Magisterarbeit, 2009
127 Seiten, Note: 2,3
EINLEITUNG
1. Abgrenzung
2. Fragestellung und These
3. Definition zentraler Begriffe
4. Aufbau der Arbeit
5. Theorie
6. Methode
7. Quellenkritik
8. Forschungsstand
I. DIE GESCHICHTE EINER STADT UND SEINER BEWOHNER
1. New Orleans im 18. und 19. Jahrhundert
1.1 Französische Kolonialzeit
1.2 Spanische Kolonialzeit und die Free People of Color
1.3 New Orleans nach dem Louisiana Purchase
1.4 Reconstruction – Kurze Zeit der Verbesserungen
1.5 New Orleans in der Jim Crow Ära
2. New Orleans im 20. Jahrhundert
2.1 Jazz
2.1 Storyville
2.3 Tourismus
II. DIE STADT NEW ORLEANS VOR HURRIKAN KATRINA
1. Geographische Einordnung
2. Ungünstige geographische Lage
3. Wirtschaftliche Situation
4. Suburbanisierung und Segregation
4.1 In amerikanischen Großstädten
4.2 Segregation und soziale Probleme in New Orleans
4.3 Arm-Reich Konflikt
III. NEW ORLEANS UND HURRIKAN KATRINA
1. New Orleans - Perfektes Klima für Wirbelstürme
2. Ausmaß der Zerstörung
2.1 Hurricane Protection System
2.2 Katastophenschutz und First Response
2.3.1 Federal Emergency Management Agency (FEMA)
2.3.2 Was wurde falsch gemacht?
3. Folgen des Wirbelsturms
3.1 Rassen- und Klassendiskurs
3.2 Evakuierung
3.3 Reaktionen der Medien
3.4 Klimadebatte und "Klimaflüchtlinge"
IV. DER WIEDERAUFBAU VON NEW ORLEANS
1. Wiederaufbaustrategien nach Naturkatastrophen
2. Sofortige Hilfsmaßnahmen
3. Gewinner und Verlierer
4. Ein "neues" New Orleans
5. Sozial differenzierter Wiederaufbau
6. Housing Recovery
6.1 Staatliche Hilfe
6.2 Nonprofit-Organisationen
7. Vertreibung der „Lower Class“
7.1 Lower 9th Ward
7.1.1 ACORN
7.1.2 Common Ground Relief
7.1.3 Make It Right
7.2 Public Housing
7.2.1 Geschichte des Public Housing
7.2.2 New Urbanism und HOPE VI
7.2.3 Schließung der Public Housing Projects in New Orleans
Diese Arbeit untersucht die Lebenssituation der afroamerikanischen Bevölkerung in New Orleans vor und nach dem Hurrikan Katrina, mit einem besonderen Fokus auf die sozialen Probleme der Unterschicht während des Wiederaufbauprozesses. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit der Wiederaufbau sozial gerecht verlaufen ist oder ob die Katastrophe genutzt wurde, um marginalisierte Bevölkerungsgruppen aus der Stadt zu verdrängen.
1. New Orleans im 18. und 19. Jahrhundert
New Orleans liegt im Südosten des Bundesstaates Louisiana (siehe Abbildung 1 im Anhang) und ist eine der ältesten Städte in den USA. Die Siedlung wurde 1718 unter dem französischen Namen La Nouvelle-Orléans zu Ehren von Philipp II., Herzog von Orléans von dem Franzosen Jean-Baptiste Le Moyne, Sieur de Bienville auf einem kleinen Hügel, dem heutigen French Quarter, gegründet. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren die Lebensbedingungen in der kleinen französischen Siedlung alles andere als angenehm. Nicht nur die Hitze, sondern auch schwere Krankheiten wie Gelbfieber oder Malaria machten den Bewohnern körperlich zu schaffen. Schon damals wurde das Gebiet um New Orleans regelmäßig von Fluten und Hurrikans heimgesucht, was das Überleben zusätzlich erschwerte.
