Diplomarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Transaktionskostentheorie
2.1 Arten von Transaktionskosten
2.2 Einordnung und Abgrenzung der Begriffe
2.2.1 Transaktion
2.2.2 Institution
2.3 Einflussfaktoren von Transaktionskosten
2.3.1 Menschliche Faktoren
2.3.2 Umweltfaktoren
2.3.3 Transaktionsdimensionen
3. Global Sourcing
3.1 Beweggründe für die Strategie Global Sourcing
3.1.1 Wandel von lokaler Beschaffung zu Global Sourcing
3.1.2 Globalisiertes Global Sourcing
3.2 Tätigkeits- und Objektumfang
3.2.1 Risiken
3.2.2 Erfolgspotenziale
3.3 Vertragsprobleme bei Global Sourcing
3.4 Operationalisierung der Transaktionskosten bei Global Sourcing
3.5 Ableitungen (möglicher) Hypothesen
4. Mögliche Hypothesengenerierung
4.1 Wissenschaftliche Einordnung von Hypothesen
4.2 Beschreibung der möglichen Hypothesen
4.2.1. Distanz
4.2.2. Rationalitätsdefizit im Unternehmen
4.2.3 Opportunistisches Verhalten des Lieferanten
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Transaktionskostentheorie im Kontext von Global Sourcing, um Handlungsempfehlungen für eine effektive Vorteilhaftigkeitsbeurteilung zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie qualitative Faktoren wie begrenzte Rationalität, Opportunismus und Distanz in den Entscheidungsprozess einbezogen und operationalisiert werden können, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern.
3.1.1 Wandel von lokaler Beschaffung zu Global Sourcing
Das Verständnis der Funktion Beschaffung und ihre Bedeutung für Unternehmen hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Der konventionelle und überwiegend auf operativer Ebene agierende Einkauf hatte in der Vergangenheit hauptsächlich eine Versorgungsfunktion. Die Aufgabenstellung war, das Unternehmen mit Material in der gewünschten Qualität rechtzeitig zu versorgen und beschränkte sich meist auf lokale Lieferanten. Eine Aufwertung fand die Thematik der Beschaffung in den 1980er Jahren. Hier stellte sich die Frage, ob und wie die Beschaffung organisationsmäßig im Unternehmen zugehörig sein sollte.
Es erschienen Publikationen, die eine international ausgerichtete Beschaffung thematisierten. Hervorgerufen wurde das Problembewusstsein durch die zunehmende Automatisierung und ein damit holistisches Verständnis in der Betriebswirtschaftlehre. Seit den 1990er Jahren hat sich die Bedeutung der Beschaffung durch eine Verringerung der Fertigungstiefe großer Unternehmen weiter erhöht. Im Zuge dieser wurden neue strategische Instrumente wie z. B. Supply Chain Management oder Global Sourcing bei den Unternehmen eingeführt. In der heutigen Zeit erfährt die Beschaffung verstärkt eine strategische Bedeutung zur Steigerung des Unternehmenserfolgs. Die strategisch ausgerichtete Beschaffung zielt darauf ab, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen und gezielt Erfolgspotenziale für das Unternehmen zu nutzen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Global Sourcing durch veränderte Wettbewerbsbedingungen und führt die Problemstellung der Einbeziehung von Transaktionskosten in Entscheidungsprozesse ein.
2. Transaktionskostentheorie: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament, definiert Arten von Transaktionskosten sowie Institutionen und erläutert die zentralen Einflussfaktoren wie begrenzte Rationalität und Opportunismus.
3. Global Sourcing: Das Kapitel analysiert die Beweggründe für Global Sourcing, diskutiert Risiken und Erfolgspotenziale sowie die Herausforderungen bei der vertraglichen Absicherung und der Operationalisierung von Transaktionskosten.
4. Mögliche Hypothesengenerierung: Dieses Kapitel ordnet Hypothesen wissenschaftlich ein und beschreibt methodische Ansätze zur Identifikation von Einflussfaktoren wie Distanz, Rationalitätsdefiziten und Opportunismus.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen, betont die Notwendigkeit, Transaktionskosten bei Beschaffungsentscheidungen zu berücksichtigen, und weist auf die Bedeutung empirischer Studien für zukünftige Forschungsarbeiten hin.
Transaktionskostentheorie, Global Sourcing, Beschaffung, Neue Institutionenökonomik, begrenzte Rationalität, Opportunismus, Supply Chain Management, Markttransaktionskosten, Prozesskostenrechnung, Beschaffungsstrategie, Vertragsprobleme, Risikomanagement, Wettbewerbsvorteile, Operationalisierung, Globalisierung.
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Transaktionskostentheorie auf die Beschaffungsstrategie Global Sourcing, um Kosten nicht nur über den Einstandspreis, sondern umfassend zu bewerten.
Im Zentrum stehen die Transaktionskostentheorie, die Herausforderungen globaler Beschaffungsnetzwerke, Risikofaktoren und die Möglichkeiten zur Messbarkeit (Operationalisierung) von Transaktionskosten.
Das Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, wie Unternehmen Transaktionskosten bei Global Sourcing systematisch in ihre Entscheidungsfindung einbeziehen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und nutzt den Ansatz der Neuen Institutionenökonomik, um Hypothesen zur Interaktion von Einflussfaktoren und Risiken aufzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Transaktionskostentheorie, die detaillierte Analyse von Global Sourcing samt seiner Risiken und Potenziale sowie den Entwurf konkreter Hypothesen zur Beeinflussung der Transaktionskosten.
Begriffe wie begrenzte Rationalität, Opportunismus, Distanz, Komplexität und Prozesskostenrechnung bilden den Kern der terminologischen Betrachtung.
Da diese Systeme meist nur Einstandspreise erfassen und die hohe Komplexität sowie die qualitativen Transaktionskosten (z.B. Vertragsanbahnung, Überwachung) nicht adäquat abbilden können.
Die Distanz umfasst nicht nur geografische Aspekte, sondern auch kulturelle und fachliche Unterschiede, die zu höherer Unsicherheit und damit zu steigenden Kontroll- und Informationskosten führen.
Opportunismus stellt ein strategisches Risiko dar, bei dem Lieferanten Informationsasymmetrien ausnutzen, um die eigene Rente zu maximieren, was zu höheren Absicherungs- und Überwachungskosten für das Unternehmen führt.
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