Diplomarbeit, 2023
96 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Fachkräftemangel in der Filmbranche
2.1 Situation
2.2 Ursachen
2.2.1 Allgemeine Ursachen
2.2.2 Produktionsvolumen und -struktur
2.2.3 Arbeitsbedingungen
2.2.4 Ausbildung und Sichtbarkeit
3. Berufswahl
3.1 Übersicht Berufswahltheorien
3.2 Berufswahl von Schülern
4. Zwischenfazit und Thesen
5. Datenerhebung
5.1 Methode
5.2 Instrument
5.3 Umsetzung
5.4 Stichprobe
6. Ergebnisse
6.1 Brancheninteresse
6.2 Filmberufewissen
6.3 Vorurteile und Hürden
6.4 Arbeitsbedingungen
6.5 Brancheneinstieg
6.6 Wünsche
7. Lösungsversuche
8. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
9. Lösungsvorschlag und Ausblick
10. Quellen und Verzeichnisse
10.1 Literatur
10.2 Studien und Paper
10.3 Pressetexte
10.4 Gesetze und Tarifverträge
10.5 Reden und Vorträge
10.6 Internetseiten
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Fachkräftemangels in der Filmbranche mit einem spezifischen Fokus auf den Nachwuchs in Form von Schülern. Ziel ist es zu analysieren, warum trotz eines hohen grundsätzlichen Interesses bei dieser Zielgruppe der Einstieg in die Branche ausbleibt, welche Rolle mangelnde Information und Vorurteile hierbei spielen und welche Lösungsansätze existieren.
2.2.3 Arbeitsbedingungen
Viele Fachkräfte verlassen die Branche, ein Grund dafür sind die Arbeitsbedingungen. Dazu Oliver Zenglein von Crew United:
„Wir sind eine Branche die nicht nur, wie viele andere Branchen, die Schwierigkeit hat den Nachwuchs zu gewinnen, wir verlieren auch wertvolle, erfahrene Mitarbeiter. Also uns verlassen […] Menschen, die entweder reinrutschen und nach zehn Jahren, mit Ende 20, ausgepowert sind und keine wirkliche Perspektive haben und uns verlassen Menschen, die eine Familie gründen wollen mit 40 oder die mit 43 ein Burnout haben.“
Laut § 3 Arbeitszeitgesetz der Bundesrepublik Deutschland darf die wöchentliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden pro Tag nicht überschreiten. Sie kann nur auf maximal zehn Stunden verlängert werden, wenn „innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.“ In der Filmbranche gelten diese Regeln nicht, denn im Verdi Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende ist im Punkt 5.2.1 die „regelmäßige“ wöchentliche Arbeitszeit zwar auch auf 40 Stunden festgelegt, doch die Ausnahmen folgen prompt: So wird in Punkt 5.2.5 die maximale Tageshöchstarbeitszeit auf 12 Stunden festgelegt, bei „hochfrequenten FernsehSerien Produktionen und nur an einem Tag jeder Kalenderwoche im gesamten Produktionszeitraum“ sind auch 13 Stunden möglich. Selbst davon sind Ausnahmen erlaubt, zum Beispiel bei „aufgrund Drittentscheidung eingeschränkte(r) Motivverfügbarkeit“, oder bei „erheblich erhöhte(m) organisatorische(m) Aufwand bei Massenszenen“.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema Fachkräftemangel in der Produktion von Bewegtbildern und erläutert den Analyseschwerpunkt auf zukünftigen Fachkräften und Schülern.
2. Fachkräftemangel in der Filmbranche: Dieses Kapitel stellt die aktuelle Situation des Personalmangels dar, beleuchtet die multikausalen Ursachen von demografischen Faktoren bis hin zu Produktionsstrukturen und Arbeitsbedingungen.
3. Berufswahl: Hier werden theoretische Ansätze der Berufswahl dargelegt und das Informationsverhalten sowie die Herausforderungen von Schülern bei der Entscheidungsfindung untersucht.
