Bachelorarbeit, 2023
77 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 ARBEITSZUFRIEDENHEIT IN DER A&O PSYCHOLOGIE
2.1.2 Der Minnesota Satisfaction Questionnaire (MSQ)
2.1.3 Der Job Descriptive Index (JDI)
2.1.4 Das Job Diagnostic Survey (JDS)
2.2 FÜHRUNG IN DER A&O PSYCHOLOGIE
2.2.1 Der Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ)
2.2.2 Der Multifactor Leadership Questionnaire 5x-Short (MLQ – 5X)
2.2.3 Das Transformational Leadership Inventory (TLI)
2.3 DER ZUSAMMENHANG VON TRANSFORMATIONALER FÜHRUNG UND ARBEITSZUFRIEDENHEIT – STAND DER FORSCHUNG
2.4 FORSCHUNGSFRAGE UND PRÄREGISTRIERTE HYPOTHESEN
3 METHODE
3.1 EIN- UND AUSSCHLUSSKRITERIEN FÜR LITERATUR
3.2 VORGEHEN
3.3. EINBEZOGENE QUELLEN
4 ERGEBNISSE
5 DISKUSSION
5.1 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
5.2 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE UND FAZIT
5.3 LIMITATIONEN
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und Arbeitszufriedenheit bei Angestellten, wobei sowohl die allgemeine Arbeitszufriedenheit als auch die führungsspezifische Facette (Supervision) im Fokus stehen. Es wird ein systematisches Literaturreview durchgeführt, um zu prüfen, ob sich der positive Zusammenhang zwischen diesen Konstrukten, der in der Literatur postuliert wird, auf Basis strenger methodischer Kriterien bestätigen lässt.
2.1 Arbeitszufriedenheit in der A&O Psychologie
Seit dem Beginn der A&O Psychologie haben Psychologen und Psychologinnen es für nützlich gehalten, Theorien und Konstrukte zu entwickeln, die die Art wie Menschen über ihre Arbeit denken, beschreiben und erklären. Arbeitszufriedenheit (job satisfaction) ist diesbezüglich bis heute ungebrochen die am intensivsten beforschte berufsbezogene Einstellung (job attitude) unter allen. So wird in den Forschungsartikeln der wichtigen Fachzeitschrift Journal of Applied Psychology das Schlagwort „job satisfaction“ in – entweder Titel oder Abstract – durchschnittlich ca. 70% aller veröffentlichen Artikel zum Thema berufsbezogene Einstellungen im Publikationszeitraum 1930 – 2016 erwähnt (Judge et al., 2017). Die theoretischen und empirischen Zusammenhänge – und Unterschiede – der zentralen berufsbezogenen Einstellungen Rund um das Konstrukt Arbeitszufriedenheit, sowie dessen Antezedenzien und Wirkungen, werden in einem nomologischen Netz grafisch von Judge et al. (2017) festgehalten (siehe Abbildung 1). Arbeitszufriedenheit gilt als mitursächlich für Leistungskriterien wie Arbeitsleistung oder Organisationseffektivität und als Prädiktor relevanter Phänomene wie Fluktuationsabsichten oder Absentismus. Arbeitszufriedenheit wird auch vielfach im Zusammenhang mit aktuell in der A&O Psychologie prominenten Konstrukten wie Organizational Citizenship Behavior (OCB) oder Counterproductive Work Behavior (CWB) beforscht. Als Antezedenzien von Arbeitszufriedenheit werden in der Forschung Dispositionen wie z.B. Persönlichkeitseigenschaften nach dem Big 5 – Modell diskutiert, sowie situative und kontextuale Konstrukte (z.B. Merkmale der Arbeitstätigkeit, Stressoren oder Merkmale der Organisation). Zu letzterem lässt sich auch der Führungsstil (Leadership style) zuordnen. Es konnte gezeigt werden, dass bestimmte Führungsstile mit erhöhter Arbeitszufriedenheit (Judge & Piccolo, 2004) oder mit verminderter Arbeitszufriedenheit (Tepper et al., 2004a) einhergehen.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das zentrale Konstrukt der Arbeitszufriedenheit ein, umreißt dessen Bedeutung in der A&O-Psychologie und begründet die Notwendigkeit des systematischen Reviews zur Untersuchung des Zusammenhangs mit transformationaler Führung.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Arbeitszufriedenheit sowie der transformationalen Führung und stellt gängige Messinstrumente wie MSQ, JDI, JDS, MLQ und TLI detailliert vor.
3 METHODE: Hier wird der Prozess des systematischen Literaturreviews nach Siddaway et al. (2019) dokumentiert, einschließlich der abgeleiteten Ein- und Ausschlusskriterien für die Auswahl der empirischen Quellen.
4 ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die Befunde der 14 inkludierten Studien hinsichtlich der Hypothesen H1 und H2 detailliert dargestellt und auf Basis der jeweiligen Effektstärken analysiert.
5 DISKUSSION: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, interpretiert diese im Kontext der aufgestellten Hypothesen und reflektiert kritisch die Limitationen der inkludierten Studien sowie der eigenen Arbeit, insbesondere unter Berücksichtigung des common method bias.
Transformationale Führung, Arbeitszufriedenheit, Systematisches Literaturreview, A&O-Psychologie, Führung, Job Satisfaction, Messinstrumente, Common Method Bias, Korrelationsanalyse, Effektstärken, Antezedenzien, Leadership, Validität, Reliabilität, Organisationspsychologie.
Die Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen transformationalem Führungsverhalten und der Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitenden anhand eines systematischen Literaturreviews.
Die zentralen Themenbereiche sind die empirische Führungsforschung, die Definition und Messung von Arbeitszufriedenheit sowie die kritische Reflexion methodischer Vorgehensweisen in der psychologischen Forschung.
Das Ziel ist es, auf Basis eines systematischen Literaturreviews zu prüfen, ob ein positiver Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und (allgemeiner sowie führungsspezifischer) Arbeitszufriedenheit empirisch belegt werden kann.
Es wird ein systematisches Literaturreview nach dem Standard von Siddaway et al. (2019) durchgeführt, wobei strenge Ein- und Ausschlusskriterien für die Auswahl validierter empirischer Studien angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Konstrukte, die methodische Dokumentation der Recherche, die detaillierte Ergebnispräsentation der 14 inkludierten Studien sowie eine anschließende wissenschaftliche Diskussion.
Transformationale Führung, Arbeitszufriedenheit, Systematisches Literaturreview, Messinstrumente und Common Method Bias sind zentrale Begriffe für diese Arbeit.
Da transformationale Führung eine direkte Interaktion zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden darstellt, ist die Erhebung der führungsspezifischen Zufriedenheit (Supervision) präziser, um den direkten Einfluss des Führungsstils zu erfassen, als dies durch einen globalen, allgemeinen Wert möglich wäre.
Der Autor diskutiert diesen Bias als kritische Limitation, da in den meisten der untersuchten Studien sowohl das Führungsverhalten als auch die Zufriedenheit zum gleichen Zeitpunkt durch dieselben Personen erhoben wurden, was zu artifiziell erhöhten Korrelationen führen kann.
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