Forschungsarbeit, 2005
41 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Hauptteil
1. Themen der Dramen
1.1 Die Wandlung
1.2 Masse Mensch
1.3 Hinkemann
1.4 Hoppla, wir leben!
1.5 Feuer aus den Kesseln
1.6 Entwicklungstendenzen
2. Figuren
2.1 Die Wandlung
2.2 Masse Mensch
2.3 Hinkemann
2.4 Hoppla, wir leben!
2.5 Feuer aus den Kesseln
2.6 Entwicklungstendenzen
3. Sprache
3.1 Die Wandlung
3.2 Masse Mensch
3.3 Hinkemann
3.4 Hoppla, wir leben!
3.5 Feuer aus den Kesseln
3.6 Entwicklungstendenzen
4. Surrealistische Elemente
4.1 Die Wandlung
4.2 Masse Mensch
4.3 Hinkemann
4.4 Hoppla, wir leben!
4.5 Feuer aus den Kesseln
4.6 Entwicklungstendenzen
5. Individuum und Gemeinschaft
5.1 Die Wandlung
5.2 Masse Mensch
5.3 Hinkemann
5.4 Hoppla, wir leben!
5.5 Feuer aus den Kesseln
5.6 Entwicklungstendenzen
6. Von Sieg und Scheitern der Revolution
6.1 Die Wandlung
6.2 Masse Mensch
6.3 Hinkemann
6.4 Hoppla, wir leben!
6.5 Feuer aus den Kesseln
6.6 Entwicklungstendenzen
7. Pazifismus gegen Gewalt
7.1 Die Wandlung
7.2 Masse Mensch
7.3 Hinkemann
7.4 Hoppla, wir leben!
7.5 Feuer aus den Kesseln
7.6 Entwicklungstendenzen
8. Religiöse Symbolik und Menschheitsglaube
8. 1 Die Wandlung
8.2 Masse Mensch
8.3 Hinkemann
8.4 Hoppla, wir leben!
8.5 Feuer aus den Kesseln
8.6 Entwicklungstendenzen
Zusammenfassung / Schluss
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung des dramatischen Schaffens von Ernst Toller während der Weimarer Republik anhand einer vergleichenden Analyse von fünf ausgewählten Stücken zu untersuchen. Dabei liegt der Fokus auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftspolitischen und ethischen Themen, um einen möglichen Wandel in Tollers Weltsicht und politischer Überzeugung aufzuzeigen.
1.2 Masse Mensch
In Masse Mensch, einem expressionistischen Ideendrama, gestaltet Toller den Konflikt zwischen ethischem Ideal und politischer Wirklichkeit. Die Hauptfigur Sonja Irene L. ringt vor dem Hintergrund der Revolution um ihre pazifistische Überzeugung. Dabei muss sie sich als Streikführerin sowohl mit der gewalttätigen Masse, verkörpert durch den Namenlosen, als auch mit sich selbst als Teil der Masse auseinandersetzen. Sonja kehrt zwar nach einer kurzen Phase der Verirrung zu ihrem Ideal der Gewaltlosigkeit zurück, wird jedoch nach Niederschlagung des Umsturzversuchs von den Gegnern der Revolution erschossen.
Einerseits geht es um die Frage, ob Gewalt oder Pazifismus zur „neuen Gesellschaft“ führen. Andererseits geht es darum, ob sich die Masse überhaupt Pazifismus leisten kann oder ob eine solche ethische Position nur dem Einzelnen möglich ist. Da jeder Einzelne aber gleichzeitig auch Teil der Masse ist, lebt er in einem unauflösbaren Konflikt. Dieser Konflikt ist zentrales Thema von Masse Mensch.
Ort und Zeit der Handlung bleiben unbestimmt.
1. Themen der Dramen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der fünf untersuchten Stücke, von der autobiografisch geprägten Wandlung bis hin zu den historischen Bezügen in Feuer aus den Kesseln.
2. Figuren: Hier werden die Hauptcharaktere der Dramen analysiert und ihre Funktion als Typen oder Träger spezifischer Ideologien im Kontext von Tollers Weltbild untersucht.
3. Sprache: Das Kapitel widmet sich dem stilistischen Wandel von der pathetischen, expressionistischen Sprache hin zu einer realistischeren, schichtspezifischen Ausdrucksweise.
4. Surrealistische Elemente: Analyse der Traumebenen und surrealen Sequenzen, die genutzt werden, um das Bewusstsein der Figuren und gesellschaftliche Abgründe sichtbar zu machen.
5. Individuum und Gemeinschaft: Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen dem Einzelnen und der kollektiven Masse sowie der Frage nach der persönlichen Verantwortung in sozialen Umbrüchen.
6. Von Sieg und Scheitern der Revolution: Betrachtung der unterschiedlichen Perspektiven auf revolutionäre Bestrebungen und deren wiederkehrendes Scheitern in den Dramen.
7. Pazifismus gegen Gewalt: Diskussion der ethischen Haltung zur Gewalt als politischem Mittel und Tollers durchgängiger Verurteilung dieser, selbst im Namen einer gerechten Sache.
8. Religiöse Symbolik und Menschheitsglaube: Analyse der Verwendung christlicher Motive und der Entfremdung Tollers von institutionalisierter Religion zugunsten eines humanistischen Glaubens.
Ernst Toller, Weimarer Republik, Expressionismus, Revolution, Pazifismus, Die Wandlung, Masse Mensch, Hinkemann, Individuum, Gemeinschaft, Politische Literatur, Dramenanalyse, Gesellschaftskritik, Ethik, Traumebene.
Die Arbeit bietet eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse von fünf Dramen Ernst Tollers aus der Zeit der Weimarer Republik, um den Wandel seiner künstlerischen und politischen Ansichten aufzuzeigen.
Zu den Schwerpunkten gehören das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gemeinschaft, die Problematik der Revolution, das Verhältnis von Pazifismus zu Gewalt sowie der Einsatz religiöser Symbole.
Das Ziel ist es, herauszufinden, in welche Richtung sich Tollers dramatisches Schaffen entwickelte und ob sich in den Stücken ein ethischer und politischer Überzeugungswandel nachweisen lässt.
Die Arbeit nutzt eine vergleichende Inhaltsanalyse, die durch den Einbezug biografischer Aspekte und der spezifischen literarischen Merkmale (Sprache, Surrealismus) ergänzt wird.
Im Hauptteil werden die fünf Stücke chronologisch anhand festgelegter Kategorien wie Figuren, Sprache, surrealistische Elemente und die Auseinandersetzung mit der Revolution untersucht.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Ernst Toller, Expressionismus, Revolution, Pazifismus, Gesellschaftskritik und Menschheitsglaube.
Die Sprache entwickelt sich von einem expressionistischen, pathetischen Telegrammstil in den frühen Werken hin zu einer realitätsnahen, schichtspezifischen Ausdrucksweise in den späteren Stücken.
Die Traumbilder dienen als surrealistisches Element, um die innere Verfassung der Figuren und die gesellschaftlichen Missstände der Zeit sichtbar zu machen, die in der Realität oft verborgen bleiben.
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