Bachelorarbeit, 2009
188 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Wissenschaftstheoretischer Bezug
3. Forschungsdesign
3.1 Die Inhaltsanalyse
3.1.1 Formen der Inhaltsanalyse
3.1.2 Die Valenz- und Bewertungsanalysen
3.2 Formale Kategorie
3.3 Inhaltliche Kategorien
3.3.1 Positive Kategorien
3.3.2 Negative Kategorien
3.4 Bewertung von Kategorien und Gewichtung von Aussagen
4. Das Untersuchungsmaterial
4.1 Die ausgewählten Medien
4.2 Auswahl des Untersuchungszeitraumes
5. Sequenzanalyse am Beispiel von drei Sendungen
5.1 Die Sendung vom 16. März 2003
5.2 Die Sendung vom 25. März 2003
5.3 Die Sendung vom 2. Mai 2003
5.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.4.1 Allgemeine Ergebnisse
5.4.2 Darstellungsformen
5.4.3 Themenstruktur
5.4.4 Ergebnisse der Bewertungsanalyse
5.4.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Fazit
7. Quellen
7.1 Monographien
7.2 Wissenschaftliche Texte und Internetquellen
7.3 Verwendete Grafiken und Tabellen
7.4 Gesicherte Internetquellen
7.4.1 Allensbach-Analyse
7.4.2 Transkript Rede von Bush im September 2001
7.4.3 Inhalt des Schreibens im UN-Sicherheitsrat
7.4.4 Ultimatum an Saddam Hussein im März 2003
8. Material zur Analyse
8.1 Codebogen
8.2 Übersicht über Sendungen
8.3 Häufigkeiten der Darstellungsformen
8.4 Gewichtungsübersicht der Sendungen
8.5 Gesamtdauer der Sendungen sowie Berichterstattung über Irak
8.6 Themenfeldanalyse
9. Analysebögen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Berichterstattung der ARD-Tagesschau über den Irak-Krieg und das Bild des Islam, um festzustellen, ob eine einseitige, wertende Darstellung vorliegt oder ob neutral berichtet wurde. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit durch framing-Effekte eine subjektive Wertung in die Berichterstattung einfloss.
1. Einleitung
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 offenbarten mit einem Schlag der Welt einen neuen Feind. Waren in der Zeit des Kalten Krieges die beiden Supermächte Russland und Amerika der jeweilige Feind, konnte dieser „neue“ Feind nicht lokalisiert werden. Der internationale Terrorismus der Al Qaida1 hatte kein Heimatland, besaß keine Botschaften und keine Diplomaten. Die Furcht vor dem islamistischen Terror ergriff die westliche Welt.
Die Kriegserklärung George Bushs gegen den Terror im September 2001 besaß primär einen propagandistischen Wert, sekundär diente sie jedoch als eine allgemeine Kriegserklärung an Staaten, denen Verbindungen zu Al Qaida unterstellt wurden und auf deren Territorium angeblich Terroristen trainierten.
Das erste Ziel war schnell gefunden. Das afghanische Taliban-Regime, welches seit dem Jahr 1995 die dominanteste Fraktion innerhalb Afghanistans war, stellte mit einer islamisch-fundamentalistischen Regierungsform einen islamischen Gottesstaat dar. Das Regime wurde beschuldigt, sowohl Terroristen auszubilden, als auch direkt das Terrornetzwerk Al Qaida zu unterstützen.2 Mit der UN-Resolution 1368 beschlossen die Vereinten Nationen, alle erdenklichen Schritte zu unternehmen, um auf die Terroranschläge vom 11. September zu antworten und alle Formen des Terrorismus zu bekämpfen.3
So begann unter Führung der US-Armee am 7. Oktober 2001 die Operation „Enduring Freedom“, deren Ziel es war, die Taliban-Regierung zu stürzen. Zusammen mit ehemaligen Kämpfern der Mudjahedin, der so genannten Nord-Allianz, gelang dies auch.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der Terroranschläge vom 11. September 2001 und die daraus resultierende militärische Reaktion der USA gegen Afghanistan und später den Irak.
2. Wissenschaftstheoretischer Bezug: Dieses Kapitel definiert die Methode der Inhaltsanalyse und bettet sie in den sozialwissenschaftlichen Kontext sowie ihre historische Entwicklung ein.
3. Forschungsdesign: Hier wird das methodische Vorgehen für die Untersuchung der Medienberichterstattung erläutert, inklusive der Kategoriensysteme für die Inhalts- und Bewertungsanalyse.
4. Das Untersuchungsmaterial: Das Kapitel begründet die Auswahl der ARD-Tagesschau als Medium sowie die zeitliche Eingrenzung der Analysephasen.
5. Sequenzanalyse am Beispiel von drei Sendungen: Anhand ausgewählter Sendungen wird der Prozess der Codierung und Bewertung exemplarisch demonstriert und anschließend eine Zusammenfassung der Gesamtergebnisse präsentiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt die Vermutung, dass die Berichterstattung über den Irak-Krieg durch Framing geprägt war, jedoch nach dem Krieg wieder eine objektivere Form annahm.
Irak-Krieg, Tagesschau, Inhaltsanalyse, Medienwirkung, Framing, Bewertungsanalyse, Al Qaida, Islam, Terrorismus, Berichterstattung, Massenmedien, Kriegspropaganda, Objektivität, Nachrichtenwert, USA.
Die Arbeit analysiert kritisch die Berichterstattung der ARD-Tagesschau zum Irak-Krieg zwischen 2003 und 2007.
Im Fokus stehen die Darstellung des Irak, des Islam, der Kriegsführung der USA sowie die Konstruktion von Feindbildern durch mediale framing-Effekte.
Die Untersuchung soll klären, ob die Berichterstattung ein negatives oder neutrales Bild des Irak und des Islam vermittelte und ob eine subjektive Beeinflussung durch Redakteure stattgefunden hat.
Es wird ein Methodenmix aus qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse sowie eine Bewertungsanalyse der Nachrichtenbeiträge eingesetzt.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition der Inhaltsanalyse, dem Untersuchungsdesign, der Auswahl des Materials und der detaillierten Sequenzanalyse einzelner Sendungen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Irak-Krieg, Inhaltsanalyse, Framing, Medienwirkung, Propaganda und Nachrichtenobjektivität.
Aufgrund der Verfügbarkeit wurde die 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau gewählt und mittels 15-tägiger "Zeitinseln" um wichtige Jahrestage systematisch ausgewertet.
Die Analyse zeigt eine klare negative Tendenz in der Berichterstattung während des aktiven Krieges, gefolgt von einer Annäherung an neutralere Berichterstattung in den Folgejahren.
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