Bachelorarbeit, 2009
60 Seiten, Note: 2,7
Vorwort
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
2 Berufsorientierung – eine Begriffserklärung
2.1 Herausforderungen an die Berufsorientierung angesichts eines Strukturwandels der Erwerbsarbeit und des demographischen Wandels
3 Berufsorientierung für Hauptschüler
3.1 Die Notwendigkeit einer vertieften Berufsorientierung in der Hauptschule
3.2 Anforderungen an die schulische Berufsorientierung
3.3 Die Rolle der Bundesagentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit den Schulen hinsichtlich einer Berufsorientierung für Hauptschüler
4 Maßnahmen zur angebotsorientierten Berufsorientierung der Agentur für Arbeit am Beispiel der Agentur für Arbeit Lübeck
4.1 Schulbesprechungen
4.1.1 Themen und Inhalte
4.2 Elternabende
4.2.1 Themen und Inhalte
4.3 Kooperationen und weitere Aktivitäten
5 Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit
5.1 Berufseinstiegsbegleitung in der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe in Zusammenarbeit mit der Rackow Schule gGmbH
5.1.1 Vorbetrachtungen
5.1.2 Ziel und Zielgruppe
5.1.3 Exemplarischer Verlauf der Berufsorientierung als Teilbereich der Berufseinstiegsbegleitung
5.1.3.1 Einbindung der Akteure
5.1.3.2 Erlangung der Berufswahlkompetenz
5.2 Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung des Landes Hamburg in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Hamburg am Beispiel des „Hamburger Hauptschulmodells“
5.2.1 Das Konzept
5.2.2 Ziele
5.2.3 Das Drei-Pfeiler-Modell
5.2.4 Vertiefte Berufsorientierung und ein verbessertes Entscheidungsverhalten
5.2.5 Erste Ergebnisse
5.3 Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung des Landes Mecklenburg/Vorpommern in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Schwerin am Beispiel der „Werkstatt West“
5.3.1 Die Zielgruppe
5.3.2 Die Wirkungsziele
5.3.2.1 Die Wirkungsziele bezogen auf die Teilnehmer
5.3.2.2 Die Wirkungsziele auf struktureller Ebene
5.3.3 Handlungsfelder des Projekts
5.3.3.1 Berufsorientierung
5.3.4 Das soziale Training
5.3.5 Zeitplan und Kosten
5.3.6 Die Betreuung
5.4 Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung der Universität Lüneburg in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Flensburg am Beispiel der „Leuphana Sommerakademie“ auf Sylt
5.4.1 Vorüberlegungen
5.4.2 Das Konzept
5.4.3 Die Finanzierung
5.4.4 Erste Erfolge
6 Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung des Landes Schleswig/Holstein am Beispiel des „Handlungskonzeptes Schule & Arbeitswelt“
6.1 Sinn und Zweck der Maßnahme
6.2 Handlungsfelder des Konzepts
6.2.1 Coaching
6.2.2 Assessments / Potenzialanalyse
6.2.2.1 Besuch eines Assessments am 11.02.09
6.2.3 Berufsfelderprobungen
6.3 Der organisatorische Rahmen – die FlexPhase
7 Eine bundesweite Maßnahme: Der Berufswahlpass
7.1 Aufbau und Inhalt
7.2 Verbreitung
8 Vergleich
9 Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis hat das Ziel, verschiedene Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung innerhalb der Regionaldirektion Nord systematisch zu erfassen, zu beschreiben und miteinander zu vergleichen, um aufzuzeigen, wie Jugendliche beim Übergang von der Schule in das Erwerbsleben unterstützt werden können.
6.2.1 Coaching
Beim Coaching stehen den Jugendlichen sachkompetente Personen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen sie, wenn es darum geht, für ihre berufliche Zukunft Entscheidungen treffen zu können. Diese Art der Betreuung bietet den Schülern die Möglichkeit, im Zuge der Berufsorientierung die eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Möglichkeiten selbst realistisch einschätzen zu können. Durch die personenorientierte Förderung des Coachings werden für die Jugendlichen eine prozessorientierte Beratung, eine zielorientierte Anleitung und ein handlungsorientiertes Training gewährleistet. Dazu ist es notwendig, kompetentes Fachpersonal einzusetzen. Dies sollte möglichst aus dem sozialpädagogischen, therapeutischen oder erzieherischen Bereich kommen. Auch Lehrkräfte an Schulen mit geeigneter zusätzlicher Qualifikation können das Coaching durchführen. (Vgl. Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt, S. 8ff). Im Moment liegt der Betreuungsschlüssel der Coaches bei ca. 1:60. Frau Brigitte Döring aus dem Ministerium für Bildung und Frauen in Schleswig/ Holstein kann berichten, dass sich die Jugendlichen überwiegend positiv über die Hilfe der Coaches äußern und sie als enorme Unterstützung wahrnehmen.