Trotzdem wuchs die Siedlung, hatte aber im Gegensatz zu den Städten des nordamerikanischen Südens ganz andere koloniale Anfänge. Die französische Haltung zur Kolonialisierung war eine andere als die englische. Der Historiker Jerah Johnson von der University of New Orleans fasst die Grundhaltung der Franzosen im Kontrast zu den Engländern zusammen als „to trade, coexist, increase and marry rather than take, dominate, exploit and exclude“. Diese Einstellung resultierte zum Teil auch aus dem Problem, das Gebiet ausreichend zu besiedeln. Ein Frauenmangel in der Kolonie führte zu vielen Mischehen und Kindern zwischen weißen Siedlern und Indianerinnen.
EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik von Hurrikan Katrina ein, beleuchtet die soziale Ungleichheit in New Orleans und legt die Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise dar.
I. DIE GESCHICHTE EINER STADT UND SEINER BEWOHNER: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung von New Orleans vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und analysiert dabei die komplexen Rassen- und Klassenbeziehungen.
II. DIE STADT NEW ORLEANS VOR HURRIKAN KATRINA: Hier werden die geographischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen der Stadt kurz vor der Katastrophe erläutert, insbesondere der Suburbanisierungsprozess und die bestehende Segregation.
III. NEW ORLEANS UND HURRIKAN KATRINA: Dieses Kapitel behandelt das Ereignis selbst, das Ausmaß der Zerstörung, das Versagen des Katastrophenschutzes sowie die unmittelbar darauffolgenden gesellschaftlichen und medialen Reaktionen.
IV. DER WIEDERAUFBAU VON NEW ORLEANS: Der letzte Teil analysiert die Strategien des Wiederaufbaus, beleuchtet die Situation der ärmeren Bevölkerungsschichten und diskutiert, inwiefern der Wiederaufbauprozess zu einer sozialen Verdrängung der Unterschicht geführt hat.
New Orleans, Hurrikan Katrina, Wiederaufbau, Segregation, Afroamerikaner, Rassismus, Klasse, Public Housing, Katastrophenmanagement, Gentrifizierung, Sozialpolitik, Stadtplanung, Unterklasse, Soziale Vulnerabilität, FEMA.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Hurrikan Katrina auf die Stadt New Orleans, mit einem speziellen Fokus auf die Lebenssituation der afroamerikanischen Unterschicht und deren Erfahrung im Wiederaufbauprozess.
Zentrale Themen sind die Geschichte der Rassen- und Klassenverhältnisse, die sozioökonomische Segregation der Stadt, staatliche sowie gemeinnützige Wiederaufbaustrategien und die Auswirkungen von Gentrifizierung.
Die Arbeit untersucht, wie weit der Wiederaufbau fortgeschritten ist, inwiefern die Regierung die ärmere Bevölkerung vernachlässigt hat und ob der Wiederaufbau als bewusste Strategie zur Vertreibung der sozialen Unterschicht genutzt wurde.
Es wird eine gesellschaftsgeschichtliche Analyse verwendet, die qualitative Vorgänge durch eine Kombination aus Alltags-, Sozial- und Kulturgeschichte untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Situation vor Katrina, die Auswirkungen des Sturms, die Rolle der Behörden sowie eine detaillierte Betrachtung von Wiederaufbaumaßnahmen und deren Folgen für einkommensschwache Viertel.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie New Orleans, Hurrikan Katrina, Segregation, Rassismus, Klasse, Public Housing, Sozialpolitik und Gentrifizierung charakterisiert.
Sie leisten oft die Arbeit, die der Staat vernachlässigt hat, und unterstützen einkommensschwache Bewohner durch ehrenamtliche Hilfe und Baumaterialien, können aber systemische Probleme wie die Vertreibung der ärmsten Mieter kaum lösen.
Die Schließung wird als gravierende soziale Maßnahme gesehen, die zur dauerhaften Vertreibung tausender einkommensschwacher afroamerikanischer Familien führt, ohne das eigentliche Problem von Armut und Kriminalität durch die neuen "Mixed Income"-Siedlungen nachhaltig zu beheben.
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