Masterarbeit, 2021
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Demografischer Wandel
2.2 Definition Stürze
2.3 Epidemiologie
2.4 Sturzrisikofaktoren
2.5 Sturzfolgen
2.6 Aktueller Forschungsstand
2.7 Motorik
2.7.1 Ausdauer
2.7.2 Kraft
2.7.3 Schnelligkeit
2.7.4 Koordination
2.7.5 Wechselbeziehungen der motorischen Grundeigenschaften
2.8 Physiologische Veränderungen im Alter
2.9 Sturzangst
2.10 Methoden
2.10.1 Der Chair Stand Up Test
2.10.2 Der Armcurl
2.10.3 Der Timed Up and Go Test
2.10.4 Der Tinetti-Test
2.11 Fragestellung
3 Methodik
3.1 Untersuchungsplanung
3.1.1 Organisation
3.1.2 Untersuchungsgruppe
3.1.3 Untersuchungsort
3.1.4 Geräte
3.1.5 Belastungssteuerung
3.2 Untersuchungsdurchführung
3.2.1 Einführung
3.2.2 Der Chair Stand Up Test
3.2.3 Der Armcurl
3.2.4 Der Timed Up and Go Test
3.2.5 Der Fragebogen zur Sturzangst
3.2.6 Der Tinetti-Test
3.2.7 Abschluss
3.3 Datenverarbeitung
4 Ergebnisse
4.1 Sturzhäufigkeit
4.2 Korrelationen zwischen den Variablen und der Sturzhäufigkeit
4.2.1 Alter
4.2.2 Gewicht
4.2.3 Geschlecht
4.2.4 Wohnsituation
4.2.5 Trainingsstand
4.3 Korrelationen zwischen den Testungen und der Sturzhäufigkeit
4.3.1 Chair Stand Up Test und Sturzhäufigkeit
4.3.2 Armcurl und Sturzhäufigkeit
4.3.3 Timed Up and Go und Sturzhäufigkeit
4.3.4 Sturzangst und Sturzhäufigkeit
4.3.5 Tinetti-Test und Sturzhäufigkeit
4.4 Korrelationen zwischen den verschiedenen Testungen
4.4.1 Alter und Chair Stand Up Test
4.4.2 Alter und Armcurl
4.4.3 Alter und Timed Up and Go
4.4.4 Alter und Sturzangst
4.4.5 Alter und Tinetti-Test
4.4.6 Chair Stand Up und Armcurl
4.4.7 Chair Stand Up und Timed Up and Go
4.4.8 Chair Stand Up und Sturzangst
4.4.9 Chair Stand Up und Tinetti-Test
4.4.10 Armcurl und Timed Up and Go
4.4.11 Armcurl und Sturzangst
4.4.12 Armcurl und Tinetti-Test
4.4.13 Timed Up and Go und Sturzangst
4.4.14 Timed Up and Go und Tinetti-Test
4.4.15 Sturzangst und Tinetti-Test
4.4.16 Geschlecht und Sturzangst
5 Diskussion
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen motorischen Fähigkeiten, der psychologischen Komponente der Sturzangst und dem Sturzrisiko bei einer Gruppe von 60 Personen über 65 Jahren. Ziel ist es, sturzgefährdete Personen durch spezifische geriatrische Tests frühzeitig zu identifizieren, um darauf aufbauend wirksame Interventionsmaßnahmen zur Reduktion von Sturzereignissen zu entwickeln.
2.7.5 Wechselbeziehungen der motorischen Grundeigenschaften
Praxiserfahrungen aus dem Pflegebereich lehren, dass die Verbesserung eines bestimmten Fähigkeitsbereiches mit einer Leistungssteigerung der anderen motorischen Fähigkeiten einhergeht (vgl. Martin et al., 1999). Diese Annahme basiert auf der Erkenntnis, dass Leistungsanforderungen zu keiner isolierten, sondern allenfalls zu einer akzentuierten Inanspruchnahme von Leistungsvoraussetzungen führen. Die Übertragbarkeit der Leistungsentwicklung lässt sich statistisch nachweisen. Die einzelnen motorischen Fähigkeiten stehen in Wechselbeziehungen zueinander.
