Masterarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 1,12
1. Konzeptionelle Klärung des Begriffs „Selbstgesteuertes Lernen“
2. Begründungszusammenhänge zum „Selbstgesteuerten Lernen“
2.1 Gesellschaftlicher Begründungszusammenhang
2.2 Lerntheoretischer Begründungszusammenhang
2.3 Bildungstheoretischer Begründungszusammenhang
3. Selbststeuerung vs. Fremdsteuerung
4. Schülerinnen und Schüler als selbstgesteuerte Lernende
4.1 Hauptstrategien der Lernenden beim „Selbstgesteuerten Lernen“
4.1.1 Kognitive Strategien
4.1.1.1 Memorierungsstrategien
4.1.1.2 Elaborationsstrategien
4.1.1.3 Organisations- und Transformationsstrategie
4.1.2 Metakognitive Lernstrategien
4.1.3 Motivationale Lernstrategien
4.1.3.1 Selbstwirksamkeit als Lernmotivation
4.1.3.2 Erfolgszuversichtliche Strategien als Lernmotivation
4.1.3.3 Intrinsische Motivation
5. Phasen des selbstgesteuerten Lernens
5.1 Planung
5.2 Durchführung
5.3 Bewertung
6. Die „neue Rolle“ der Lehrenden
7. Die Grundschule als kindliche Lernumgebung
8. Das „Selbstgesteuerte Lernen“ und seine Unterrichtsmethodik
8.1 Kooperative Lernarrangements
8.2 Die Lernspirale
9. Das Forschungsvorhaben
9.1 Rahmenbedingungen
9.1.1 Grund- und Hauptschule Altenbruch
9.1.2 Schülerinnen und Schüler der Klasse 1a
9.1.3 Lernspirale „Wie packe ich meinen Schulranzen?“
9.2 Datenerhebung in Bezug auf die „neue Rolle“ der Lehrenden
9.3 Datenerhebung in Bezug auf die Kooperation der Lernenden in selbstgesteuerten Lernprozessen
9.4 Datenauswertung in Bezug auf die „neue Rolle“ der Lehrenden
9.4.1 Interview
9.4.1.1 Kollegium (Paraphrase, Generalisierung)
9.4.1.2 Fachteam (Paraphrase, Generalisierung)
9.4.1.3 Reduktion aus den Gruppeninterviews
9.4.2 Beobachtungen (Auswertung, Interpretation)
9.5 Datenauswertung in Bezug auf die Kooperation der Lernenden in selbstgesteuerten Lernprozessen
9.5.1 Interview
9.5.1.1 Kollegium (Paraphrase, Generalisierung)
9.5.1.2 Fachteam (Paraphrase, Generalisierung)
9.5.1.3 Reduktion der Gruppeninterviews
9.5.2 Beobachtungen (Auswertung, Interpretation)
9.6 Gesamtanalyse und -auswertung der empirischen Daten
9.6.1 ...in Bezug auf die „neue Rolle“ der Lehrenden
9.6.1 ...in Bezug auf die Kooperation von Lernenden in selbstgesteuerten Lernprozessen
10. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Paradigmenwechsel in der Grundschule hin zum selbstgesteuerten Lernen zu untersuchen und die veränderte Rolle der Lehrenden sowie die Kooperation von Lernenden in diesem Prozess kritisch zu beleuchten.
8.2 Die Lernspirale
Die Lernspirale ist eine Methode, die bereits in der Grundschule eingesetzt wird, um Kompetenzen zu erwerben und auf lebenslanges, selbstständiges Lernen vorzubereiten.
Der Unterricht, in dem diese Methode eingesetzt werden kann, folgt einem problemorientierten Konzept, welches zu einem Lernprodukt führt (vgl. Klippert 2001). Im Fokus stehen zudem offene Aufgaben und Lernsituationen, die den Kindern die Möglichkeit bieten, eigenverantwortlich und selbstorganisiert zu arbeiten.
Klippert, der Begründer der Lernspirale, vergleicht die Methode mit einem Spiralbohrer, der sich immer weiter und weiter in die Materie hineinfrisst. Während dieses Vorgangs wiederholen sich Methoden und Inhalte (vgl. Darstellung 7). Des Weiteren unterscheidet er zwischen Makrospiralen und Mikrospiralen. Eine Makrospirale teil sich in drei Phasen (Sensibilisierungsphase, Informationsphase, Transferphase, vgl. Darstellung 7) und ergibt sich, wenn ein komplexes Unterrichtsthema in „Arbeitsinseln“ zerlegt wird. Organisiert, betreut und moderiert werden diese von Lehrkräften. Jede „Arbeitsinsel“ hält dann Phasen für die Schülerinnen und Schüler bereit, die jede für sich, mehrschichtige Aktivitäten erfordern.
