Masterarbeit, 2023
67 Seiten, Note: 1,5
Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Demokratie und demokratische Staaten
2.2 Der Arabische Frühling
3. Defekte Demokratie nach Merkel
3.1 Eingebettete Demokratie
3.2 Die Teilregime einer Demokratie
3.2.1 Wahlregime
3.2.2 Politisches Teilhaberecht
3.2.3 Bürgerliches Freiheitsrecht
3.2.4 Gewaltenkontrolle
3.2.5 Effektive Regierungsgewalt
3.3 Defekte Demokratie
3.4 Kritik an Merkels Theorie
4. Analyse der drei Staaten
4.1 Begründung der Fallauswahl
4.2 Kontextbedingungen der drei Staaten im Vergleich
4.2.1 Wirtschaftsentwicklung
4.2.2 Verteilungsindikatoren
4.2.3 Modernisierungsindikatoren
4.3 Tunesien
4.3.1 Analyse der demokratischen Teilsysteme Tunesiens
4.4 Algerien
4.4.1 Analyse der demokratischen Teilsysteme Algeriens
4.5 Ägypten
4.5.1 Analyse der demokratischen Teilsysteme Ägyptens
4.6 Vergleich der Analyseergebnisse
4.7 Gesamtergebnis der Analyse
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Ursachen für das Scheitern demokratischer Transitionsbemühungen in den nordafrikanischen Staaten Tunesien, Algerien und Ägypten im Anschluss an den Arabischen Frühling anhand der politikwissenschaftlichen Demokratietheorie von Merkel et al.
3.1 Eingebettete Demokratie
Die Grundlage des Konzeptes der eingebetteten Demokratien bildet der merkelsche dreidimensionale Demokratiebegriff.
Der dreidimensionale Demokratiebegriff beinhaltet die These, dass Demokratien auf drei Prinzipien fußen: Freiheit, Gleichheit und Kontrolle (vgl. Merkel et al. 2003:14).
Diese drei Prinzipien stehen in einem Spannungsfeld zueinander und werden in diesem wechselseitig eingehegt, wodurch sie in einer gegenseitigen Abhängigkeit eingebettet sind. Diese sichert die Gesamtlogik von rechtsstaatlichen Demokratien (vgl. Merkel et al. 2003: 14). Aus diesen drei Demokratiedimensionen entwickelten Merkel et al. das Konzept der eingebetteten Demokratien.
1. Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der Forschungsfrage und Erläuterung der Relevanz der nordafrikanischen Transitionsprozesse.
2. Begriffsdefinition: Definition zentraler Begriffe wie Demokratie und Arabischer Frühling für den theoretischen Rahmen der Arbeit.
3. Defekte Demokratie nach Merkel: Darstellung des theoretischen Konzepts der defekten Demokratie sowie seiner fünf Teilregime und kritische Auseinandersetzung mit der Theorie.
4. Analyse der drei Staaten: Empirische Untersuchung der Kontextbedingungen und der politischen Teilsysteme von Tunesien, Algerien und Ägypten sowie deren Vergleich.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der eingangs aufgestellten Thesen.
Nordafrika, Arabischer Frühling, Defekte Demokratie, Demokratisierung, Transition, Politische Teilhabe, Wahlregime, Gewaltenkontrolle, Rechtsstaatlichkeit, Autoritarismus, Tunesien, Algerien, Ägypten, Politikwissenschaft, Merkel et al.
Die Arbeit analysiert, warum die Demokratisierungsprozesse in Tunesien, Algerien und Ägypten nach dem Arabischen Frühling gescheitert sind und zu defekten Demokratien geführt haben.
Im Zentrum stehen die politische Transition, sozioökonomische Kontextbedingungen sowie die Analyse politischer Teilsysteme in nordafrikanischen Staaten.
Die zentrale Frage lautet: "Warum haben sich in Nordafrika nach dem Arabischen Frühling defekte Demokratien etabliert?"
Es wird eine theoriegeleitete Fallstudie unter Anwendung des Most-Similar-Cases-Designs (MSCD) sowie ein vergleichender Ansatz genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch das Modell von Merkel et al. und eine detaillierte Analyse der drei genannten Staaten hinsichtlich ihrer fünf demokratischen Teilsysteme.
Zentrale Begriffe sind Nordafrika, Arabischer Frühling, Transition, defekte Demokratie und Autoritarismus.
Das Militär wird als zentraler Akteur identifiziert, der in Algerien und Ägypten maßgeblichen politischen Einfluss ausübt und demokratische Kontrollinstanzen zugunsten des Machterhalts schwächt.
Die Arbeit revidiert die anfängliche These; die untersuchten Staaten sind mittlerweile nicht mehr nur als defekte Demokratien, sondern als gefestigte Autokratien einzustufen, da die demokratischen Grundlagen weitgehend zerstört wurden.
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