Diplomarbeit, 2009
165 Seiten, Note: 1
SANCTA MARIA
SANCTA DEI GENITRIX
SANCTA VIRGO VIRGINUM
MATER CHRISTI
MATER ECCLESIAE
MATER DIVINAE GRATIAE
MATER PURISSIMA
MATER CASTISSIMA
MATER INVIOLATA
MATER INTEMERATA
MATER AMABILIS
MATER ADMIRABILIS
MATER BONI CONSILII
MATER CREATORIS
MATER SALVATORIS
VIRGO PRUDENTISSIMA
VIRGO VENERANDA
VIRGO PRAEDICANDA
VIRGO POTENS
VIRGO CLEMENS
VIRGO FIDELIS
SPECULUM IUSTITIAE
VAS INSIGNE DEVOTIONIS
ROSA MYSTICA
TURRIS DAVIDICA
TURRIS EBURNEA
DOMUS AUREA
FOEDERIS ARCA
IANUA CAELI
STELLA MATUTINA
SALUS INFIRMORUM
REFUGIUM PECCATORUM
CONSOLATRIX AFFLICTORUM
AUXILIUM CHRISTIANORUM
REGINA ANGELORUM
REGINA PATRIARCHARUM
REGINA PROPHETARUM
REGINA APOSTOLORUM
REGINA MARTYRUM
REGINA CONFESSORUM
REGINA VIRGINUM
REGINA OMNIUM SANCTORUM
REGINA SINE LABE ORIGINALI CONCEPTA
REGINA IN CAELUM ASSUMPTA
REGINA SACRATISSIMI ROSARII
REGINA PACIS
Die vorliegende Arbeit unternimmt eine dogmatische Analyse der Lauretanischen Litanei, um deren Anrufungen Mariens als ein umfassendes Kompendium der Mariologie zu erschließen und theologische Typologien verständlich zu machen. Das Ziel ist es, die tiefe Verwurzelung dieser traditionellen Gebetsform in der Heiligen Schrift, der Tradition und der Kirchengeschichte aufzuzeigen.
SANCTA MARIA
Das Griechische kennt drei verschiedene Wortgruppen zur Kennzeichnung des Heiligen; ἱερός (hieros), mit seinen zahlreichen Ableitungen bezeichnet das an sich Heilige, das Tabu, die göttliche Macht. Demgegenüber legt ἅγιος (hagios), die im NT häufigste Wortgruppe, den Akzent auf die Verpflichtung zur Verehrung des Heiligen. In die gleiche Richtung weist auch ὅσιος (hosios).
Das lateinische Wort sanctus ist Particip Perfect Passiv und leitet sich von dem Verb sancire her. Im klassischen Latein wird dieses Wort einmal passiv angewandt, ein andermal aktiv. Im ersten Fall hat es die Bedeutung: eingeweiht, abgegeben der Göttlichkeit, heilig machen, gestellt unter den Schutz der Götter, unantastbar; in dem zweiten Fall: ehrenhaft, gewissenhaft, unschuldig, hervorragend bezüglich der Sitten. Die Wurzel dieses Wortes können wir auch beim Wort sanus finden und damit konstatieren, dass, was gesund für den Körper ist, die Heiligkeit für die Seele ist. Die Heiligkeit ist also der starke, gesunde Zustand der Seele; es geht um eine Eigenschaft, die der Seele fest zugehörig ist.
SANCTA MARIA: Einführung in die Begrifflichkeit des Heiligen im Griechischen und Lateinischen, die als Grundlage für das Verständnis von Mariens Heiligkeit dient.
SANCTA DEI GENITRIX: Analyse des Titels "Gottesgebärerin" mit Fokus auf das Konzil von Ephesus und die christologische Bedeutung der Menschwerdung.
SANCTA VIRGO VIRGINUM: Erläuterung der dreifachen Jungfräulichkeit Mariens und deren dogmatische Verteidigung gegen historische Irrlehren.