„Die individuelle Begleitung und Unterstützung beim Übergang in die berufliche Bildung soll (…) sicherstellen, dass die Jugendlichen sich realistische Ziele setzen und diese im Rahmen ihrer Berufswahl auch erreichen können“. (Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt, S. 10)
Während meiner Recherche bezüglich der Bachelor-Thesis hatte ich die Möglichkeit, persönlich mit einem Coach, der für das „Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt“ im Jugendaufbauwerk Bad Oldesloe tätig ist und Schüler während der flexiblen Übergangsphase (siehe Kapitel 6.3) betreut, zu sprechen. Frau Anja Röhr, eine ausgebildete Therapeutin, berichtete aus der täglichen Praxis eines Coaches. Die Arbeit mit den Haupt und Förderschülern sei sehr sinnvoll, so Röhr. In der FlexPhase sei es ihre Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung zu begleiten und zu unterstützen, d.h. neben der Organisation von Praktika in Betrieben zur Berufsfelderprobung begleitet der Coach die Jugendlichen auf ihren eigenen Wunsch hin auch zu wichtigen Terminen, z.B. zur Berufsberatung, zu Vorstellungsgesprächen oder er spricht mit den Eltern, wenn es Klärungsbedarf gibt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die problematische Situation von Hauptschülern beim Übergang in die Arbeitswelt und definiert die Notwendigkeit von Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung.
2 Berufsorientierung – eine Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert Berufsorientierung als lebenslangen Prozess der Abstimmung zwischen individuellen Fähigkeiten und den Anforderungen der Arbeitswelt angesichts struktureller Veränderungen.
3 Berufsorientierung für Hauptschüler: Hier wird die besondere Benachteiligung von Hauptschülern am Arbeitsmarkt dargelegt und die Notwendigkeit einer frühzeitigen, vertieften Unterstützung begründet.
4 Maßnahmen zur angebotsorientierten Berufsorientierung der Agentur für Arbeit am Beispiel der Agentur für Arbeit Lübeck: Das Kapitel beschreibt klassische Angebote wie Schulbesprechungen und Elternabende als Basis der Berufsorientierung.
5 Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit: Dieses Kapitel analysiert spezifische Projekte wie Berufseinstiegsbegleitung, Hamburger Hauptschulmodell und Werkstatt West.
6 Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung des Landes Schleswig/Holstein am Beispiel des „Handlungskonzeptes Schule & Arbeitswelt“: Der Fokus liegt hier auf dem Handlungskonzept, Coaching-Ansätzen und der FlexPhase als Instrumenten zur Prävention von Jugendarbeitslosigkeit.
7 Eine bundesweite Maßnahme: Der Berufswahlpass: Das Kapitel stellt den Berufswahlpass als zentrales Instrument zur Dokumentation und Reflexion des persönlichen Berufswahlprozesses vor.
8 Vergleich: Hier werden die verschiedenen Maßnahmen gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten in der Zielstellung und methodische Unterschiede bei der Umsetzung herauszuarbeiten.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Vernetzung verschiedener Akteure, um die Berufswahlkompetenz nachhaltig zu fördern.
Berufsorientierung, Hauptschüler, Bundesagentur für Arbeit, Übergangsmanagement, Berufswahlkompetenz, Jugendsozialarbeit, Kompetenzfeststellung, Assessment, Handlungskonzept, Berufsfelderprobung, Berufseinstiegsbegleitung, Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel, Coaching, Berufswahlpass
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung für Hauptschüler innerhalb der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit.
Im Zentrum stehen der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung, die Rolle der Bundesagentur für Arbeit, Kooperationen mit Schulen und Unternehmen sowie die Förderung der Berufswahlkompetenz.
Das Hauptziel ist die systematische Auflistung und der Vergleich von Fördermaßnahmen, um deren Wirksamkeit und methodische Ansätze im Hinblick auf den Erfolg der Jugendlichen zu untersuchen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzeptpapieren und eigenen Beobachtungen, beispielsweise bei einem Assessment-Tag im Jugendaufbauwerk.
Der Hauptteil stellt konkrete Best-Practice-Modelle wie das Hamburger Hauptschulmodell, die Werkstatt West, die Leuphana Sommerakademie und das schleswig-holsteinische Handlungskonzept vor.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Berufsorientierung, Ausbildungsreife, Kompetenzfeststellung, berufliche Biografie und Übergangssicherung geprägt.
Sie ermöglicht eine Ausdehnung der Lernzeit für Schüler mit Lernschwierigkeiten, um den Hauptschulabschluss durch eine praxisorientierte Verknüpfung von Schule und Berufsbildung doch noch erfolgreich zu erreichen.
Sie findet intensiv in den Ferien statt und kombiniert Berufsorientierung mit gezielter schulischer Nachhilfe in Fächern wie Deutsch, Mathe und Englisch sowie sportlichen Aktivitäten.
Er dient als kontinuierliches Dokumentationsinstrument, in dem Schüler von Klasse 7 bis 9 ihre Stärken, Schwächen und Interessen reflektieren und ihre persönlichen Unterlagen für den Übergang in den Beruf sammeln.
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