Bachelorarbeit, 2019
32 Seiten, Note: 1,0
Einleitung: Liebesstreben und Liebe im Faust im Lichte des Symposion
1. Platons Symposion: Die menschliche Sorge
1.1 Die Rede des Phaidros – Erôs ist das Streben nach dem Schönen
1.2 Die Rede des Pausanias – Egozentrisches versus sorgendes Liebesstreben
1.3 Die Rede des Eryximachos – Die Liebe in den Wissenschaften
1.4 Die Rede des Aristophanes – Die Sehnsucht nach einzigartiger Vereinigung
1.5 Die Rede des Agathon – Die schöpferische Kraft des Erôs
1.6 Die Rede der Diotima – Sorgende Liebe und philosophische Wissenssuche
2. Goethes Faust, erster Teil: Faust und der menschliche Makel
2.1 Fausts Liebesstreben – ein egozentrisches Streben nach dem Schönen?
2.2 Margaretes Liebesstreben – die Sehnsucht der sorgenden Liebe
Die Arbeit untersucht die philosophischen Konzepte des Liebesstrebens in Platons Symposion und interpretiert Goethes Faust, erster Teil, als eine literarische Manifestation dieser platonischen Konzeption, mit einem besonderen Fokus auf die Unterscheidung zwischen egozentrischem und sorgendem Liebesstreben.
1. Platons Symposion: Die menschliche Sorge
Apollodor, der Erzähler in Platons Dialog Symposion, berichtet darin von einem Gastmahl, in dem einige Männer sich, mit etwas Wein, darauf einigen, Lobreden auf den Gott Erôs zu halten. In den sechs Lobreden auf den Erôs lässt Platon die Gesprächspartner des Symposion eine Konzeption der menschlichen, sorgenden Liebe entfalten, die ich hier darstellen und interpretieren möchte. Das Symposion ist für Platons philosophische Liebeskonzeption vor allem deshalb bedeutsam, weil Sokrates, der Protagonist der platonischen Dialoge, darin eine Rede von Diotima wiedergibt, die auch ihn in ‚erotischen Dingen‘ unterrichtet (201d), ihn also zu der gemeinsamen menschlichen Wissenssuche inspiriert hat, die er in Platons Dialogen unternimmt. Auch die ersten fünf Lobreden auf den Erôs enthalten wichtige Elemente der sokratisch-platonischen Auffassung einer intrinsischen, sorgenden Liebe, die in der Rede der Diotima aufgenommen, zusammengefasst und präzisiert werden.
Einleitung: Liebesstreben und Liebe im Faust im Lichte des Symposion: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Fausts egozentrisches Liebesstreben in eine sorgende Liebe umgewandelt werden kann, indem sie Platons Liebeskonzeption als Vergleichsfolie nutzt.
1. Platons Symposion: Die menschliche Sorge: Dieses Hauptkapitel analysiert die sechs unterschiedlichen Lobreden auf den Erôs, um eine kohärente platonische Konzeption der „sorgenden Liebe“ zu erarbeiten.
2. Goethes Faust, erster Teil: Faust und der menschliche Makel: Das Kapitel wendet die erarbeiteten philosophischen Erkenntnisse auf Goethes Faust an und untersucht, inwieweit Faust und Margarete unterschiedliche Formen des Liebesstrebens verkörpern.
Symposion, Faust, Platon, Goethe, Liebesstreben, sorgende Liebe, egozentrisches Begehren, Erôs, Wissenssuche, Sokrates, Diotima, Ambivalenz, intrinsische Motivation, menschliche Sorge, Margarete.
Die Arbeit analysiert das Konzept des Liebesstrebens, indem sie Platons Symposion als philosophisches Fundament nutzt, um die Liebesdarstellungen in Goethes Faust, erster Teil, tiefergehend zu interpretieren.
Die zentralen Themen sind die Unterscheidung zwischen „himmlischer“, sorgender Liebe und „profanem“, egozentrischem Liebesstreben sowie deren Anwendung auf literarische Charaktere.
Das primäre Ziel ist es, die Faust-Figur und ihr Verhältnis zu Margarete durch die Linse der platonischen Liebeskonzeption neu zu bewerten und zu hinterfragen.
Die Arbeit nutzt eine philosophisch-literaturwissenschaftliche Analyse, die Texte des antiken Dialogs und des klassischen Dramas vergleichend gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auslegung der Reden im Symposion und eine anschließende Prüfung von Fausts Wissens- und Liebesstreben im Spiegel dieser Reden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Liebesstreben, sorgende Liebe, Erôs, platonische Rezeption, Faust, Sorge und philosophische Wissenssuche definiert.
Fausts Streben ist ambivalent, da es einerseits von einer egozentrischen Wissensgier und dem Verlangen nach Selbstbestätigung getrieben ist, sich aber gleichzeitig nach einer tieferen, sorgenden Verbindung zu Margarete sehnt.
Die sorgende Liebe ist intrinsisch, kreativ und auf das Wohl des Geliebten ausgerichtet, während das egoistische Begehren primär die Befriedigung eigener Bedürfnisse sowie die bloße Aneignung des Objekts zum Ziel hat.
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