Diplomarbeit, 2009
117 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Relevanz
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.2.1 Fokussierung
1.2.2 Forschungsfragen
1.3 Forschungsdesign
1.3.1 Ansatz
1.3.2 Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Stand der Forschung
2.1 Kundeneinbeziehung
2.2 Kundenmotivation
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Geschlossen versus Offen
3.1.1 Geschlossene vs. Offene Innovation
3.1.2 Geschlossene vs. Offene Organisation
3.2 Begründungen und Ausprägungen des Paradigmenwechsels
3.2.1 Faktoren des Paradigmenwechsels
3.2.2 Beispiele für Unternehmen, die „offen“ sind
3.3 Widerstand - Wesensmerkmal der Innovation
3.3.1 Not Invented Here-Syndrom
3.3.2 Buy In-Syndrom
3.3.3 Only Use Here-Syndrom
3.3.4 Sell Out-Syndrom (SO)
3.4 Motivationstheoretische Grundlagen
3.4.1 Motivation
3.4.2 Anreizsysteme
4 Theoretischer Bezugsrahmen
4.1 Outside-In
4.1.1 Kundenintegration
4.1.2 Integration von anderen Unternehmen
4.1.3 Integration von Forschungsinstituten (Universitäten)
4.2 Inside Out
4.2.1 Formale externe Verwertung von technologischem Wissen
4.2.2 Informale externe Verwertung von technologischem Wissen
4.2.3 Eigenständige Verwertung durch Spin-Offs
4.3 Coupled Prozess
4.3.1 Strategische Allianzen
5 Erkenntnisse aus der motivationstheoretischen Forschung
5.1 A. Maslow´sche Bedürfnisse
5.2 Motivationstypen nach Correll
5.3 Theorie X und Y nach McGregor
5.4 Zwei-Faktoren-Modell von Herzberg et al.
5.5 Lebensmotive nach McDougall und Reiss
6 Erkenntnisse aus empirischen Untersuchungen
6.1 Auswahlkriterien
6.2 Ergebnisse aus dem B2B-Kontext
6.3 Ergebnisse aus dem B2C-Kontext
6.4 Ergebnisse aus unternehmensinternen Studien
7 Fazit
7.1 Klassifikation der Motive
7.2 Zuordnung der theoretischen Motive
7.3 Zuordnung der empirischen Motive
7.4 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Motivation von externen Akteuren, sich an herstellerinitiierten Innovationsaktivitäten zu beteiligen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Beweggründe dieser Akteure zu entwickeln, um Unternehmen dabei zu unterstützen, effektivere Anreizsysteme für die externe Innovationsintegration zu gestalten, wobei sowohl theoretische Ansätze als auch empirische Erkenntnisse analysiert werden.
3.1.1 Geschlossene vs. Offene Innovation
Wenn man annimmt, dass Erfindungen oder Neuerungen, die zu wirksamen Innovationen führen, ihren Ursprung im Unternehmen selbst haben sollten, verwechselt man Weg und Ziel. Das Ziel ist die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienstleistungen, die besser sind als die der Konkurrenz, im richtigen Moment hervorbringen.
Der von Henry Chesbrough als „Closed Innovation Model“ bezeichnete klassische Innovationsprozess, in welchem Erfindungen und Neuerungen im Unternehmen selbst kreiert werden, ist nur einer der Wege, dieses Ziel zu erreichen. Unternehmen, die ihre Produktideen selber generieren, sie bis zur Marktreife entwickeln und fertigen und anschließend durch eigene oder durch von ihnen kontrollierte Vertriebskanäle vertreiben, verlassen sich auf ihre eigene Kompetenz und folgen dem Motto „If you want something done right, you’ve got to do it yourself.“ Durch Investitionen in die eigene Forschung und Entwicklung gelang es Unternehmen in der Vergangenheit, rentable Entwicklungen zu generieren und als erste am Markt gewinnbringend umzusetzen. Die Unternehmen hatten daher großes Interesse daran, ihr eigenes, geistiges Eigentum gegen Einblicke der Wettbewerber zu schützen. Zudem konnte weder der Zugang zu Technologien Dritter noch deren ausreichende Qualität gewährleistet werden. Es etablierte sich die Annahme, erfolgreiche Innovationen bedurften Kontrolle.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Kundeneinbindung für Innovationen dar und formuliert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Stand der Forschung: Hier erfolgt ein Überblick über existierende Studien zur Kundeneinbindung und den Phänomenen der Kundenmotivation.
3 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Unterschied zwischen geschlossenen und offenen Innovationsmodellen sowie die motivationstheoretischen Grundlagen.
4 Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden die Kernprozesse von Open Innovation (Outside-In, Inside-Out, Coupled) und Methoden der Kundenintegration analysiert.
5 Erkenntnisse aus der motivationstheoretischen Forschung: Dieses Kapitel beschreibt zentrale psychologische Theorien zur Motivation, um die Basis für die weitere Analyse zu legen.
6 Erkenntnisse aus empirischen Untersuchungen: Hier werden ausgewählte empirische Studien aus dem B2B- und B2C-Kontext sowie unternehmensinterne Studien detailliert betrachtet.
7 Fazit: Das Fazit führt die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und leitet Empfehlungen für die Gestaltung von Anreizsystemen ab.
Open Innovation, Kundenintegration, Motivation, Innovationsprozess, Anreizsysteme, Lead-User-Ansatz, Outside-In, Inside-Out, Coupled Prozess, Wissensverwertung, Innovationsmanagement, Partizipation, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Produktinnovation
Die Arbeit untersucht die Motivation von externen Akteuren, ihre Wissensbeiträge in den Innovationsprozess von Herstellern einzubringen und sich aktiv an herstellerinitiierten Innovationsaktivitäten zu beteiligen.
Die zentralen Felder umfassen das Open Innovation Paradigma, verschiedene Modelle der Kundenintegration (wie den Lead-User-Ansatz) sowie motivationstheoretische Grundlagen, um die Anreize für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu verstehen.
Das Ziel ist es, durch eine qualitative Meta-Analyse theoretischer und empirischer Studien zu verstehen, was potentielle Innovationspartner motiviert, und daraus Erkenntnisse für die zielgerichtete Ausgestaltung von Anreizsystemen in Unternehmen abzuleiten.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der auf einer umfassenden Literaturanalyse und einer qualitativen Meta-Analyse bestehender theoretischer sowie empirischer Studien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Innovationsmanagements (Open Innovation), die motivationstheoretischen Hintergründe und eine vertiefende Analyse empirischer Untersuchungen in verschiedenen Kontexten (B2B, B2C und unternehmensintern).
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Open Innovation, Kundenintegration, Anreizsysteme, Motivation, Wissensmanagement und Partizipation charakterisieren.
Im Closed Innovation Model wird davon ausgegangen, dass Innovationen in-house kreiert werden müssen, während das Open Innovation Model den gezielten Zu- und Abfluss von Wissen über Unternehmensgrenzen hinweg zur Beschleunigung von Innovationen vorsieht.
Die Unterscheidung ist entscheidend, da Unternehmen verstehen müssen, ob ein Partner eher durch den Spaß an der Aufgabe (intrinsisch) oder durch materielle Gegenleistungen (extrinsisch) motiviert ist, um die passenden Anreize zu setzen.
Das „Not Invented Here“-Syndrom beschreibt eine negative Einstellung von Organisationsmitgliedern gegenüber externen Ideen, was die Offenheit für Open-Innovation-Strategien und damit den Innovationserfolg behindern kann.
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