Magisterarbeit, 2008
89 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Sport für Entwicklung und Frieden
2.1. Der Fußball: Kein Politikum?
2.2. Staat und Fußball in Afrika: Brot und Spiele?
2.3. Theorie vom „Nationbuilding“ – Ist der Sport eine Lösung?
2.4. Die Rolle der Fédération Internationale de Football Association (FIFA)
2.5. Die UN-Resolution 58/5
3. Arbeitsfelder des Fußballs
3.1. Bedingungen und Potenziale des Fußballs als Mittel zur Entwicklung
3.2. Fußball als „Lebensschule“ – Schulung des sozialen Verhaltens
3.3. Der mögliche Wirkungsgrad der Projektumsetzung
3.4. Konkrete Arbeitsfelder für Sportprojekte
3.4.1. HIV/Aids – Prävention
3.4.2. Trauma- und Versöhnungsarbeit
3.4.3. Gleichberechtigung – Kann Fußball helfen? – Ein Fallbeispiel.
4. Entwicklung durch Fußball - Die Arbeit der „NonGovernmentOrganizations“
4.1. „Fußball“ als Programm für die Entwicklungsarbeit
4.2. Fußball als Mittel gegen soziale Isolation - „Streetfootballworld“
4.2.1. Warum wird bei „Streetfootballworld“ gerade Fußball verwendet?
4.3. Fußball als Waffe gegen HIV – „Grassrootsoccer“
4.3.1. Warum wird bei „Grassrootsoccer“ gerade Fußball verwendet?
4.3.2. Evaluationsergebnisse in Entwicklungsregionen
5. Fußballschulen in Afrika – Ausbildung und „Football drain“
5.1. Von den Slums ins Nou Camp - Migration von Afrikanischen Fußballspielern in Europa
5.2. Fußballmigration – „Satellitenklubs“ als Exporthafen für Talente
5.3. „Culture Foot Solidaire“ – Zum Schutz des Menschen
6. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Fußballs als Instrument der Entwicklungspolitik und analysiert, inwiefern der Sport zur Lösung gesellschaftlicher, politischer und entwicklungsrelevanter Probleme auf dem afrikanischen Kontinent beitragen kann.
1. Einleitung
„Der Sport ist ein Instrument von Entwicklung und Konfliktlösung, von Gesundheit, Bildung, nachhaltiger Entwicklung und Frieden, das wir bisher noch gar nicht wirklich in seinem Wert erkannt und noch gar nicht wirklich systematisch eingesetzt haben.“
Fußball ist weltweit einer der beliebtesten, wenn nicht sogar die beliebteste Sportart. Fußball begeistert und prägt aktive und passive Teilnehmer. Im letzten Jahrhundert entwickelte der Fußball sich zu einem Sport, der wahrscheinlich nicht zuletzt wegen seiner Einfachheit zu einem wichtigen Element im Leben der unteren Bevölkerungsschichten geworden ist.
Am 26. Oktober 1863 fing alles an. An diesem Tag wurde in England die Football Association gegründet, die das weitgehend bis heute gültige Regelwerk für das Fußballspiel definierte und kodifizierte. Mit dieser Verregelung wurde ein entscheidender Schritt zur Beilegung der Gewalt getan. Seitdem gilt: Fußball ist ein auf Regeln basierendes Spiel und kein Krieg, wie es einmal der holländische Trainer Rinus Michels gesagt haben soll. Im Krieg geht es um die Vernichtung des Feindes, im Fußball um den sportlichen Wettkampf mit einem Gegner. Im Gegensatz zum Krieg ist die Grundstruktur des Fußballs kooperativ und egalitär. Ohne eine gegnerische Mannschaft wäre kein Spiel möglich. Gespielt wird nach den für alle gültigen Regeln, die vom Schiedsrichter und gegebenenfalls von der zuständigen Sportgerichtsbarkeit durchgesetzt werden.
Insofern ist die Fußballwelt der internationalen Politik und deren Fähigkeiten zur friedlichen Konfliktregelung weit voraus. Inwiefern jedoch der Fußball ein Mittel der Entwicklungspolitik sein kann, soll in der vorliegenden Arbeit analysiert werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Fußball als Instrument der Entwicklungspolitik und Konfliktlösung dienen kann, indem sie die globale Popularität des Sports und die Intentionen der Vereinten Nationen beleuchtet.
2. Sport für Entwicklung und Frieden: Das Kapitel erörtert die politische Dimension des Fußballs, das Verhältnis von Staat und Sport in Afrika sowie die theoretischen Ansätze zum Nationbuilding und die Rolle globaler Organisationen.
3. Arbeitsfelder des Fußballs: Hier werden die Rahmenbedingungen für sportliche Entwicklungsprojekte dargelegt, der Fußball als „Lebensschule“ analysiert und konkrete Anwendungsgebiete wie HIV-Prävention und Versöhnungsarbeit untersucht.
4. Entwicklung durch Fußball - Die Arbeit der „NonGovernmentOrganizations“: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung von Nichtregierungsorganisationen und stellt beispielhaft Projekte wie „Streetfootballworld“ und „Grassrootsoccer“ vor.
5. Fußballschulen in Afrika – Ausbildung und „Football drain“: Der Autor betrachtet die Ausbildungssituation junger afrikanischer Spieler, das Phänomen der Fußballmigration nach Europa und kritische Initiativen wie „Culture Foot Solidaire“.
6. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Potenziale und Risiken des Fußballs in der Entwicklungshilfe zusammen und formuliert den Bedarf an einer systematischeren Einbindung des Sports in die Politik.
Fußball, Entwicklungspolitik, Afrika, Nationbuilding, FIFA, NGOs, HIV-Prävention, Traumaarbeit, Sportpädagogik, soziale Integration, Fußballmigration, Streetfootballworld, Grassrootsoccer, Culture Foot Solidaire, Friedensarbeit.
Es geht um die Analyse der Rolle des Fußballs als Instrument in der internationalen Entwicklungspolitik, insbesondere mit Fokus auf den afrikanischen Kontinent.
Zentrale Themen sind die soziale Bedeutung des Fußballs, Konfliktprävention, Gesundheitsaufklärung, das Phänomen der Fußballmigration sowie die Rolle von NGOs bei der Förderung von Entwicklung durch Sport.
Das Ziel ist es, den Wirkungsgrad des Fußballs in der sozialen Entwicklung zu bewerten und zu untersuchen, wie Sportprojekte systematisch zur Verbesserung der Lebensbedingungen eingesetzt werden können.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, der Untersuchung von Fallbeispielen zu Sportprojekten (NGOs) sowie die Analyse von UN-Resolutionen und Evaluationsberichten aus Entwicklungsregionen.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Nationbuilding durch Sport, konkrete Arbeitsfelder von NGOs in Afrika sowie die Problematik und Chancen der Ausbildung und Migration junger Fußballtalente.
Fußball, Entwicklungspolitik, Nationbuilding, soziale Integration, HIV-Prävention, NGO und Fußballmigration.
Die FIFA fungiert als globaler Dachverband, der durch eigene Programme (wie „Football for Hope“) und die Anerkennung internationaler Resolutionen versucht, den Sport zur Förderung von Entwicklung und Frieden zu nutzen.
Die Arbeit beleuchtet, wie europäische Ligen unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen bieten und wie „Satellitenklubs“ als Exporthäfen für Talente fungieren, was oft mit prekären sozialen Folgen für die betroffenen Jugendlichen einhergeht.
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