4. Zwischenfazit und Thesen: Auf Basis des Forschungsstands werden die vorläufigen Ergebnisse zusammengefasst und Thesen für die empirische Untersuchung formuliert.
5. Datenerhebung: Dieses Kapitel beschreibt methodisch die Wahl eines standardisierten Fragebogens, dessen Aufbau sowie die Durchführung und Akquise der Stichprobe unter Schülern in Bayern.
6. Ergebnisse: Die gewonnenen Daten werden detailliert in den Bereichen Brancheninteresse, Filmberufewissen, bestehende Vorurteile, wahrgenommene Arbeitsbedingungen und Wünsche der Schüler ausgewertet.
7. Lösungsversuche: Es werden existierende Initiativen, Programme und Verbünde vorgestellt, die sich für eine verbesserte Ausbildung und Sichtbarkeit von Filmberufen einsetzen.
8. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der empirischen Studie werden zusammengeführt, um die aufgestellten Thesen zu verifizieren oder zu falsifizieren.
9. Lösungsvorschlag und Ausblick: Abschließend werden konkrete Empfehlungen gegeben, um den Einstieg in die Filmbranche für Nachwuchskräfte transparenter und attraktiver zu gestalten.
10. Quellen und Verzeichnisse: Dieser Abschnitt enthält das ausführliche Literaturverzeichnis sowie die Auflistung aller verwendeten Quellen, Studien und Abbildungen.
Fachkräftemangel, Filmbranche, Filmproduktion, Berufswahl, Nachwuchsgewinnung, Schülerbefragung, Arbeitsbedingungen, Ausbildung, Berufsberatung, Filmberufe, Mediensektor, Berufsorientierung, Streamingdienste, Nachwuchsförderung, empirische Untersuchung.
Die Arbeit analysiert den bestehenden Fachkräftemangel in der deutschen Filmbranche und untersucht, inwieweit mangelnde Orientierung und falsche Vorurteile bei Schülern dazu führen, dass dieser Sektor bei der Berufswahl oft nicht in Betracht gezogen wird.
Die zentralen Felder sind die aktuelle Fachkräftesituation, die psychologischen und sozialen Aspekte der Berufswahl bei Jugendlichen sowie die Analyse von Informationsdefiziten und Fehlwahrnehmungen hinsichtlich Filmberufen.
Das primäre Ziel ist es, das Potential unentschlossener Schüler für die Filmbranche zu identifizieren und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Aufklärung und Wissensvermittlung dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann.
Es wurde eine quantitative Methode gewählt. Ein standardisierter Fragebogen wurde genutzt, um vergleichbare statistische Daten von über 200 Schülern in Bayern zu erheben und Hypothesen fundiert zu überprüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse der Ursachen des Fachkräftemangels und der Berufswahlprozesse, gefolgt von einer detaillierten empirischen Präsentation der Erkenntnisse, die in sechs Themenbereichen ausgewertet wurden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fachkräftemangel, Filmproduktion, Berufsorientierung, Schülerbefragung, Ausbildung und Nachwuchsförderung charakterisiert.
Die Untersuchung zeigt, dass Schüler aus städtischen Räumen tendenziell leichteren Zugang zu kulturellen Einrichtungen und Bildungsangeboten haben, was ihr Interesse und ihren Wissensstand gegenüber Jugendlichen aus ländlichen Regionen positiv beeinflusst.
Vorurteile fungieren als erhebliche Einstiegshürden. Viele Schüler glauben fälschlicherweise, man benötige zwingend Kontakte, ein bestimmtes Aussehen oder reines Glück, anstatt sich auf die faktischen Anforderungen wie Ausbildung und fachliche Eignung zu konzentrieren.
Überraschenderweise spielen klassische negative Arbeitsbedingungen, wie lange Arbeitszeiten oder Instabilität, bei der ersten Berufsorientierung der Schüler kaum eine Rolle, da eine sehr hohe Nichtwissensquote besteht und diese Themen den Schülern schlicht noch nicht bewusst sind.
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