichen Umweltmodells sowie eine praxisbezogene Fallstudienanalyse am Beispiel der Firma Gepade.
Der Hauptteil erarbeitet theoretische Grundlagen für Öko-Marketing-Strategien, analysiert Instrumente zur Planung (z.B. SWOT, Portfolio) und wendet diese Erkenntnisse auf den Polstermöbelmarkt an.
Wichtige Begriffe sind Öko-Marketing, vertikales Marketing, ökologische Betroffenheit, Marktsegmentierung, nachhaltige Entwicklung und ökologische Produktinnovationen.
Der Möbelmarkt ist durch hohe Fertigungstiefe, einen starken Preisdruck durch Einkaufsverbände und einen Mangel an verbraucherfreundlicher Information über ökologische Produktmerkmale gekennzeichnet, was ihn zu einem herausfordernden Testfall für ökologische Strategien macht.
Der Autor empfiehlt eine Marktsegmentierung und Präferenzstrategie, die den Fokus auf die Zielgruppe der „Umweltbewussten“ legt, kombiniert mit einer vertikalen Kooperation mit dem Handel, um die ökologischen Vorteile glaubwürdig zu kommunizieren.
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