MATER CHRISTI: Untersuchung des Titels "Mutter Christi" als Bezugnahme auf die Priester-, Königs- und Prophetenwürde Jesu.
MATER ECCLESIAE: Darlegung der tiefen Verbundenheit zwischen Maria und der Kirche sowie Maria als Prototyp und Mutter der Gläubigen.
MATER DIVINAE GRATIAE: Erläuterung von Maria als Vermittlerin der Gnade und ihre Rolle in der Heilsordnung.
MATER PURISSIMA: Untersuchung der körperlichen Reinheit Mariens als Ausdruck ihrer unbefleckten Mutterschaft.
MATER CASTISSIMA: Fokus auf die geistige Attributierung Mariens und die moralische Reinheit ihres Herzens.
MATER INVIOLATA: Analyse der physiologischen Unversehrtheit Mariens in Verbindung mit der geistigen Unberührtheit.
MATER INTEMERATA: Betrachtung der geistigen Unbeflecktheit Mariens und ihrer Vorbildfunktion für die geweihte Jungfräulichkeit.
MATER AMABILIS: Darstellung Mariens als würdiges Objekt göttlicher und menschlicher Liebe.
MATER ADMIRABILIS: Reflexion über Maria als das staunenswerte Wunder der Allgewalt Gottes.
MATER BONI CONSILII: Untersuchung der mütterlichen Fürsorge Mariens als Beraterin im Glauben.
MATER CREATORIS: Theologische Klärung, wie Maria Mutter des Schöpfers genannt werden kann, ohne die Trinität zu separieren.
MATER SALVATORIS: Fokus auf die Rolle Mariens als Mutter des Erlösers im Heilsplan.
VIRGO PRUDENTISSIMA: Analyse der Tugend der Weisheit in Maria und ihrer Lebensführung.
VIRGO VENERANDA: Darstellung der theologischen Notwendigkeit und Pflicht zur Verehrung Mariens.
VIRGO PRAEDICANDA: Begründung für die Notwendigkeit, Maria öffentlich zu bekennen und zu verkünden.
VIRGO POTENS: Reflexion über die Macht Mariens als Abglanz der Allgewalt Gottes.
VIRGO CLEMENS: Untersuchung der Milde und Barmherzigkeit Mariens gegenüber den Gläubigen.
VIRGO FIDELIS: Darlegung der unerschütterlichen Treue Mariens im Glauben als Vorbild für die Kirche.
SPECULUM IUSTITIAE: Analyse Mariens als Spiegel der göttlichen Gerechtigkeit und vollkommenes Abbild Gottes.
VAS INSIGNE DEVOTIONIS: Betrachtung Mariens als exzellentes Gefäß wahrer Andacht.
ROSA MYSTICA: Symbolische Deutung Mariens als mystische Rose der Liebe und Schönheit.
TURRIS DAVIDICA: Untersuchung Mariens als starker Turm der Zuflucht für die streitende Kirche.
TURRIS EBURNEA: Erläuterung des Symbols des Elfenbeinturms für Reinheit und Unversehrtheit.
DOMUS AUREA: Betrachtung Mariens als heiliges Haus, in dem Gott Wohnung genommen hat.
FOEDERIS ARCA: Deutung Mariens als neue Bundeslade, die das Allerheiligste in sich trug.
IANUA CAELI: Analyse Mariens als Pforte des Himmels, durch die Christus in die Welt kam.
STELLA MATUTINA: Deutung Mariens als Morgenstern, der den Aufgang des Heils ankündigt.
SALUS INFIRMORUM: Betrachtung Mariens als Trösterin und Retterin der Kranken und Schwachen.
REFUGIUM PECCATORUM: Analyse Mariens als Zuflucht für Sünder, die Umkehr suchen.
CONSOLATRIX AFFLICTORUM: Fokus auf Maria als Trösterin derer, die unter irdischen Nöten leiden.
AUXILIUM CHRISTIANORUM: historische Betrachtung Mariens als Helferin und Schutzpatronin der Christenheit.
