Bachelorarbeit, 2023
51 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Das Wassermotiv in Shutter Island
2.1 Szenenanalyse 1
2.2 Das Wassermotiv in der exemplarischen Szene
III. Das Wassermotiv in Form von Regen in Shutter Island
3.1 Szenenanalyse 2
3.2 Das Wassermotiv in der exemplarischen Szene in Form von Wetter
3.3 Versuch einer Genrebestimmung
3.4 Rezensionen zum Film Shutter Island
IV. Das Wassermotiv in Shutter Island in Konvergenz mit dem Plot und der narrativen Struktur
4.1 Weitere Hinweise zur Handlungswende in Form des Wassermotivs
4.1.1 Das Wasserglas im Büro von Dr. Cawley und beim Verhör von Mrs. Kearns
4.1.2 Der Anfangs- und der Endshot
4.2 Wie das Wassermotiv das (Traum)Narrativ unterstützt
V. Weitere, medienübergreifende Interpretationen des Wassermotivs
5.1 Analyse einer Szene aus Moonlight (2016)
5.2 Das Wassermotiv in der Kunstgeschichte
5.2.1 Symbolik der Wasserdarstellung in Form von Regen
5.2.2 Symbolik der Wasserdarstellung in Form des Meeres
5.2.3 Symbolik der Wasserdarstellung in der Architektur
5.3 Das Wassermotiv in der Literatur
VI. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das omnipräsente Wassermotiv im Film Shutter Island (2010), um dessen symbolische Bedeutung sowie seine Funktion innerhalb der Handlung und der filmischen Inszenierung zu ergründen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Wasser als Motiv in den narrativen Aufbau sowie das (Traum-)Narrativ des Films eingebettet ist und inwieweit es zur Spannungserzeugung und zur Darstellung der psychischen Verfassung der Hauptfigur beiträgt.
2.1 Szenenanalyse 1 (TC 00:27:46-00:30:52):
Eine Kamerafahrt nach vorne platziert das Publikum in den Korridor der Wohnung von Andrew Laeddis und Dolores Chanal (Abb. 1). Es liegt eine weitreichende Raumtiefe vor. Diese entsteht unter anderem durch die Symmetrie, die sich durch den parallelen Aufbau der Wände ergibt. Sowohl die Lampen, als auch die Bilder und die Türen sind auf beiden Seiten identisch. In der zentralen Mitte des Filmbildes befindet sich ein Fenster, was auch als Fluchtpunkt fungiert. Durch die Farbgebung des Raums außerhalb der Wohnung entsteht ein Kontrast zum innenliegenden Flur. Filmfarben waren lange Zeit kein etablierter Teil der Filmanalyse, unter anderem auch durch die Schwierigkeiten, die ein kritischer Ansatz mit Fokus auf der Farbe im Film mit sich bringt (Flückiger 28).
In dieser Szene jedoch lässt sich eine gewisse Farbwirkung extrahieren, die allerdings sehr durch Subjektivität geprägt ist. Der gesamte Innenraum, also die Wände, die Türen und auch der Vorhang, ist in verschiedenen Grüntönen konzeptualisiert. Die einheitliche Farbkomposition führt dazu, dass der Raum surreal und konstruiert wirkt. Das impliziert, dass es sich bei dieser Sequenz um eine konzipierte Traumsequenz handelt. Im Widerspruch zu dem grünlichen, schattigen Innenraum steht die helle Umgebung außerhalb der Wohnung. Der Außenraum wirkt illusorisch und durch diesen Farbkontrast komplett losgelöst vom Innenraum. Auch so wird deutlich, dass es sich um einen Traum handelt und sich das Geschehen von dem Außenraum und der fiktiven Wirklichkeit abgrenzt.
I. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Bedeutung des Wassermotivs und führt in die filmische Analyse von Shutter Island als Instrument zur Erforschung symbolischer Filmstrukturen ein.
II. Das Wassermotiv in Shutter Island: Dieses Kapitel analysiert eine exemplarische Traumszene, um die visuelle Konstruktion und die psychologische Bedeutung des Wassers als Ausdruck innerer Zustände zu untersuchen.
III. Das Wassermotiv in Form von Regen in Shutter Island: Fokus auf der dramaturgischen Funktion von Regen als Element zur Spannungserzeugung und als Mittel zur Charakterisierung der Genre-Hybridität des Films.
IV. Das Wassermotiv in Shutter Island in Konvergenz mit dem Plot und der narrativen Struktur: Untersuchung spezifischer Details wie Wassergläser und Kamera-Shots, die als Vorzeichen der Handlungswende fungieren und die Unzuverlässigkeit des Narrativs unterstreichen.
V. Weitere, medienübergreifende Interpretationen des Wassermotivs: Medienvergleichende Perspektive, die das Wassermotiv durch Beispiele aus dem Film Moonlight, der bildenden Kunst und der Literatur kontextualisiert.
VI. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse, die den Dualismus und die zentrale Rolle des Wassermotivs für die Entschlüsselung des Films bestätigt.
Shutter Island, Wassermotiv, Filmanalyse, Symbolik, Film Noir, Spannungserzeugung, Traumsequenz, Narrationsstruktur, Psychische Verfassung, Regen, Ikonographie, Genre-Hybridisierung, Andrew Laeddis, Martin Scorsese, Motivforschung
Die Bachelorarbeit analysiert die symbolische und funktionale Bedeutung des Wassers als wiederkehrendes Motiv im Mysterythriller Shutter Island.
Die Arbeit verknüpft die filmsprachliche Analyse der Mise-en-scène mit den Themen Trauma, Erinnerungsarbeit, Genrestrukturen und der Ikonographie des Elements Wasser.
Ziel ist es, nachzuweisen, dass Wasser nicht nur ästhetisches Gestaltungsmittel ist, sondern essenziell zur Narration, zur Darstellung psychischer Dissoziation und zur Spannungserzeugung beiträgt.
Es erfolgt eine systematische Filmanalyse, gestützt durch Ansätze der Motivforschung sowie ikonographische und narratologische Theorieansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Szenenanalyse, die Untersuchung spezifischer Wassermotive (Regen, Wassergläser) und einen interdisziplinären Vergleich mit anderen Medien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Filmanalyse, Symbolik, Shutter Island, Narrationsstruktur, psychische Dissoziation und Motivforschung definiert.
Wasser, besonders in Form von Regen, fungiert als atmosphärisches Mittel und Ausdruck der Bedrohung, das die psychische Instabilität und das Informationsdefizit des Protagonisten verstärkt.
Der Vergleich dient dazu, die Vielseitigkeit des Wassersymbols aufzuzeigen, welches im Gegensatz zu Shutter Island auch positive Aspekte wie Hoffnung und Wiedergeburt verkörpern kann.
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