Bachelorarbeit, 2023
84 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Forschungsstand und theoretischer Hintergrund
2.1 Die Begriffe des Populismus und Rechtspopulismus
2.2 Spätkapitalistische Modernisierungskrisen als Katalysator des Rechtspopulismus
2.2.1 Die ökonomische Verteilungskrise
2.2.2 Die kulturelle Identitäts- oder Sinnkrise
2.2.3 Die politische Repräsentationskrise
2.2.4 Das Verhältnis der Modernisierungskrisen im Spätkapitalismus
2.3 Rechtspopulistische Kommunikation im Wandel der Öffentlichkeit
2.4 Agitatorische Stilmittel rechtspopulistischer Parteien
2.5 Rechtspopulistische Parteien am Beispiel der AfD und FPÖ
2.5.1 Die Alternative für Deutschland
2.5.2 Die Freiheitliche Partei Österreichs
2.5.3 Die AfD und FPÖ im Vergleich – Vermutungen für die Analyse
3. Methodik und Operationalisierung
3.1 Sampling und Datenerhebung
3.2 Forschungsdesign anhand der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse
3.3 Codier-Prozess und Operationalisierung
3.3.1 Operationalisierung der Modernisierungskrisen
3.3.2 Operationalisierung der agitatorischen Stilmittel
3.4 Analyseverfahren
4. Analyse
4.1 Analyseebene 1: Die Instrumentalisierung von Modernisierungskrisen
4.1.1 Die ökonomische Verteilungskrise
4.1.2 Die Kulturelle Identitätskrise
4.1.3 Die Politische Repräsentationskrise
4.1.4 Quantitativer Vergleich der Parteien nach Themenschwerpunkten
4.2 Analyseebene 2: Die Nutzung agitatorischer Stilmittel
4.3 Analyseebene 3: Zusammenhänge in der Nutzung von Modernisierungskrisen und agitatorischen Stilmitteln
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die rechtspopulistischen Parteien AfD und FPÖ spätkapitalistische Modernisierungskrisen auf ihren Facebook-Kanälen instrumentalisieren und welche agitatorischen Stilmittel sie dabei nutzen, um ihre Wählerschaft in einem spezifischen Untersuchungszeitraum anzusprechen.
2.4 Agitatorische Stilmittel rechtspopulistischer Parteien
Wie vorgestellt, lässt sich Rechtspopulismus in dieser Arbeit als „eine zu Mobilisierungszwecken eingesetzte Diskursstrategie“ verstehen, die als „dünne Ideologie“ flexibel mit ideologischen Inhalten, in diesem Fall aus der rechten Sphäre, verknüpft wird (Decker, 2018, S. 359; vgl. Minkenberg, 2018, S. 349). Das Kapitel erläutert nach Decker (2004) eine Auswahl an „agitatorischen Stilmitteln“, die im rechtspopulistischen Diskurs Anwendung finden (S. 35). Nach dem Duden (Agitation, 2023) beschreibt Agitation eine „aggressive Tätigkeit zur Beeinflussung anderer“, die „vor allem in politischer Hinsicht“ genutzt wird und „bestimmte politische oder soziale Ziele“ verfolgt. Der Begriff ist nach Decker (2004) an die „Herrschaftspraxis totalitärer Regime“ angelehnt, in denen ein Diktator als „Agitator“ die öffentliche Meinung beeinflusst (S. 35). Die Benennung rechtspopulistischer Stilmittel als agitatorisch in dieser Arbeit folgt dabei der Annahme, dass diese genutzt werden, um die Bevölkerung für bestimmte politische Positionen empfänglich zu machen. In diesem Kontext existiert eine große Anzahl agitatorischer Ausdrucksfiguren, die innerhalb der Kommunikation rechtspopulistischer Parteien untersucht werden können (vgl. ebd., S. 35). Aufgrund des begrenzten Umfanges der Arbeit werden im Folgenden lediglich jene Stilmittel dargestellt, die in der späteren Analyse hinsichtlich der Parteien zur Anwendung kommen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Populismus in der Politik ein und definiert ihn als Diskursstrategie, um anschließend die Forschungsfrage zur Krisenkommunikation von AfD und FPÖ auf Facebook zu stellen.
2. Forschungsstand und theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Populismus und Rechtspopulismus sowie spätkapitalistische Modernisierungskrisen und stellt Eckdaten zu den Parteien AfD und FPÖ bereit.
3. Methodik und Operationalisierung: Hier wird das methodische Vorgehen der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz dargelegt und die Kategorienbildung für die Analyse der 165 Facebook-Posts erläutert.
4. Analyse: Der Hauptteil untersucht die Instrumentalisierung von Krisen und die Nutzung agitatorischer Stilmittel auf drei Analyseebenen und vergleicht dabei detailliert die Beiträge der beiden Parteien.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ähnlichkeiten und die signifikanten Unterschiede in der Kommunikation von AfD und FPÖ zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsansätze.
Rechtspopulismus, AfD, FPÖ, Modernisierungskrisen, Spätkapitalismus, Facebook-Kommunikation, Agitation, Inhaltsanalyse, Instrumentalisierung, Krisenthematik, Politische Kommunikation, Diskursstrategie, Feindbilder, Identitätskrise, Repräsentationskrise
Die Arbeit analysiert, wie die deutsche Partei AfD und die österreichische Partei FPÖ im Dezember 2022 auf Facebook aktuelle gesellschaftliche Krisen thematisiert und für ihre Zwecke instrumentalisiert haben.
Die Untersuchung konzentriert sich auf ökonomische Verteilungskrisen, kulturelle Identitätskrisen und politische Repräsentationskrisen, die von den Parteien als Mittel der Agitation genutzt werden.
Die zentrale Frage lautet, wie sich die Kommunikation von AfD und FPÖ in Bezug auf instrumentalisierte Modernisierungskrisen und dabei verwendete agitatorische Stilmittel auf ihren offiziellen Facebookseiten unterscheidet und ähnelt.
Der Verfasser nutzte die inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse nach Kuckartz, um 165 Facebook-Beiträge systematisch zu codieren, in Kategorien einzuordnen und anschließend quantitativ sowie qualitativ zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Analyseebenen: die Debatten über Modernisierungskrisen, die Verwendung agitatorischer Stilmittel sowie eine abschließende Zusammenführung der Ergebnisse zur Identifikation von Mustern.
Kernbegriffe sind neben Rechtspopulismus und Parteienkommunikation vor allem die Kategorisierung agitatorischer Stilmittel (wie Alleinvertretungsanspruch und Feindbilddenken) sowie der theoretische Rahmen der Spätkapitalismuskritik.
Während die AfD verstärkt ökonomische Themen und eine allgemein radikalere Rhetorik nutzt, fokussiert sich die FPÖ stärker auf nationale Korruptionsskandale und spezielle kulturelle Krisenthemen in Österreich.
Facebook dient als wichtigstes Kommunikationswerkzeug, um eigene Narrative zu verbreiten, Anhänger durch gezielte Krisendarstellung zu mobilisieren und den direkten Kontakt unter Umgehung traditioneller Medien zu halten.
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