Bachelorarbeit, 2022
57 Seiten, Note: 1.7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Filterblasen in den Sozialen Medien
2.1.1 Informationsbeschaffung und Meinungsbildung in den sozialen Medien
2.1.2 Algorithmische Personalisierung
2.1.3 Filterblasen und Echokammern
2.2 Medienkompetenz
2.2.1 Medienkompetenz nach Baacke
2.2.2 Medienkritik im digitalen Zeitalter
2.3 Wissensvermittlung in den digitalen Medien
3. Medienberichte
3.1 Erklärung der Einteilung der Medienberichte
3.2 Allgemeine pauschalisierte Kritik
3.3 Auflösung der Kritik
3.4 Selbstexperiment
3.5 Bildungsformate
4. Analyse
4.1 Analyse aus 3.2
4.2 Analyse aus 3.3
4.3 Analyse aus 3.4
4.4 Analyse aus 3.5
5. Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse mit vorgestellten Forschungsstand
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die mediale Wissenskommunikation über das Konzept der Filterblasen in digitalen Medien. Dabei soll analysiert werden, wie algorithmische Funktionsweisen in journalistischen und medialen Formaten dargestellt werden, welcher Forschungsstand hierbei vermittelt wird und inwiefern diese Inhalte zur Stärkung der Medienkompetenz von Rezipienten beitragen können.
1. Einleitung
Im Jahr 2011 etablierte der Internetaktivist Eli Pariser die Metapher der Filterblase und eröffnete damit einen umstrittenen medienwissenschaftlichen Diskurs über den Einfluss von algorithmischer Personalisierung in den digitalen Medien (vgl. Stark/Magin/Jürgens 2017). Fünf Jahre später hielt die damalige Bundeskanzlerin eine Rede vor dem Deutschen Bundestag zum Haushaltsgesetz, in der sie darauf aufmerksam machte, dass wir als Gesellschaft lernen müssen mit Algorithmen umzugehen:
„[…] ich will nur darauf aufmerksam machen, dass Meinungsbildung heute grundsätzlich anders erfolgt als vor 25 Jahren, dass heute Fake-Seiten, Bots, Trolle Meinungsbilder verfälschen können, dass heute sich selbst regenerierende Meinungsverstärkungen durch bestimmte Algorithmen stattfinden. Wir müssen lernen, uns damit auseinanderzusetzen. (Merkel 2016)“
Eine öffentliche sowie publizistische verstärkte Aufmerksamkeit bekam die Filterblase dann medial mit den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016 (Bedford-Strohm 2019: 210). Durch das Ergebnis der Wahl, dem Sieg des republikanischen Trumps, suchten „die amerikanischen Eliten in Medien, Politik und Wirtschaft“ nach Gründen (ebd.). Einer der Hauptgründe, der für das Ergebnis in den Medien genannt wurde, war die Theorie der Filterblase (ebd.). Bis heute hält der medienwissenschaftliche Diskurs um die Frage, wie Filterblasen die Gesellschaft gefährden können, an.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Filterblasen ein, skizziert den medienwissenschaftlichen Diskurs seit 2011 und definiert die Forschungsfrage bezüglich der medialen Wissensvermittlung von Filteralgorithmen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Mechanismen der algorithmischen Personalisierung in sozialen Medien und setzt sich mit den Konzepten der Filterblasen und Echokammern sowie dem Medienkompetenzmodell nach Baacke auseinander.
3. Medienberichte: Hier wird die Kategorisierung der untersuchten Medienberichte vorgenommen, welche in die Gruppen allgemeine Kritik, Kritikauflösung, Selbstexperimente und Bildungsformate unterteilt werden.
4. Analyse: In diesem Teil erfolgt die qualitative Untersuchung der zuvor identifizierten Medienbeiträge unter Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen und der journalistischen Vermittlungsansätze.
5. Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse mit vorgestellten Forschungsstand: Die Ergebnisse der Analyse werden hier gegen den aktuellen Forschungsstand gespiegelt, um die Stärken und Schwächen der medialen Wissensvermittlung herauszuarbeiten.
6. Fazit und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die Erkenntnisse der Untersuchung und gibt Empfehlungen für eine zukunftsfähige medienpädagogische Vermittlung von Medienkompetenz in der digitalen Gesellschaft.
Filterblase, Algorithmische Personalisierung, Medienkompetenz, Medienkritik, Soziale Medien, Wissensvermittlung, Echokammer, Medienpädagogik, Digitaler Wandel, Nachrichtenquellen, Journalismus, Framing, Datenanalyse, Politische Meinungsbildung, Algorithmen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der medialen Vermittlung des Konzepts der "Filterblase" und deren wissenschaftlicher Einordnung sowie der Qualität journalistischer Berichterstattung über algorithmische Prozesse.
Die zentralen Felder umfassen die algorithmische Personalisierung in sozialen Netzwerken, die Kommunikation medienwissenschaftlicher Erkenntnisse an eine breite Öffentlichkeit und die Förderung von Medienkompetenz.
Die Arbeit untersucht, wie die Metapher der Filterblase in digitalen Medien unter Berücksichtigung des Forschungsstandes, der Medienkompetenzvermittlung und medienpädagogischer Herausforderungen dargestellt wird.
Es handelt sich primär um eine qualitative Untersuchung verschiedener journalistischer Medienberichte und Formate, die mittels einer analytischen Kategorisierung bewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Algorithmen und Medienkompetenz sowie eine detaillierte Analyse spezifischer Medieninhalte aus verschiedenen Kategorien (z. B. Selbstexperimente, Berichterstattungen).
Wesentliche Begriffe sind Filterblase, algorithmische Personalisierung, Medienkompetenz nach Baacke, Wissensvermittlung und digitale Medien.
Selbstexperimente in Journalismus-Formaten werden als besonders authentische, aber teils methodisch herausfordernde Form der Wissensvermittlung analysiert, die den Prozess der Interaktion mit Algorithmen visualisieren.
Die Arbeit stellt heraus, dass die Filterblasen-Metapher oft zur Komplexitätsreduktion genutzt wird und wissenschaftliche Erkenntnisse, die eine weniger drastische Wirkung der Filterblasen belegen, häufig in medialen Darstellungen unterrepräsentiert sind.
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