Examensarbeit, 2021
86 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Begriffliche Einordnung
3. Rechtliche Grundlage individualisierten Unterrichts
4. Grundlagen individualisierten Unterricht
4.1 Thesen des Unterrichts: Die entwicklungslogische Didaktik nach Feuser (1989)
4.2 Thesen des Unterrichts: Gemeinsame Lernsituation und indirekter Unterricht nach Wocken (1998/2011)
4.3 Thesen des Unterrichts: Die Theorie integrativer Prozesse nach Reiser et al. (1991)
4.4 Thesen des Unterrichts: Umgang mit Heterogenität nach Hinz (1993)
4.5 Thesen des Unterrichts: Egalitäre Differenz nach Prengel (1993)
4.6 Konzepte des Unterrichts: Bielefelder Ansatz nach Kullmann/Lütje-Klose/Textor (2014)
4.7 Individualisierung in den vorgestellten Konzepten
5. Inklusion in der Grundschule
6. Individualisierung und Kontrolle
6.1 Vorstellung des Forschungsprojekts von Breidenstein und Rademacher
6.2 Arbeitsplätze im individualisieren Unterricht
6.3 Zeitliche Nutzung im individualisierten Unterricht
6.4 Curricula und didaktische Steuerung im individualisierten Unterricht
6.5 Die Verteilung der "Ressource Lehrkraft" im individualisierten Unterricht
6.6 Didaktik der Inklusion im individualisierten Unterricht
6.7 Kontrolle im individualisierten Unterricht
6.8 Legitimität und Sinngebung im individualisierten Unterricht
6.9 Schulische Sozialisation
6.10 Schlüsse von Breidenstein und Rademacher (2017)
6.11 Ergänzende Befunde
7. Zwischenfazit zur Befundlage individualisierten Unterrichts und Inklusion
8. Das neue Rollenverständnis der Lehrkraft
8.1 Profession, professionelles Handeln, Professionalisierung und Professionalität im (Förder-)Lehrerberuf
9. Das neue Rollenverständnis der Lehrkraft
10. Fazit
Die Arbeit untersucht die Befundlage im Bereich des individualisierten Unterrichts im Kontext der Inklusion an Grundschulen. Dabei wird primär der Frage nachgegangen, wie sich die Rolle der Lehrkraft in der modernen, interdisziplinären Unterrichtspraxis unter Berücksichtigung von pädagogischer Professionalität und den Herausforderungen heterogener Schülerschaften neu definieren lässt.
1. Einleitung
"Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig"
"Es ist ein Wunder, dass die Neugier die Schulbildung überlebt"
(Albert Einstein, 1879-1955).
Diese Aussagen von Albert Einstein verdeutlichen und beschreiben eine Leidenschaft am Lernen, die heute in der pädagogischen Psychologie in Form einer intrinsischen Motivation beschreibt, wie Erlebnisqualitäten, die an eine Vielzahl von Emotionen gekoppelt sind, maßgeblich sind für die Entfaltung dessen, was allgemeinhin unter dem Begriff der Begabung verstanden wird. Auch betonte Einstein, dass es ein Irrtum sei, dass diese Freude und Leidenschaft durch schulischen Zwang und Pflichten gefördert werden könnten. Diese leidenschaftliche Neugier bringen nahezu alle GrundschülerInnen bei ihrer Einschulung mit. Jede neue Entdeckung, jede neue Erkenntnis und jede neue Fähigkeit löst im Gehirn von Kindern einen für uns Erwachsene kaum noch nachvollziehbaren Sturm der Begeisterung aus (vgl. Hüther 2012,48).
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die natürliche Neugier von Grundschülern und deren Gefährdung durch schulische Zwänge im Kontext der Selbstbestimmungstheorie.
2. Begriffliche Einordnung: Definiert die Begriffe Individualisierung, Unterricht und Schule als ein spannungsgeladenes Feld, in dem gemeinsames Lernen mit individueller Behandlung verschmilzt.
