Masterarbeit, 2022
73 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Methodik
2.1 Ziele und Fragestellung
2.2 Methodisches Vorgehen
2.2.1 Literaturrecherche und Erhebung des aktuellen Forschungsstands
2.2.2 Konzept der pädagogischen Forschung
3. Systemische Erwachsenenbildung
3.1 Konstruktivistische Lerntheorie
3.2 Das Innere eines Subjektes
3.3 Systemische Beratung
3.4 Didaktische Interpretation
4. Motive des Lehrens und Lernens
4.1 Begriffsdefinitionen und Lehrmotive
4.2 Lernmotive
4.3 Didaktische Interpretation
5. Das Phänomen des Lernwiderstandes
5.1 Begriffsdefinitionen
5.2 Wechselspannung- Wer stört hier nun wen?
5.3 Die emotionale Seite des Lernwiderstandes
5.4 Didaktische Interpretation
6. Die Rolle der Lehrenden
6.1 Rollenverständnis im Wandel
6.2 Reflexive Haltung
6.3 Emotionale Kompetenz
6.4 Didaktische Interpretation
7. Die Rolle der Lernenden
7.1 Portraits der Subjektbetrachtung
7.2 Gelungenes Lernen
7.3 Didaktische Interpretation
8. Alternative Handlungsoptionen durch Reframing am Beispiel einer institutionellen Pflichtfortbildung
8.1 Reframing
8.2 Ermöglichung
8.3 Lernlust
8.4 Systemische Lernberatung von Lernenden
9. Didaktische Kommentierung
10. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Divergenz zwischen systemisch-konstruktivistischen Lehrmotiven und auftretenden Lernwiderständen in der Erwachsenenbildung. Das Hauptziel besteht darin, Handlungsoptionen für Lehrende zu erarbeiten, um durch Reframing Lernwiderstände in Pflichtfortbildungen nicht als Störung, sondern als produktive Chance für den Lernprozess zu begreifen.
8.1 Reframing
Das Wort „Reframing“ leitet sich von dem englischen Begriff „Frame“ ab und lässt sich ins Deutsche mit dem Wort „Rahmen“ übersetzen. Im Kontext der Erwachsenenbildung können darunter äußere Rahmenbedingungen wie z.B. der Raum, die Zeit und die Medien verstanden werden. Die Kommunikation zwischen zwei Menschen findet ebenfalls in einen speziellen Kontext statt und lässt wie in Kapitel 3.2 erwähnt mehrere Deutungen zu. Das Coaching hält Möglichkeiten bereit, einen konstruktiven Rahmen zu initiieren oder einen nicht optimalen Rahmen zu verändern, zu reframen (vgl. Backhausen 2017, S. 142). Reframing wird als Neurahmung definiert, dies bedeutet einen Perspektivwechsel zu vollziehen und eine ehrliche Bereitschaft, in einem neuen Rahmen sehen zu wollen (vgl. KUTZ 2020, S. 34). Dabei können zwei Formen unterschieden werden. Beim Bedeutungsreframing wird die Eindeutigkeit der „Wirklichkeit“ in Frage gestellt. Anders verhält es sich beim Kontextreframing, diese Form des Reframings beruht auf der Einsicht, dass Verhaltensweisen in irgendeinem Kontext sinnvoll sind (vgl. Revenstorf und Peter 2009, 258ff.).
„Eine Umdeutung besteht also darin, den begrifflichen und gefühlsmäßigen Rahmen, in dem eine Sachlage erlebt und beurteilt wird, durch einen anderen zu ersetzen, der den Tatsachen der Situation ebenso gut oder sogar besser gerecht wird, und dadurch ihre Gesamtbedeutung ändert“ (Watzlawick et al. 1984, S. 118 in: Mahr 2018, S. 194).
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die bildungsbiographische Einbettung von Lernprozessen und führt die Problematik von Lernwiderständen als oft missverstandene Störung in der Erwachsenenbildung ein.
2. Methodik: Dieses Kapitel legt das methodische Fundament dar, das auf der Literaturrecherche und dem phänomenologischen Ansatz basiert, um Lernwiderstände neutral und kontextbezogen zu untersuchen.