In der ersten Phase der Markospirale, der Sensibilisierungsphase, werden das Vorwissen und die Voreinstellungen der Grundschulkinder aktiviert. In der Informationsphase hingegen, erlangen die Schülerinnen und Schüler neue Kenntnisse zum Unterrichtsgegenstand. In der letzten Phase der Makrospirale, wenden die Kinder ihre neues Wissen, verknüpft mit dem Vorwissen, auf eine neue Aufgabe an und vertiefen das Gelernte.
1. Konzeptionelle Klärung des Begriffs „Selbstgesteuertes Lernen“: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen und die facettenreiche Bedeutung des Begriffs, wobei das Selbst und die Steuerungsprozesse im Vordergrund stehen.
2. Begründungszusammenhänge zum „Selbstgesteuerten Lernen“: Hier werden die gesellschaftlichen, lerntheoretischen und bildungstheoretischen Notwendigkeiten für den Wandel hin zu mehr Selbstständigkeit in der Grundschule erörtert.
3. Selbststeuerung vs. Fremdsteuerung: Das Kapitel untersucht das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Polen und plädiert für ein sinnvolles Mischverhältnis im Unterricht.
4. Schülerinnen und Schüler als selbstgesteuerte Lernende: Fokus auf notwendige Lernstrategien (kognitiv, metakognitiv, motivational), die Kinder für den Erfolg benötigen.
5. Phasen des selbstgesteuerten Lernens: Einteilung in Planung, Durchführung und Bewertung als prozesshafte Struktur.
6. Die „neue Rolle“ der Lehrenden: Darstellung des Wandels von der instruierenden Lehrkraft zum Coach, Berater und Lernorganisator.
7. Die Grundschule als kindliche Lernumgebung: Diskussion der schulischen Rahmenbedingungen und der Notwendigkeit offener Lernumgebungen.
8. Das „Selbstgesteuerte Lernen“ und seine Unterrichtsmethodik: Erläuterung von Methoden wie Kooperativen Lernarrangements und der spezifischen Methode der Lernspirale.
9. Das Forschungsvorhaben: Detaillierte Beschreibung der praktischen Durchführung und Auswertung eines Forschungsprojekts in einer Grundschulklasse.
10. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Anforderungen an Schule und Lehrerbildung.
Selbstgesteuertes Lernen, Grundschule, Lernspirale, Kooperatives Lernen, Lehrerrolle, Selbstwirksamkeit, Lernstrategien, Schulentwicklung, Unterrichtsmethode, Eigenverantwortung, Lernumgebung, Qualitative Forschung, Metakognition, Motivation, Bildungstheorie
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept des selbstgesteuerten Lernens in der Grundschule implementiert werden kann und wie sich dadurch die Rolle der Lehrkräfte sowie die Zusammenarbeit der Schüler verändert.
Im Zentrum stehen die theoretische Definition von Selbststeuerung, die Erläuterung von Lernstrategien, die praktische Gestaltung offener Lernumgebungen und die empirische Analyse von Unterrichtsphasen durch eine Lehrkraft.
Es soll herausgefunden werden, wie sich Lehrkräfte in ihre neue Rolle einfinden und inwiefern Grundschüler in kooperativen Arrangements tatsächlich selbstgesteuert lernen können.
Die Autorin wählte einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Hospitationen, Gruppeninterviews mit Lehrkräften und der Analyse von Unterrichtssituationen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zu Strategien und Lernphasen sowie einen empirischen Teil, der das Projekt „Lernspirale“ in einer Grundschulklasse dokumentiert.
Zu den prägenden Begriffen gehören Selbstgesteuertes Lernen, Lernspirale, Lehrerrolle, Kooperatives Lernen und Grundschule.
Die Lehrkraft tritt weniger als Wissensvermittler auf, sondern agiert als Lernberater, Coach und Motivator, der Lernumgebungen schafft und den Dialog mit den Kindern sucht, statt nur Frontalunterricht zu halten.
Die Lernspirale ist eine methodische Struktur, bei der Lerninhalte problemorientiert und in verschiedenen Phasen (Sensibilisierung, Information, Transfer) vertieft werden, um den Schüler schrittweise zur Selbstorganisation zu führen.
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