Magisterarbeit, 2009
104 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau
2. Medienökonomische Grundlagen der Musikvermarktung
2.1 Definition des Begriffs Medienökonomie
2.2 Medien als Güter im Sinne der ökonomischen Theorie
2.3 Besonderheiten der Medienproduktion
3. Die Musikindustrie – Grundlagen
3.1 Begriff und Struktur der Musikindustrie
3.1.1 Die klassische Wertschöpfungskette
3.2 Die Musikindustrie in Zahlen
3.3 Das Urheberrecht
4. Das Internet
4.1 Grundlagen des Internets
4.1.1 Verbreitung
4.2 Technologische Voraussetzungen
4.2.1 MP3
4.2.2 P2P-Technik
4.2.3 Streaming
4.2.4 Zugangstechnologien
4.3 Besonderheiten der Internet-Ökonomie
4.3.1 E-Commerce
4.3.2 Content- Commerce
4.3.3 Veränderungen der klassischen Wertschöpfungskette
5. Auswirkungen moderner Technologien auf die Musikindustrie
5.1 Problemstellung
5.2 Illegale Downloads und Privatkopien
5.2.1 Rechtliche Situation
5.2.2 Gegenmaßnahmen der Musikindustrie
5.2.3 Musikportale mit Zusatznutzen
5.3 Das Internet als Vertriebs- und Vermarktungsweg
5.3.1 Digitaler Vertrieb
5.3.1.1 Kostenpflichtige Musikportale
5.3.1.1.1 iTunes
5.3.1.1.2 Musicload
5.3.1.2 Internet-Versandhandel
5.3.1.3 Internet-Radio
5.3.1.4 Mobile Angebote
5.3.1.5 Streaming-Angebote
5.3.1.6 Online-Portal der Musikindustrie
5.3.2 Digitale Vermarktung
5.3.2.1 Bundles
5.3.2.2 Versioning
5.3.3 Preismodelle
5.3.4 Neue Geschäftsmodelle und Akteure
6. Ausblick
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Internets auf die Vermarktung von Musikprodukten und analysiert, wie sich traditionelle Wertschöpfungsketten durch neue Technologien verändert haben. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die Musikindustrie durch digitale Angebote den veränderten Bedürfnissen der Musikkonsumenten gerecht wird und wie sie auf die Herausforderungen durch Online-Piraterie und neue Marktakteure reagiert.
3.1.1 Die klassische Wertschöpfungskette der Musikindustrie
Bis ein Musikprodukt in Form einer CD, Schallplatte oder als Musikstück im Radio den Konsumenten erreicht, durchläuft das Produkt eine Reihe von Stationen und Bearbeitungsschritten. Im Folgenden soll die klassische Wertschöpfungskette der Musikindustrie, wie sie vor der Einflussnahme durch die Vermarktungsmöglichkeiten über das Internet Gültigkeit hatte, dargestellt werden.
Im Zentrum der Wertschöpfungskette stehen Produktion, Vermarktung und Vertrieb von Tonträgern. Die Wertschöpfungskette muss mit einem kreativen Schaffensprozess seitens eines Komponisten, Texters oder Musikers beginnen. Ziel dieses Schaffungsprozesses ist im Falle der Musikindustrie eine Komposition bzw. ein Audiostück oder Lied. Für die Musikunternehmen beginnt bei dieser Struktur die Wertschöpfung bei der Finanzierung des Künstlers. Ein für diesen Punkt wichtiger Bereich in einem Musikunternehmen ist das so genannte Artist& Repertoire-Management. Das A&R-Management hat die Aufgabe, neue Künstler für das Unternehmen zu entdecken und dann gezielt zu fördern. Diese Förderung beinhaltet die Betreuung des Künstlers und die Übernahme der Produktionskosten. Durch die Finanzierung der Produktion erhält das Unternehmen in der Regel die Verwertungsrechte.
Im nächsten Schritt muss das künstlerische Werk im Rahmen der Musikverwertung urheberrechtlich geschützt werden. Dies geschieht durch die Musikverlage und so genannte Verwertungsgesellschaften, in Deutschland z.B. durch die GEMA und die GVL.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Wandel der Musikbranche durch das Internet ein und formuliert das Ziel, die Vermarktungsstrategien im digitalen Zeitalter zu untersuchen.
2. Medienökonomische Grundlagen der Musikvermarktung: Dieses Kapitel definiert Medienökonomie und ordnet Musik als ökonomisches, immaterielles Mediengut ein.
3. Die Musikindustrie – Grundlagen: Hier wird die Struktur der klassischen Musikindustrie, ihre Wertschöpfungskette sowie die Relevanz des Urheberrechts für die Vermarktung erläutert.
4. Das Internet: Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen, Verbreitung und technologischen Voraussetzungen (MP3, P2P, Streaming) des Internets sowie die Besonderheiten der Internet-Ökonomie.
5. Auswirkungen moderner Technologien auf die Musikindustrie: Hier werden die Problematik illegaler Downloads, rechtliche Aspekte sowie neue digitale Vertriebs- und Vermarktungsstrategien detailliert beleuchtet.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die technologischen Veränderungen und prognostiziert die zukünftige Entwicklung der Musikindustrie in einem digital geprägten Marktumfeld.
7. Fazit: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass digitale Vertriebswege eine notwendige Ergänzung sind, um den wirtschaftlichen Erfolg der Musikbranche langfristig zu sichern.
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Die Arbeit analysiert, wie sich die Vermarktung von Musikprodukten durch den Einfluss des Internets und neuer digitaler Technologien grundlegend verändert hat.
Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomischen Grundlagen der Medienbranche, die Funktionsweise der klassischen versus der digitalen Wertschöpfungskette und die Herausforderungen durch digitale Distribution.
Ziel ist es, die aktuelle Situation des Musikmarktes aufzuzeigen und zu prüfen, ob die Musikindustrie durch Anpassungen ihres Angebots den Bedürfnissen der Musikkonsumenten gerecht wird.
Es erfolgt eine deskriptive Analyse auf Basis medienökonomischer Theorien, aktueller Statistiken zum Musikmarkt und der Auswertung bestehender Branchenberichte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Grundlagen der Musikindustrie, die Auswirkungen des Internets, den Umgang mit illegalen Downloads und die Vorstellung moderner digitaler Vermarktungsstrategien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Musikvermarktung, Digitalisierung, Wertschöpfungskette, Urheberrecht, Online-Vertrieb und neue Geschäftsmodelle.
Durch die Digitalisierung ist eine Entbündelung der Handelsfunktionen eingetreten, die Einsparungen bei physischer Distribution ermöglicht, aber auch neue Intermediäre hervorgebracht hat.
Diese Portale dienen als neue Vertriebs- und Vermarktungsplattformen, die Konsumenten den digitalen Erwerb von Musik ermöglichen und somit eine Antwort auf illegale Download-Angebote bieten.
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