Bachelorarbeit, 2009
61 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Rohstoffmärkte
2.1 Rohstoffklassen und ihre Charakteristika
2.1.1 Soft Commodities
2.1.2 Hard Commodities
2.2 Rohstoffterminmärkte
2.2.1 Termin- und Kassamärkte
2.2.2 Preisbildung
2.2.3 Marktteilnehmer
3. Rohstoffe als Anlageklasse
3.1. Definition alternative Anlageklasse
3.2 Zugangsmöglichkeiten zu Rohstoffinvestments
3.2.1 Direktinvestment
3.2.2 Rohstoff-Indizes
3.2.3 Rohstoff-Futures
3.2.4 Rohstoff-Zertifikate
3.2.5 Aktien und Fonds
3.3 Renditen in der Anlageklasse Rohstoffe
3.3.1 Rohstoff-Renditen
3.3.2 Renditetreiber bei Rohstoffen
3.4 Risiko bei Rohstoffen
3.5 Korrelationsstrukturen
4. Optimierung der Asset-Allokation durch Rohstoffe
4.1 Portfoliodiversifikation
4.2 Musterportfolio
4.3 Analyse des Portfolios
5. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über Rohstoffe als Anlageklasse zu geben und deren Eignung als eigenständige Komponente neben Aktien und Anleihen in einem diversifizierten Portfolio darzulegen.
3.2.2 Rohstoff-Indizes
Rohstoff-Indizes setzen analog zu Aktien-Indizes eine Buy-and-Hold-Strategie ein, welche nach fest definierten Regeln umgesetzt wird. Das wichtigste Wesensmerkmal der Rohstoff-Indizes ist, dass diese die entsprechenden Future-Märkte wiedergeben und nicht – wie bei anderen Assetklassen üblich – die Kassamärkte. Der Anleger hat den Vorteil, dass ein Index in der Regel eine weitere Bandbreite der möglichen Rohstoffe abdeckt. Es werden in dieser Arbeit nur ausgewählte der wesentlichsten Rohstoff-Indizes, die in der Tabelle 3 dargestellt werden, vertieft behandelt.
Der Reuters CRB Commodity Index (CRB) ist der älteste Rohstoff-Index. Der CRB Index enthält 16 verschiedene Rohstoff-Futures, die alle an US-Börsen gehandelt werden. Seit 1986 werden die Futures auf den CRB Index an der New York Board of Trade (NYBOT) gehandelt. Wie in Abbildung 4 (Stand: Juni 2009) ersichtlich ist, sind Agrar-Rohstoff-Futures übergewichtet. Das Rebalancing erfolgt monatlich, wodurch die Indexgewichte zu ihrem Ausgangswert zurückgeführt werden.
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung von Rohstoffen als Anlageklasse und Erläuterung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2. Rohstoffmärkte: Klassifizierung von Rohstoffen in Soft und Hard Commodities sowie detaillierte Untersuchung der Funktionsweise von Terminmärkten, Preisbildung und Marktteilnehmern.
3. Rohstoffe als Anlageklasse: Analyse der Definition, verschiedener Investmentinstrumente sowie der Rendite- und Risikoeigenschaften unter Berücksichtigung von Korrelationen.
4. Optimierung der Asset-Allokation durch Rohstoffe: Theoretische Grundlagen der Portfoliodiversifikation und praktische Analyse der Auswirkungen einer Rohstoffbeimischung auf ein Musterportfolio.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende kritische Würdigung der Ergebnisse sowie Ausblick auf die zukünftige Rolle von Rohstoffen in der Asset-Allokation.
Rohstoffe, Rohstoffmärkte, Terminmärkte, Futures, Asset-Allokation, Portfoliodiversifikation, Rendite-Risiko-Profil, Backwardation, Contango, Commodity-Indizes, Inflation, Korrelation, Sharpe Ratio, Hedging, Investmentinstrumente.
Die Arbeit untersucht Rohstoffe als eigenständige, alternative Anlageklasse und deren Beitrag zur Diversifikation in einem Portfolio aus Aktien und Anleihen.
Im Zentrum stehen die Klassifizierung von Rohstoffmärkten, die verschiedenen Instrumente für Investoren, die Analyse der Rendite-Risiko-Struktur sowie die mathematische Portfoliooptimierung.
Es soll herausgearbeitet werden, ob und wie Rohstoffe als ergänzende Anlageklasse das Rendite-Risiko-Verhältnis eines Portfolios gegenüber einer klassischen Aktien-Anleihen-Kombination verbessern können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Finanzmarktgrundlagen und einer quantitativen Analyse ex-post betrachtet anhand historischer Datenreihen, um Diversifikationseffekte zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rohstoffmärkte, die Evaluation der Zugangswege (wie Futures oder Indizes) sowie die empirische Analyse der Portfolio-Allokation inklusive einer Optimierung auf Basis von Mean-Variance-Ansätzen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Asset-Allokation, Rohstoff-Futures, Diversifikation, Rendite-Risiko-Profil und Korrelation.
Soft Commodities sind typischerweise verderbliche, nachwachsende landwirtschaftliche Produkte, während Hard Commodities begrenzte, nicht nachwachsende Rohstoffe wie Metalle, Öl oder Kohle sind.
Die Convenience Yield bezeichnet die Rendite, die ein Anleger aus dem physischen Halten eines Rohstoffs erzielt, weil dieser sofort für Produktionsprozesse verfügbar ist, was den Preis beeinflusst.
Eine geringe oder negative Korrelation von Rohstoffen zu Aktien und Anleihen ermöglicht es, das Gesamtrisiko eines Portfolios zu senken, ohne notwendigerweise die erwartete Rendite im gleichen Maße zu reduzieren.
Da Futures eine begrenzte Laufzeit haben, müssen Anleger Kontrakte "rollen" (alte verkaufen, neue kaufen). In einem Backwardation-Markt entstehen dabei meist Rollgewinne, in einem Contango-Markt Rollverluste.
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