REGINA ANGELORUM: Darlegung der Würde Mariens als Königin über alle Engelchöre.
REGINA PATRIARCHARUM: Untersuchung Mariens als Königin und Vollendung des Glaubens der Patriarchen.
REGINA PROPHETARUM: Begründung für den Titel Mariens als Königin, die die Zeit der Propheten zur Vollendung bringt.
REGINA APOSTOLORUM: Reflexion über Maria als Lehrerin und Königin der Apostel.
REGINA MARTYRUM: Untersuchung der geistigen Leiden Mariens, die sie zur Königin der Märtyrer machen.
REGINA CONFESSORUM: Begründung Mariens als Königin der Bekenner durch ihren beständigen Glauben.
REGINA VIRGINUM: Darlegung Mariens als Vorbild und Königin aller Jungfrauen.
REGINA OMNIUM SANCTORUM: Zusammenfassende Betrachtung Mariens als Königin aller Heiligen.
REGINA SINE LABE ORIGINALI CONCEPTA: Theologische Erläuterung des Dogmas der unbefleckten Empfängnis.
REGINA IN CAELUM ASSUMPTA: Analyse des Dogmas der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.
REGINA SACRATISSIMI ROSARII: Historische und spirituelle Entwicklung des Rosenkranzgebetes als marianisches Gebet.
REGINA PACIS: Betrachtung Mariens als Königin des Friedens und geistiges Ziel des Pilgerlebens.
Mariologie, Lauretanische Litanei, Dogmatik, Gottesgebärerin, Jungfräulichkeit, Gnadenvermittlung, Unbefleckte Empfängnis, Himmelfahrt Mariens, Christologie, Heiligenverehrung, Glaube, Spiritualität, Kirchenlehre, Tradition, Rosenkranz.
Die Arbeit bietet eine tiefgehende dogmatische Analyse der verschiedenen Anrufungen der Lauretanischen Litanei und zeigt auf, wie diese die gesamte christliche Lehre über Maria abdecken.
Die Arbeit behandelt Themen wie die Gottesmutterschaft, die Jungfräulichkeit, Maria als Mittlerin der Gnade, die unbefleckte Empfängnis, die Aufnahme in den Himmel sowie die Rolle Mariens als Königin der Heiligen und Helferin der Gläubigen.
Das Ziel ist es, durch philologische und theologische Erläuterungen das Verständnis für die Lauretanische Litanei zu vertiefen und aufzuzeigen, dass sie ein "kleines Kompendium der Mariologie" darstellt, das untrennbar mit Christus und der Kirche verbunden ist.
Der Autor stützt sich auf eine philologische Analyse der Begriffe, kombiniert mit biblischen Bezügen, der Lehre der Kirchenväter, päpstlichen Enzykliken und der kirchlichen Tradition, um eine dogmatisch fundierte Auslegung der Anrufungen zu bieten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Abhandlung der verschiedenen Anrufungen – angefangen bei "Sancta Maria" bis hin zu "Regina Pacis" – wobei jede Anrufung einzeln auf ihre biblische, theologische und historische Bedeutung hin untersucht wird.
Wichtige Begriffe sind Mariologie, Lauretanische Litanei, Dogmatik, Gottesgebärerin, Vermittlung aller Gnaden und die Einbettung Mariens in die Heilsgeschichte.
Während sich "Virgo Prudentissima" primär auf die Tugend der Weisheit und die Vorsicht der Jungfrau bezieht, verweist "Sedes Sapientiae" auf Maria als den "Thron", auf dem die göttliche Weisheit selbst in menschlicher Gestalt Platz nimmt.
Die Verehrung Mariens als Königin leitet sich aus ihrer Gottesmutterschaft und ihrem Anteil am Heilswerk Christi ab; dabei wird stets betont, dass ihre Macht eine Macht der Liebe ist und sie niemals von Gott getrennt betrachtet werden darf.
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