Bachelorarbeit, 2009
46 Seiten, Note: 1,3
I. Forschungsstand
II. Begriffsabgrenzung: Europäisierung
III. Grundannahmen
1. Gegenstand und Intensität der Europäisierung
2. Triebkräfte der Europäisierung
METHODIK UND QUELLEN
EMPIRISCHE ANALYSE
TEIL I: DIE EINWANDERUNGSSITUATION IN SPANIEN VOR DEM EG-BEITRITT
I Definition: irreguläre Immigration
II Die besondere Situation Spaniens als Ziel illegaler Einwanderung
III Die spanische Einwanderungspolitik vor dem Anschluss an Europa
TEIL II: EUROPÄISCHER UMGANG MIT IRREGULÄRER IMMIGRATION
I Auslöser der Kooperation: die Übereinkommen von Schengen
II Vertiefung der Kooperation: von der EEA bis zum Vertrag von Amsterdam
III Die gemeinsame Migrationspolitik der EU im Bereich irreguläre Zuwanderung
1 Die Schlussfolgerungen von Tampere
1.1 Ziele
1.2 Umsetzung der Ziele
2 Der Nachfolger: das Haager Programm
2.1 Ziele
2.2 Umsetzung der Ziele
3 Ausblick: Das Stockholmer Programm
TEIL III: SPANISCHER UMGANG MIT IRREGULÄRER IMMIGRATION
I Der Entscheidungsfindungsprozess im politischen System Spaniens
II Quantitative Analyse des politischen Diskurses zur irregulären Migration
III Inhalt des politischen Diskurses und Gesetzgebung zur irregulären Migration
1 Erste restriktive Maßnahmen Mitte der achtziger Jahre
2 Konkretisierung und Konsolidierung in den neunziger Jahren
3 Verstärkte Europäisierung im neuen Jahrtausend
3.1 Die Ley Orgánica 8/2000
3.2 Die Ley Orgánica 11/2003
3.3 Die Ley Orgánica 14/2003
4 Rechtliche Stabilität in der Einwanderungspolitik
5 Aktueller Wandel in der Einwanderungspolitik
FAZIT
Die Arbeit untersucht, ob und in welchem Maße Spanien als wichtigstes Einwanderungsland der Europäischen Union seine Migrationspolitik an europäische Vorgaben anpasst (Europäisierung) oder seine nationale Souveränität priorisiert, wobei der Fokus speziell auf dem Umgang mit irregulärer Einwanderung liegt.
I Definition: irreguläre Immigration
Brochmann definiert Immigration und insbesondere irreguläre Immigration folgendermaßen:
„Immigration may be legal/regular if all permits are in order, or illegal/irregular if some or all permits are missing. The latter type includes those who have entered illegally, those who have overstayed a legal period and those who work without permission.”26
Es wird also zwischen solchen Einwanderern unterschieden, die bereits illegal die Grenze überschreiten und jenen, die zwar legal eingereist sind, deren Status inzwischen jedoch durch die Ungültigkeit ihrer Papiere illegalisiert wurde. Hinzu kommt der Aspekt der illegalen Beschäftigung von Einwanderern. Aufgrund der fehlenden Papiere hat sich im spanischen Sprachraum die Bezeichnung der sin papeles (ohne Papiere), in Anlehnung an den verbreiteten französischen Begriff sans papiers, durchgesetzt.
I. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die klassischen Integrationstheorien und den Beginn der Europäisierungsforschung.
II. Begriffsabgrenzung: Europäisierung: Definiert den Begriff der Europäisierung und grenzt ihn von anderen Konzepten ab.
III. Grundannahmen: Erläutert das top-down-Modell als theoretischen Rahmen und stellt die Skala des Europäisierungsgrades sowie den misfit-Ansatz vor.
METHODIK UND QUELLEN: Legt das methodische Vorgehen dar, welches auf Inhalts- und Diskursanalysen basiert.
EMPIRISCHE ANALYSE: Umfasst den praktischen Teil der Arbeit, unterteilt in die Einwanderungssituation in Spanien, den europäischen Umgang mit Migration und den nationalen Umgang Spaniens.
FAZIT: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Grad der Europäisierung der spanischen Migrationspolitik.
Europäisierung, Spanien, irreguläre Einwanderung, Migrationspolitik, Gesetzgebung, Integrationspolitik, top-down-Modell, Schengen, Grenzschutz, Rückführungspolitik, politische Diskursanalyse, Drittstaatsangehörige, Souveränität, Reform, Recht.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie sich Spanien im Umgang mit illegaler Einwanderung innerhalb der Europäischen Union positioniert hat.
Die Schwerpunkte liegen auf dem theoretischen Konzept der Europäisierung, der europäischen Migrationsgesetzgebung und der nationalen Umsetzung dieser Vorgaben durch Spanien.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob Spanien eine Europäisierung seiner Einwanderungspolitik vollzogen hat oder ob nationale Souveränitätsansprüche dominieren.
Es kommen primär qualitative Inhalts- und Diskursanalysen zum Einsatz, die durch quantitative Auswertungen parlamentarischer Daten gestützt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des theoretischen Rahmens, die Analyse der europäischen Migrationsregeln und eine detaillierte Untersuchung der spanischen Gesetzgebung im Zeitverlauf.
Zentrale Begriffe sind Europäisierung, irreguläre Einwanderung, spanische Politik, Gesetzgebung und Migrationskontrolle.
Schengen wird als zentraler Auslöser für die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Migrations- und Außengrenzenpolitik behandelt.
Es bezeichnet Personen ohne gültige Aufenthaltspapiere, deren Verwaltung für Spanien aufgrund der hohen Zuwanderungsraten eine große politische Herausforderung darstellt.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwar eine Europäisierung stattgefunden hat, Spanien jedoch Besonderheiten beibehält, die aus seiner spezifischen Situation als wichtigstes Einwanderungsland resultieren.
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