Bachelorarbeit, 2023
64 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung in das Thema der Negativzinspolitik
2. Banken- und Zinstheorie
2.1. Zinstheorie
2.2. Zinsstrukturtheorie
2.3. Bankentheorie
3. Inflationstheorie
3.1. Definition und Kosten der Inflation
3.2. Ursachen der Inflation
4. Konventionelle Geldpolitik
4.1 Geldpolitische Instrumente
4.1.1.Offenmarktgeschäfte
4.1.2. Ständige Fazilitäten
4.1.3. Mindestreserve
4.2. Grenzen der konventionellen Geldpolitik
4.2.1. Das Spiel von Geld-, Fiskal- und Schuldenpolitik
4.2.2. Das Problem der Nullzinsuntergrenze
5. Unkonventionelle Geldpolitik
5.1. Negativzinspolitik
5.2. Forward Guidance
5.3. Quantitative Easing
6. Wirkung der Negativzinspolitik
6.1. Geldmarkt bei Negativzinsen
6.2. Transmissionskanäle bei Negativzinspolitik
6.2.1. Zinskanal
6.2.2. Wechselkurskanal
6.2.3. Kreditkanal
6.2.4. Erwartungskanal
6.2.5. Risikokanal
7. Rahmenbedingungen für die Beendigung der Negativzinspolitik
8. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Wirkungsweise der geldpolitischen Transmissionskanäle unter dem Einfluss der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank im Euroraum und analysiert dabei theoretische Grundlagen, empirische Evidenz sowie die Interdependenzen zwischen Geld-, Fiskal- und Schuldenpolitik.
6.2.1. Der Zinskanal
Der Zinskanal wirkt insbesondere in der Art und Weise, dass durch etwa eine Erhöhung der kurzfristigen Nominalzinsen auch die langfristigen Zinsen beeinflusst werden. Durch eine Erhöhung des Leitzinses etwa werden kommt es im Rahmen von Einkommenseffekten etwa zu sinkenden Investitionen und sinkendem Konsum. Diese Effekte fußen auf der Annahme, das Geld vor allem seine Tauschmittelfunktion hat, aber auch von der Annahme, dass jede Veränderung des Hauptrefinanzierungssatzes auch die Zinssätze auf den Märkten beeinflusst.
In Kapitel 2.3 wurde schon die Zinsmarge als Bestandteil der Profitabilität erwähnt und diese ist auch relevant bei der Wirkung der Negativzinspolitik durch den Zinskanal. Wenn Banken nicht dazu bereit sind die Negativzinsen auf Depositen weiterzugeben, so würde sich bei einer gleichzeitigen Absenkung der Kreditzinsen die Zinsmarge verringern. Diese verringerte Zinsmarge führt dazu, dass Banken sich bei der Weitergabe der Zinsen zurückhalten und dadurch den Effekt der Negativzinspolitik durch den Zinskanal schwächen. Abbildung 10 vergleicht den Zinskanal im Falle einer Zinserhöhung, unter einer Politik von positiven Zinsen und unter einer Implementierung einer Negativzinspolitik.
1. Einleitung in das Thema der Negativzinspolitik: Einführung in die Einführung des Negativzinses durch die EZB, die Leitfrage der Arbeit und den strukturellen Aufbau.
2. Banken- und Zinstheorie: Theoretische Untersuchung der Zinsdeterminanten und der Rolle von Banken im Finanzsystem.
3. Inflationstheorie: Analyse der Definition, Kosten und Entstehungsursachen der Inflation inklusive der Phillips-Kurve-Theorie.
4. Konventionelle Geldpolitik: Überblick über die Instrumente der EZB und Erläuterung der Grenzen bei gleichzeitiger Betrachtung von Fiskal- und Schuldenpolitik.
5. Unkonventionelle Geldpolitik: Darstellung der Instrumente Negativzinspolitik, Forward Guidance und Quantitative Easing als Reaktion auf die Grenzen konventioneller Instrumente.
6. Wirkung der Negativzinspolitik: Detaillierte Analyse der monetären Transmissionskanäle (Zins-, Wechselkurs-, Kredit-, Erwartungs- und Risikokanal) in einem Negativzinsumfeld.
7. Rahmenbedingungen für die Beendigung der Negativzinspolitik: Untersuchung der Inflationsentwicklung als zentraler Determinante für die Zinswende ab 2022.
8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einordnung der unkonventionellen Geldpolitik und deren kurz- sowie langfristige Effekte auf die Wirtschaft.
Negativzinspolitik, Europäische Zentralbank (EZB), Transmissionskanäle, Geldpolitik, Zinskanal, Inflation, Nullzinsuntergrenze, Fiskalpolitik, Staatsverschuldung, Bankenprofitabilität, Forward Guidance, Quantitative Easing, Zinsstruktur, Geldmarkt, Preisstabilität
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Negativzinspolitik durch die Europäische Zentralbank im Euroraum und wie diese die geldpolitischen Transmissionsmechanismen beeinflusst.
Die Arbeit behandelt die Zins- und Inflationstheorien, die Grenzen konventioneller Geldpolitik, das Instrumentarium der unkonventionellen Geldpolitik sowie die Auswirkungen auf Banken und Staatshaushalte.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die verschiedenen geldpolitischen Transmissionskanäle unter dem spezifischen Einfluss einer Negativzinspolitik wirken.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung durch Literaturanalyse und bezieht sich auf empirische Modelle und Daten zur Geld- und Wirtschaftsentwicklung im Euroraum.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der konventionellen und unkonventionellen Geldpolitik sowie eine tiefe Untersuchung der spezifischen Transmissionskanäle im Negativzinsumfeld.
Die Arbeit fokussiert sich auf Begriffe wie Negativzinspolitik, Transmissionskanäle, Preisstabilität, EZB, Fiskalpolitik und Nullzinsuntergrenze.
Die Negativzinspolitik wirkt sich durch die Beeinflussung der Zinsmarge negativ auf die Ertragslage aus, wobei das Ausmaß stark von der Größe der Bank und deren Liquiditätsausstattung abhängt.
Die Arbeit thematisiert die Gefahr der fiskalischen Dominanz, bei der der Druck auf die Zentralbank wächst, Zinsen zur Refinanzierung von Staatsschulden dauerhaft niedrig zu halten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

