Magisterarbeit, 2009
231 Seiten, Note: sehr gut (1)
I. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN
1 RESSOURCE WISSEN IN ARBEITSORGANISATIONEN DER WISSENSGESELLSCHAFT
1.1 Relevanz von sozialen Dimensionen des Umgangs mit Wissen
1.2 Veränderte Rahmenbedingungen der Wissensgesellschaft
1.3 Wissen und Lernen in der Wissensgesellschaft
2 GRUNDLAGEN UND CHARAKTERISTIKA DES UNTERSUCHUNGSGEGENSTANDES
2.1 Definition von Wissensmanagement
2.2 Zentrale Kategorien des Wissensmanagements
2.3 Instrumente und Funktionen des Wissensmanagements
2.3.1 Instrumente, Prozesse und Methoden zum Management von Wissen
2.3.2 Zentrale Strategien und Zielsetzung des Wissensmanagements
2.4 Überblick und Klassifikation der Wissensmanagementansätze
2.4.1 Das Modell der Wissensspirale
2.4.2 Wissensmanagement-Bausteine
2.4.3 Das Münchener Modell
2.5 Zusammenfassung: Zum Konstrukt des Wissensmanagements
3 SPEZIFIZIERUNG DES UNTERSUCHUNGSGEGENSTANDES
3.1 Lokalisierung des Wissensmanagements in der Weiterbildungslandschaft
3.2 Pädagogische Kommunikation im Umgang mit Wissen
3.2.1 Formen der pädagogischen Wissensvermittlung
3.2.2 Charakteristika der pädagogischen Kommunikation
4 DAS ERWACHSENENPÄDAGOGISCH RELEVANTE IM WISSENSMANAGEMENT
4.1 Wissensmanagement und Etablierung des Pädagogischen
4.2 Pädagogische Aspekte von Wissensmanagement-Konzepten
5 RESÜMEE DER THEORETISCH GELEITETEN ERFORSCHUNG
II. EMPIRISCHE STUDIE
6 UNTERSUCHUNGSDESIGN UND AUFBAU DER EMPIRISCHEN STUDIE
7 METHODISCHE VORGEHENSWEISE UND FORSCHUNGSPROZESS
7.1 Methodisches Vorgehen und Datenerhebung: Experteninterview
7.1.1 Felderschließung und Festlegung des Materials
7.1.2 Methode der Erhebung und Charakteristika des Datenmaterials
7.1.3 Beschreibung der Expertenprofile
7.2 Methode der Datenauswertung: Qualitative Inhaltsanalyse
8 KONZEPTIONELLE GESTALTUNG DER QUALITATIVEN UNTERSUCHUNG
8.1 Erkenntnisinteresse und Differenzierung der Fragestellung
8.2 Konstruktion eines Kategoriesystems
8.3 Definitionen der Kategorien
9 DATENAUSWERTUNG MITTELS QUALITATIVER INHALTSANALYSE
9.1 Sozial-organisationale Dimension des Wissensmanagements
9.1.1 Grundkonzept und Allgemeines zum Wissensmanagement
9.1.2 Akteure des Wissensmanagements
9.1.3 Spezifizierung des Aufgabenspektrums der Wissensmanager
9.1.4 Zwischenresümee
9.2 Operative Dimension – Strukturierung des Umgangs mit Wissen
9.2.1 Zur Vermittlung von Wissen im Wissensmanagement
9.2.2 Zur Selbstreflexion in Kommunikationskontexten
9.2.3 Zur Aneignung von Wissen im Rahmen des Wissensmanagements
9.2.4 Zur Überprüfung im Wissensmanagement
9.2.5 Zwischenresümee
9.3 Strategische Dimension der Wissensmanagements
9.3.1 Methodische Konditionierung des Wissensmanagements
9.3.2 Strategische Etablierung des Wissensmanagements
9.3.3 Vorstellungen zur Zukunft des Wissensmanagements
III. ERGEBNISSE UND SCHLUSSBETRACHTUNG
10 ZUSAMMENFÜHRUNG DER ERGEBNISSE AUS THEORIE UND EMPIRIE
10.1 Zum Konstrukt und den Grundannahmen des Wissensmanagements
10.2 Subprozesse des Wissensmanagements
10.2.1 Wissensidentifikation durch Ermittlung von Wissensquellen
10.2.2 Wissenskollektivierung durch Vermittlung
10.2.3 Wissensnutzung durch Aneignung
10.2.4 Nachhaltige Überprüfung durch Modifikationsprozesse
10.2.5 Resümee: Zur Strukturierung des Wissensmanagements
10.3 Pädagogische Kommunikation als Medium des Wissensmanagements
10.4 Etablierung pädagogischer Kommunikation im Wissensmanagement
10.5 Wissensmanagement und Universalisierung des Pädagogischen
10.6 Wissensmanagement als erwachsenenpädagogisches Handlungsfeld
11 SCHLUSSBETRACHTUNG: ZUR UNTERSUCHUNG DES WISSENSMANAGEMENTS
12 FAZIT
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Wissensmanagement als ein Instrument zur Strukturierung von Rahmenbedingungen in Arbeitsorganisationen zu analysieren, wobei der Fokus insbesondere auf der pädagogischen Fundierung und Strukturierung von Wissens- und Lernprozessen liegt. Es soll untersucht werden, wie innerhalb von Unternehmen durch diverse Settings und Kommunikationsarrangements das Lernen Erwachsener initiiert, ermöglicht und systematisch unterstützt wird.