3. Rechtliche Grundlage individualisierten Unterrichts: Erläutert das Recht auf Bildung und dessen Verankerung in nationalen und internationalen Dokumenten sowie dem Grundgesetz.
4. Grundlagen individualisierten Unterricht: Stellt verschiedene pädagogische Konzepte und Theorien zum Umgang mit Heterogenität und zur entwicklungslogischen Didaktik vor.
5. Inklusion in der Grundschule: Beleuchtet die Vielfalt der Heterogenität in Grundschulklassen und die Herausforderungen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
6. Individualisierung und Kontrolle: Analysiert empirisch die Organisation und Steuerung individualisierten Unterrichts sowie die Rolle der Lehrkraft als Ressource.
7. Zwischenfazit zur Befundlage individualisierten Unterrichts und Inklusion: Führt aus, dass die erhofften positiven Effekte individualisierter Ansätze bisher nur unzureichend belegt sind und von polarisierenden Diskursen begleitet werden.
8. Das neue Rollenverständnis der Lehrkraft: Untersucht theoretische Aspekte pädagogischer Professionalität und Professionalisierung.
9. Das neue Rollenverständnis der Lehrkraft: Betont die Notwendigkeit flexibler Berufsverständnisse für Lehrkräfte in einer sich wandelnden Schullandschaft.
10. Fazit: Fasst zusammen, dass Inklusion und Individualisierung eine menschenrechtsbasierte Herausforderung darstellen, die von der Lehrkraft eine ständige Reflexion und Neujustierung der eigenen Professionalität erfordert.
Inklusion, Individualisierter Unterricht, Grundschule, Professionalität, Heterogenität, Lehrkraftrolle, Schulische Sozialisation, Selbstkonzept, Sonderpädagogik, Didaktik, Inklusionspädagogik, Bildungsgerechtigkeit, Lernprozesse, Schulentwicklung, Coaching.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Inklusion und individualisierter Unterricht an der Grundschule umgesetzt werden können und welche Anforderungen dies an das Rollenverständnis von Lehrkräften stellt.
Zentrale Themen sind die theoretische und rechtliche Fundierung individualisierten Lernens, die empirische Analyse von Unterrichtsstrukturen sowie die professionelle Entwicklung von Lehrkräften im inklusiven Kontext.
Das Ziel ist, die Befundlage zum individualisierten Unterricht mit dem Stand der Inklusion in Grundschulen abzugleichen, um ein neues, zeitgemäßes Verständnis der Lehrerrolle in multiprofessionellen Teams zu entwickeln.
Die Arbeit basiert im Wesentlichen auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien zur Schul- und Unterrichtsentwicklung, insbesondere unter Einbeziehung der praxeologischen Ansätze von Breidenstein und Rademacher.
Der Hauptteil behandelt konzeptionelle Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen, die Organisation von Unterrichtsprozessen unter dem Blickwinkel von Kontrolle und Steuerung sowie die Analyse pädagogischer Professionalität.
Wesentliche Begriffe sind Inklusion, Individualisierung, Grundschule, pädagogische Professionalität, Heterogenität und das Rollenverständnis der Lehrperson.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Knappheit dieser Ressource oft dazu führt, dass die Organisation der Unterrichtsprozesse zu einer zentralen Belastung wird, die den Anspruch auf individuelle Förderung erschwert.
Kritisiert wird insbesondere ein Absolutheitsanspruch, der teilweise totalitäre Züge annehmen kann und die praktischen Erfolge in der Integration sowie die Bedeutung der sonderpädagogischen Systematik zu radikal in Frage stellt.
Die Autorin kommt zu dem Fazit, dass es nicht "die eine" fixe Rolle gibt, sondern dass Lehrkräfte in der modernen Schule eine ständige Offenheit für neue pädagogische Herausforderungen zeigen und ihre Professionalität fortwährend reflektieren müssen.
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