3. Systemische Erwachsenenbildung: Es werden die theoretischen Grundlagen der konstruktivistischen Lerntheorie, des inneren Modells eines Subjektes und der systemischen Beratung als Basis für moderne Bildungsarbeit erläutert.
4. Motive des Lehrens und Lernens: Hier erfolgt eine Analyse der intrinsischen und extrinsischen Faktoren, die das Handeln von Lehrenden beeinflussen und wie diese das Lehr-Lernarrangements prägen.
5. Das Phänomen des Lernwiderstandes: Eine tiefgehende Betrachtung von Lernwiderständen als subjektive Abwehrmechanismen, eingebettet in institutionelle Strukturen und emotionale Dynamiken.
6. Die Rolle der Lehrenden: Das Kapitel thematisiert den notwendigen Rollenwandel zur Lernbegleitung sowie die Bedeutung einer reflexiven Haltung und emotionaler Kompetenz.
7. Die Rolle der Lernenden: Hier wird der Fokus auf das lernende Subjekt gelegt, wobei Konzepte von Meueler und Holzkamp aufgezeigt werden, um Lernen als eigenverantwortlichen Prozess zu verstehen.
8. Alternative Handlungsoptionen durch Reframing am Beispiel einer institutionellen Pflichtfortbildung: Dieser Hauptteil bietet konkrete praktische Ansätze an, wie Reframing-Methoden zur konstruktiven Umgestaltung von Pflichtseminaren genutzt werden können.
9. Didaktische Kommentierung: Eine Zusammenführung der Ergebnisse, die Erwachsenenpädagogik als eine Wissenschaft begreift, die auf die Transformation des Subjekts abzielt.
10. Schlussbetrachtung und Ausblick: Eine kritische Resümee, das Lernwiderstände als notwendige Lernchancen bekräftigt und zukünftige Forschungsbedarfe sowie die Rolle von Weiterbildungsträgern adressiert.
Erwachsenenbildung, Konstruktivismus, Lernwiderstand, Reframing, Lernbegleitung, Systemische Beratung, Selbststeuerung, Bildungsbiographie, Emotionale Kompetenz, Transformation, Pflichtfortbildung, Subjektorientierung, Reflexive Haltung, Lernmotivation, Didaktik.
Die Arbeit untersucht, wie Lernwiderstände in der Erwachsenenbildung – insbesondere in verpflichtenden Settings – als Ausdruck subjektiver Deutungsmuster verstanden und durch die Methode des Reframings konstruktiv gehandhabt werden können.
Die zentralen Felder sind die konstruktivistische Lerntheorie, die professionelle Rollenentwicklung von Lehrenden, das Phänomen des Lernwiderstands sowie handlungsorientierte Konzepte wie die systemische Lernberatung.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsoptionen für Lehrende, um eine systemisch-konstruktivistische Haltung einzunehmen und Lernwiderstände in eine positive Richtung für die Persönlichkeitsbildung aller Beteiligten zu wenden.
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturanalyse sowie einen phänomenologischen Ansatz zur Bearbeitung des Themas, um sich dem Phänomen objektiv und detailgenau zu nähern.
Nach der theoretischen Fundierung werden Praxisbeispiele, insbesondere eine Reframing-Treppe für Pflichtfortbildungen, vorgestellt, die Lehrenden konkrete Schritte zur professionellen Neuinterpretation von störungsanfälligen Situationen an die Hand geben.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie systemische Erwachsenenbildung, Reframing, Lernwiderstand, Subjektorientierung, Lernbegleitung und Selbststeuerung.
Da Lernende (und Lehrende) ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit in jede neue Lernsituation einbringen, ist die Kenntnis dieser Biographien entscheidend, um zu verstehen, warum bestimmte Widerstände entstehen und wie man diese individuell auflösen kann.
Im Gegensatz zum tradierten Wissensvermittler, der den Fokus auf Input und lineare Kontrolle legt, versteht sich die moderne Lehrkraft nach dieser Arbeit als "Lernbegleiter" und "Gerüstbauer", der Raum für Selbststeuerung und die Entfaltung des Subjekts bietet.
Nein. Lernwiderstand wird hier als ein "schlummerndes Potential" und ein Ausdruck von Autonomie interpretiert. Er ist ein Hinweis der Lernenden, dass ein Anschluss an das Thema fehlt, und fordert Lehrende zur systemischen Reflexion auf.
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