Diplomarbeit, 2001
102 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 (Neo-)klassische Theorie der Unternehmung
2.2 Prinzipal-Agent-Ansatz
2.3 Transaktionskostenansatz
2.4 ’property rights’-Ansatz und Theorie unvollständiger Verträge
3 Alternative Koordinationsstrukturen
3.1 Spot-Markt
3.2 Strategisches Netzwerk
3.3 Keiretsu
3.4 Joint Venture
3.5 Integration und Hierarchie
4 Ökonomische Konsequenzen der Informationstechnologie
4.1 Entwicklung des Internets
4.2 Elektronischer Markt
4.3 Auswirkung auf die zwischenbetriebliche Organisation
4.3.1 ’move to the market’-Hypothese
4.3.2 ’move to the middle’-Hypothese
4.3.3 ’mixed mode’-Hypothese
5 Ein einfaches mathematisches Modell
5.1 Technologische Annahmen
5.2 Wirkung beziehungsspezifischer Investitionen
5.3 Wiederholte Beziehung
5.4 Auswirkung transaktionskostensenkender Technologien
5.5 Mögliche Erweiterungen
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht den theoretischen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Informationstechnologie (IT) und der Ausgestaltung zwischenbetrieblicher Koordinationsstrukturen. Das primäre Ziel ist es zu ergründen, inwiefern IT die Grenzen von Unternehmen beeinflusst und zu einer Verschiebung zwischen Markt, hybriden Strukturen und Hierarchien führt.
3.1 Spot-Markt
Der Spot-Markt, im folgenden kurz “Markt“ genannt, stellt eines der zwei extremen Ausprägungen der Hierarchie-Markt-Dichotomie möglicher Koordinationsstrukturen dar. Im Gegensatz zur Koordinationsstruktur der Hierarchie werden auf einem Markt die Produktions- und Konsumpläne der Akteure nicht durch zentrale Planung koordiniert, sondern durch den dezentralen Preismechanismus.
Ein Markt ist definiert als ein “...set of suppliers and demanders whose trading establishes the price of a good.“173), bzw. als der “...ökonomische Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage, an dem sich Preisbildung und Tausch vollziehen.“174) Aufgrund dieser recht allgemeinen Definition läßt sich schon erahnen, daß die konkrete sachliche Abgrenzung eines Marktes in praxi oft Schwierigkeiten bereitet.175) Märkte lassen sich nach mehreren Charakteristika voneinander unterscheiden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Unternehmensgrenzen ein und erläutert den Aufbau sowie das Ziel der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über ökonomische Theorien zur Unternehmung, von der neoklassischen Theorie bis zur Theorie unvollständiger Verträge.
3 Alternative Koordinationsstrukturen: Hier werden Markt, Hierarchie und hybride Formen wie Netzwerke, Keiretsu und Joint Ventures in Bezug auf ihre Vor- und Nachteile untersucht.
4 Ökonomische Konsequenzen der Informationstechnologie: Dieses Kapitel analysiert die Auswirkungen von IT und Internet auf die zwischenbetriebliche Organisation und diskutiert verschiedene Hypothesen dazu.
5 Ein einfaches mathematisches Modell: In diesem Kapitel wird ein Modell entwickelt, um die Auswirkungen von IT auf beziehungsspezifische Investitionen und Kooperationen mathematisch zu veranschaulichen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und zeigt auf, dass weiterer Forschungsbedarf besteht.
Informationstechnologie, Unternehmung, Transaktionskosten, Koordination, elektronische Märkte, vertikale Integration, Prinzipal-Agent, Property Rights, strategische Netzwerke, Keiretsu, Joint Venture, Unternehmensgrenzen, IT-Einfluss.
Die Diplomarbeit untersucht den ökonomischen Zusammenhang zwischen dem technologischen Fortschritt in der Informationstechnologie und der Art und Weise, wie Unternehmen ihre Beziehungen untereinander organisieren.
Die Arbeit behandelt die ökonomischen Theorien der Unternehmung, verschiedene Koordinationsformen wie Märkte oder Joint Ventures und die spezifischen Auswirkungen des Internets und der IT auf diese Strukturen.
Es wird der Frage nachgegangen, wie IT die Grenzen von Unternehmen beeinflusst und welche theoretischen Erklärungen für die Wahl der optimalen zwischenbetrieblichen Koordinationsstruktur existieren.
Der Autor nutzt eine theoretisch-analytische Methode, basierend auf der Neuen Institutionenökonomik, und stützt diese durch ein mathematisches Modell sowie eine Diskussion empirischer Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Typisierung von Koordinationsstrukturen, eine Analyse der IT-Konsequenzen und ein mathematisches Modell zur Veranschaulichung der Effekte.
Zentrale Begriffe sind Transaktionskosten, vertikale Integration, Informationstechnologie, Koordination und unvollständige Verträge.
Spezifische Investitionen führen zu einer Abhängigkeit zwischen Geschäftspartnern (Hold-up-Gefahr), was wiederum die Wahl der Organisationsform maßgeblich beeinflusst, da der Investor sein Risiko minimieren möchte.
Die Arbeit diskutiert, dass IT und das Internet einerseits Kosten senken und damit Fremdbezug (Outsourcing) fördern können, andererseits aber auch neue Anforderungen an die Kooperation stellen, was oft zu langfristigen Partnerschaften führt.
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