Eine besonders hohe Korrelation konnte zwischen der Kraft und der Schnelligkeitsfähigkeit nachgewiesen werden. Daraus resultierend zeigt sich, dass auch die Schnelligkeit und Schnellkraftfähigkeit in einem engen Zusammenhang zueinander stehen (vgl. Martin et al., 1999 & Schmidtbleicher, 1994). Des Weiteren ist die Ausführung einer Bewegungshandlung mit hoher Bewegungsschnelligkeit ohne die Beteiligung von Kraft und Koordination nicht denkbar. Jede Bewegungshandlung weist ein Mindestmaß an Krafteinwirkung auf und muss koordiniert werden, sodass Verbesserungen der Kraftfähigkeit und der Koordination mit einem Schnelligkeitsgewinn einhergehen (vgl. Pahlke, 1999).
Es ist zudem empirisch belegbar, dass die Ausdauerleistung weitere motorische Fähigkeiten beeinflusst. Mit der Verbesserung der Ausdauerleistung konnte ein Leistungszuwachs der Kraft, der Schnelligkeit und der koordinativen Fähigkeiten nachgewiesen werden (vgl. Martin et al., 1999). Ausdauerbelastungen beanspruchen den Organismus universal und können nur realisiert werden, wenn andere Fähigkeiten in die Bewegungsausführung integriert sind. Der Ermüdungswiderstandsfähigkeit wird somit eine fähigkeitsübergreifende Bedeutung zugeschrieben (vgl. Martin et al., 1999).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinische und gesellschaftliche Relevanz von Stürzen im Alter und leitet die Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs von Motorik, Sturzangst und Sturzrisiko ab.
2 Theorie: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung über den demografischen Wandel, Sturzdefinitionen, Epidemiologie, Risikofaktoren, motorische Grundlagen sowie geriatrische Messmethoden.
3 Methodik: Der methodische Teil beschreibt die Versuchsplanung, die Auswahl der Untersuchungsgruppe, die Orte der Datenerhebung sowie die eingesetzten Testverfahren und deren Durchführung.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung der Daten, insbesondere Korrelationen zwischen den Variablen, den Testungen untereinander und der Sturzhäufigkeit.
5 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die erhobenen Ergebnisse im Kontext der aktuellen wissenschaftlichen Literatur und leitet Handlungsempfehlungen für die Sturzprophylaxe ab.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit kompakt zusammen und bestätigt die Relevanz eines multifaktoriellen Interventionsansatzes.
Sturzprophylaxe, Altern, Motorik, Sturzrisiko, Gleichgewicht, Kraftfähigkeit, Gangsicherheit, Sturzangst, Geriatrie, Assessmentinstrumente, Koordination, Mobilität, Prävention, Bewegungsanalyse, Sturzhäufigkeit
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die motorische Leistungsfähigkeit und die psychologische Sturzangst auf das Sturzrisiko bei Personen über 65 Jahren haben.
Die Schwerpunkte liegen auf den motorischen Grundeigenschaften (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination), physiologischen Altersveränderungen sowie der Sturzangst als eigenständigem Prädiktor.
Das Hauptziel ist es, sturzgefährdete Personen durch den Einsatz geriatrischer Testverfahren frühzeitig zu erkennen, um daraus Interventionsansätze zur Sturzvermeidung abzuleiten.
Es wurde eine quantitative Untersuchung durchgeführt, bei der motorische Tests (Chair Stand Up, Armcurl, Timed Up and Go, Tinetti-Test) sowie ein standardisierter Fragebogen (FES-I) verwendet und statistisch mittels t-Test und Chi-Quadrat-Test ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Aufarbeitung der Sturzursachen und motorischen Grundlagen sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Testdaten hinsichtlich Korrelationen und Signifikanzen.
Zentral sind Sturzprophylaxe, motorische Fähigkeiten, Sturzangst, Sturzrisiko und verschiedene geriatrische Assessment-Methoden zur Messung von Alltagsfitness und Balance.
Diese Unterscheidung hilft dabei, gezielte Maßnahmen zu entwickeln: Während extrinsische Faktoren das Umfeld betreffen, zielt die Arbeit primär auf intrinsische Faktoren (funktionell-motorisch und psychologisch), die direkt beim Individuum durch Training beeinflusst werden können.
Die Studie belegt, dass Sturzangst nicht nur eine Folge von Stürzen ist, sondern als psychologischer Mediator fungiert, der die Bewegungsqualität negativ beeinflusst und somit die Sturzgefahr indirekt weiter erhöht.
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