Diplomarbeit, 2009
116 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Interaktionsbeziehung zwischen Etabliertem und potenziellem Newcomer
2.1 Marktbeschreibung
2.2 Oligopoltheorie
2.2.1 Traditionelle Oligopoltheorie
2.2.2 Kritik
2.3 Spieltheorie als Analyseinstrument der Interaktionsbeziehung
3. Rolle und Auswirkungen von Marktzutrittsbarrieren
3.1 Begriffsbestimmung der Marktzutrittsbarriere
3.1.1 Literaturüberblick
3.1.2 Spezifizierung für die Interaktionsbeziehung zwischen Etabliertem und potenziellen Newcomer
3.2 Schaffung von Marktzutrittsbarrieren durch Unternehmensverhalten
4. Anwendung defensiver Maßnahmen zur Eintrittsabschreckung
4.1 Konzepte in allgemeiner Form
4.1.1 Vorreiterschaft
4.1.2 Signaling
4.1.3 Kostenerhöhung des potenziellen Newcomers
4.1.4 Ruinöser Wettbewerb
4.2 Einsatz von Werbung zur Schaffung von Marktzutrittsbarrieren
4.2.1 Werbeausgaben als Wettbewerbsparameter
4.2.2 Werbeausgaben als Gegenstand einer defensiven Maßnahme
4.2.2.1 Vorreiterschaft
4.2.2.2 Signaling
4.2.2.3 Kostenerhöhung des potenziellen Newcomers
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Interaktionsbeziehung zwischen einem etablierten Unternehmen und einem potenziellen Newcomer im Kontext von Marktzutrittsbarrieren. Das primäre Ziel ist es, die Bedingungen herauszuarbeiten, unter denen es dem Etablierten durch sein Verhalten gelingt, ein Gleichgewicht zu erzeugen, das durch Nicht-Eintritt gekennzeichnet ist und somit eine Marktzutrittsbarriere schafft.
3.1.2 Spezifizierung für die Interaktionsbeziehung zwischen Etabliertem und potenziellen Newcomer
Wie bei der Analyse des Markteintrittsprozesses hergeleitet wurde, ist aus der Perspektive des potenziellen Newcomers in der Voreintrittsphase die Verhaltensinterdependenz stets gegeben. Hieraus lässt sich als Anforderung an eine Definition der Marktzutrittsbarriere für die untersuchte Interaktionsbeziehung zwischen Etabliertem und potenziellen Newcomer die Forderung der unbedingten Berücksichtigung sämtlicher, die Entscheidung des potenziellen Newcomers überhaupt nur beeinflussenden Faktoren ableiten. Denn ein potenzieller Newcomer fundiert seine Marktzutrittsentscheidung als Gewinnkalkül und hat dabei sämtliche, seine Gewinnerwartungen beeinflussende Faktoren zu berücksichtigen.
In einem Vergleich der beiden wettbewerbspolitischen Definitionen ist daher die von BAIN aufgrund ihrer breiteren Konzeption der von STIGLER grundsätzlich vorziehenswürdig. Gleichwohl zwingt die BAINsche Konzeption aufgrund ihres normativen Charakters ihren Anwender zur Wertung von Betrachtungstatbeständen nach der Maßgabe eines wettbewerbspolitischen Leitbildes, worunter die Vollständigkeit der Erfassung an Einflussfaktoren leidet und eine objektive Beurteilung unmöglich wird. Zudem ist der Ansatz BAINs eher als Instrument zur Messung der Höhe der Barriere ausgestaltet und dient damit nicht einer systematischen Identifikation von Ursachen.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problematik von Marktzutrittsbarrieren im Kontext der Deregulierungspolitik und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedingungen für ein Gleichgewicht ohne Markteintritt zu untersuchen.
2. Die Interaktionsbeziehung zwischen Etabliertem und potenziellem Newcomer: Dieses Kapitel beschreibt die Interaktion der Akteure als Duopol und führt die Spieltheorie als formale Methode zur Abbildung dieser Beziehung ein.
3. Rolle und Auswirkungen von Marktzutrittsbarrieren: Hier erfolgt eine Literaturanalyse zum Begriff der Marktzutrittsbarriere, woraufhin eine eigene, verhaltensinterdependente Definition für die spezifische Interaktion entwickelt wird.
4. Anwendung defensiver Maßnahmen zur Eintrittsabschreckung: Das Hauptteil-Kapitel analysiert die Konzepte Vorreiterschaft, Signaling, Kostenerhöhung und ruinöser Wettbewerb sowie deren spezifische Anwendung durch den Einsatz von Werbung.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Abhängigkeit der Strategien von der Informationsstruktur des Marktes.
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Die Arbeit untersucht, wie ein etabliertes Unternehmen in einem oligopolistischen Markt durch gezieltes Verhalten Marktzutrittsbarrieren für potenzielle neue Konkurrenten schaffen kann.
Die zentralen Themen umfassen die Oligopoltheorie, die Anwendung spieltheoretischer Modelle auf Markteintrittsentscheidungen sowie die Analyse defensiver Unternehmensstrategien zur Abschreckung.
Das Ziel ist es, die spezifischen Bedingungen innerhalb der Interaktionsbeziehung zwischen einem etablierten Anbieter und einem potenziellen Newcomer zu identifizieren, die zu einem Gleichgewicht ohne Markteintritt führen.
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die extensive Form der Spieltheorie, um die Markteintrittsentscheidungen und die Reaktionen der Marktteilnehmer formal zu modellieren und zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung von Barrieren und die detaillierte Untersuchung praktischer Konzepte zur Eintrittsverhinderung wie Signaling, Vorreiterschaft und Kostenerhöhung, unter Einbeziehung von Werbeausgaben als strategisches Instrument.
Wichtige Begriffe sind Marktzutrittsbarrieren, Spieltheorie, Eintrittsabschreckung, Signaling, Vorreiterschaft und oligopolistische Interdependenz.
Die Arbeit zeigt, dass die klassische Limit-Pricing-Strategie unter der Annahme symmetrischer Information oft nicht glaubwürdig ist, da der Etablierte nach einem erfolgten Eintritt keinen Anreiz mehr hat, den Preis niedrig zu halten.
Informationsasymmetrie ermöglicht erst den Einsatz von Signaling-Strategien, bei denen der Etablierte sein Verhalten (z.B. Preis oder Werbeausgaben) nutzt, um dem potenziellen Newcomer Informationen über seine Kostenstruktur zu übermitteln und diesen so vom Eintritt abzuschrecken.
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