2.4.1 Das Modell der Wissensspirale – NONAKA/TAKEUCHI 1997
NONAKA und TAKEUCHI gehen davon aus, dass mithilfe des Wissensmanagements das personengebundene Wissen anderen Mitarbeitern im Unternehmen zugänglich gemacht werden kann und soll. Das zentrale Anliegen dieser japanischen Autoren ist, dass ein Unternehmen das im Subjekt verborgene Wissen nutzt, indem dieses Wissen externalisiert wird und dadurch seine Verfügbarkeit für andere Mitarbeiter sichergestellt werden kann. So werden für Wissensschaffung im Unternehmen vier Arten und Etappen der Wissenstransformation identifiziert, die im Weiteren erklärt werden.
Die vier Formen der Wissensumwandlung nach NONAKA und TAKEUCHI in ihrem Modell der Wissensspirale sind die Sozialisation die Externalisierung, die Kombination und die Internalisierung von Wissen. Die folgende Abbildung veranschaulicht dieses Modell.
1 Ressource Wissen in Arbeitsorganisationen der Wissensgesellschaft: Dieses Kapitel verortet das Wissensmanagement im gesellschaftstheoretischen Rahmen der Wissensgesellschaft und betont die steigende ökonomische Bedeutung von Wissen als Ressource.
2 Grundlagen und Charakteristika des Untersuchungsgegenstandes: Hier werden zentrale Definitionen, Instrumente und drei ausgewählte Wissensmanagement-Modelle vorgestellt, um das Konstrukt theoretisch einzugrenzen.
3 Spezifizierung des Untersuchungsgegenstandes: Dieses Kapitel fokussiert auf die Lokalisierung von Wissensmanagement in der Weiterbildung und führt das Konzept der pädagogischen Kommunikation als Analyseinstrument ein.
4 Das erwachsenenpädagogisch Relevante im Wissensmanagement: Es wird diskutiert, wie Wissensmanagement als Lernsetting fungiert und wie die Etablierung pädagogischer Aspekte in betrieblichen Strukturen erfolgt.
5 Resümee der theoretisch geleiteten Erforschung: Eine zusammenfassende Reflexion der theoretischen Modelle, die als Ausgangspunkt für die empirische Studie dient.
6 Untersuchungsdesign und Aufbau der empirischen Studie: Darstellung des methodischen Rahmens und der Zielsetzung der empirischen Untersuchung anhand von vier Fallbeispielen.
7 Methodische Vorgehensweise und Forschungsprozess: Erläuterung der Anwendung des Experteninterviews und des qualitativen Vorgehens bei der Datenerhebung.
8 Konzeptionelle Gestaltung der qualitativen Untersuchung: Beschreibung der Konstruktion des Kategoriesystems für die Datenanalyse.
9 Datenauswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse: Die detaillierte Auswertung der Experteninterviews unterteilt in sozial-organisationale, operative und strategische Dimensionen.
10 Zusammenführung der Ergebnisse aus Theorie und Empirie: Diskussion der Erkenntnisse, Vorstellung der Subprozesse des Wissensmanagements und der Bedeutung pädagogischer Kommunikation.
11 Schlussbetrachtung: Zur Untersuchung des Wissensmanagements: Kritische Reflexion der Forschungsarbeit und ihrer methodischen Grenzen.
12 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf die Weiterentwicklung des Wissensmanagements.
Wissensmanagement, Wissensgesellschaft, Betriebliches Lernen, Pädagogische Kommunikation, Wissenstransfer, Organisationsentwicklung, Erwachsenenbildung, Wissensaneignung, Qualitative Sozialforschung, Experteninterviews, Wissensvermittlung, Lernorganisation, Wissensspirale, Wissensmodell, Lernarrangements
Die Arbeit untersucht das Wissensmanagement in Arbeitsorganisationen aus einer erziehungswissenschaftlichen Perspektive, um zu verstehen, wie betriebliche Lernprozesse strukturiert und pädagogisch reflektiert werden.
Die zentralen Themen sind der betriebliche Umgang mit Wissen, die Rolle von Wissensmanagement als Lernarchitektur, pädagogische Kommunikation in Unternehmen und die empirische Analyse von Strategien in dienstleistungsorientierten Großunternehmen.
Das primäre Ziel ist es, das Konstrukt Wissensmanagement erziehungswissenschaftlich zu strukturieren und zu identifizieren, inwiefern betriebliche Wissensmanagement-Settings pädagogische Lernprozesse fördern.
Die Autorin nutzt die qualitative Sozialforschung, konkret Experteninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Bezugsrahmen, in dem verschiedene Wissensmanagement-Modelle diskutiert werden, und einen empirischen Teil, der die Auswertung von Experteninterviews aus vier modernen Dienstleistungsunternehmen präsentiert.
Wissensmanagement, Wissensgesellschaft, Betriebliches Lernen, Pädagogische Kommunikation, Wissenstransfer, Organisationsentwicklung und Erwachsenenbildung sind die prägenden Begriffe.
Das Münchener Modell spielt eine zentrale Rolle, da es die pädagogisch-psychologischen Aspekte des Wissensmanagements in den Vordergrund stellt und somit eine direkte Anknüpfung an die erziehungswissenschaftliche Fragestellung der Autorin ermöglicht.
Die befragten Experten ordnen IT-Instrumente meist als sekundäre, unterstützende Infrastruktur ein. Sie betonen, dass Technik allein keinen Wissenstransfer garantiert, sondern die persönliche Kommunikation und soziale Vernetzung der Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen muss.
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