Examensarbeit, 2009
24 Seiten, Note: 3
1. EINLEITUNG
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Formen des Lernens
2.1.1 Konkurrenzlernen (ich anstatt du)
2.1.2 Individualisiertes Lernen (ich allein)
2.1.3 Kooperatives Lernen (wir statt ich)
2.2 Warum kooperatives Lernen?
2.3 Die fünf Grundbedingungen kooperativen Lernens
2.3.1 Soziale Kompetenzen
2.3.2 „Face-to-Face“-Interaktion“ – direkte Interaktion
2.3.3 Individuelle Verantwortung
2. 3. 4 Positive gegenseitige Abhängigkeit
2.3.5 Gruppenbewertung (Evaluation)
2.3.6 Zum Zusammenhang von Kooperativem Lernen und der Entfaltung persönlicher und sozialer Kompetenzen
3. Schulpraktische Umsetzung
3.1 Gestaltung sozialer Beziehungen in einer heterogenen Lerngruppe
3.1.1 Aufbau des Unterrichts
3.2 Einsatz verschiedener Methoden
3.2.1 Methode zur Partnerarbeit: Partnerpuzzle
3.2.2 Methode zur Partnerarbeit: Absichtlich Fehler einbauen
3.2.3 Methode zur Gruppenarbeit: Gruppenpuzzle
3.3 Unterrichtsbeobachtungen: Probleme und Lösungsmöglichkeiten bei der praktischen Durchführung
4. Konsequenzen für die schulpraktische Arbeit
5. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie durch den gezielten Einsatz kooperativer Lernformen in einer heterogenen Lerngruppe sowohl fachliche Kompetenzen als auch persönliche und soziale Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gefördert werden können, um sie besser auf berufliche und private Anforderungen vorzubereiten.
2.1.3 Kooperatives Lernen (wir statt ich)
In dieser Lernsituation arbeiten die Sch. zusammen, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Jeder Sch. strebt nach einem Ergebnis, von dem alle Gruppenmitglieder profitieren; der Gruppenerfolg hängt vom Erfolg aller ab (Johnson/Johnson/Holubec 2005, 16). Diese Erkenntnis sowie die erforderliche enge Zusammenarbeit der Gruppenmitglieder bietet dabei gleichzeitig die Möglichkeit, neben den fachlichen auch persönliche und soziale Kompetenzen zu erwerben.
Die kooperative Lernsituation beinhaltet ein „kluges, Kräfte schonendes Umgehen mit der Heterogenität von Lernenden (und Lehrenden), mit Alltagskonflikten mit Leistungsansprüchen und –motivation sowie mit den sozialen Kompetenzen aller an Schule […] Beteiligten“ (Green / Green 2005, 16). Kooperatives Lernen lässt sich damit nicht nur als eine Unterrichtsmethode verstehen, sondern auch als eine Art „persönliche Philosophie“, die den respektvollen Umgang mit anderen Menschen ebenso beinhaltet, wie sie die persönlichen Leistungen und Beiträge der Gruppenmitglieder betont (Green / Green 2005, 16). Dass diese Lernform sich im Unterricht als äußerst effektiv erweist, belegen empirische Untersuchungen, in denen die drei genannten Lernformen verglichen wurden, wobei dem kooperativen Lernen die besten Resultate attestiert wurden.
1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Notwendigkeit von kooperativem Lernen ein, um soziale Kompetenzen und Selbstständigkeit zu fördern und die Defizite des klassischen Frontalunterrichts zu überwinden.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die verschiedenen Lernformen abgegrenzt und die fünf essenziellen Bedingungen für gelingendes kooperatives Lernen theoretisch fundiert.
3. Schulpraktische Umsetzung: Dieser Teil beschreibt die Anwendung konkreter Methoden wie Partner- und Gruppenpuzzle in einer 6. Jahrgangsstufe sowie die Bewältigung auftretender Probleme in der Unterrichtspraxis.
4. Konsequenzen für die schulpraktische Arbeit: Das Kapitel leitet aus den Praxiserfahrungen Anforderungen an die räumliche, zeitliche und kollegiale Gestaltung des Lernumfelds ab.
5. Ausblick: Der Ausblick fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont den Wert kooperativer Methoden für die persönliche und soziale Entwicklung der Lernenden.
Kooperatives Lernen, soziale Kompetenzen, Gruppenarbeit, heterogene Lerngruppe, Unterrichtsmethoden, Schüleraktivierung, soziale Interdependenz, Eigenverantwortung, Partnerpuzzle, Gruppenpuzzle, Schulpraxis, Lernumgebung, Teamfähigkeit, Kommunikation, Leistungsförderung.
Die Arbeit thematisiert den Einsatz kooperativer Lernformen zur Förderung der sozialen und persönlichen Kompetenzen von Schülern in heterogenen Lerngruppen.
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen kooperativen Lernens, die praktische Anwendung in verschiedenen Lernmethoden sowie die Gestaltung geeigneter Rahmenbedingungen für die Unterrichtspraxis.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziale Fähigkeiten durch kooperative Strukturen im Unterricht gezielt aufgebaut und gestärkt werden können, um den Lernerfolg und die Teamfähigkeit zu steigern.
Die Autorin stützt sich primär auf die Beobachtung eigener Unterrichtspraxis in einer 6. Jahrgangsstufe sowie auf die Analyse einschlägiger pädagogischer Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der fünf Grundbedingungen kooperativen Lernens und eine detaillierte Darstellung schulpraktischer Methoden sowie deren Reflexion.
Wichtige Begriffe sind Kooperatives Lernen, Soziale Kompetenzen, Gruppenpuzzle, Eigenverantwortung und Interdependenz.
Im Gegensatz zu Konkurrenzlernen (Wettbewerb) oder individualisiertem Lernen (isolierte Arbeit) liegt der Fokus beim kooperativen Lernen auf der wechselseitigen Abhängigkeit und dem gemeinsamen Gruppenerfolg.
Belohnungen werden sparsam und gruppenbezogen eingesetzt, um den Zusammenhalt (das Wir-Gefühl) zu fördern und die Bedeutung der gegenseitigen positiven Abhängigkeit zu verdeutlichen.
Zur Lösung wurde eine "30-cm-Stimme" vereinbart, die durch ein Lineal visualisiert wurde, sowie später ein bekanntes Ruhe-Signal eingeführt, um ein konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen.
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