Abschlussarbeit, 2023
42 Seiten, Note: 1,00
1. Philosophische Betrachtungen zum Dasein und Bewusstsein im menschlichen Erleben
1.1 Am Anfang war der Gedanke
1.2 Die Frage nach dem Bewusstsein
2. Der Mensch als Sinn-liches Wesen
2.1 Erfahrungswert und Gedanken
2.2 Assoziation und Antizipation
3. Entwicklung und Inhalte des Transhumanismus
3.1 Optimierungsgedanken und Mängelwesen bei Arnold Gehlen
3.2 Der Körper als Objekt
3.3 Der körperlose Geist
3.4 Kritik des Informationsgedankens
4. Unterrichtskonzepte
4.1 „Upload“
4.2 Körper & Geist
4.3 Einsatz im Unterricht
4.3.1 Einheit I Menschbild des Transhumanismus
4.3.2 Einheit II Kritische Auseinandersetzung & Reflektion Mensch als Maschine, Maschine als Mensch
5. Conclusio
Diese Arbeit untersucht die Körper-Geist-Thematik im Kontext des Transhumanismus und Posthumanismus, um deren Bedeutung für das menschliche Selbstverständnis im technologischen Zeitalter zu analysieren und didaktisch für den Ethikunterricht in der Oberstufe aufzubereiten.
1.2. Die Frage nach dem Bewusstsein
Bis zum Beginn des 20.Jahrhundert schienen Gedanken der immateriellen Ebene zuzugehören, eben der „geistigen“ Ebene, oder oft auch dem was als „Seele“ also nicht-stofflichen Grundessenz der Person beschrieben werden kann. Mit dem Fortschritt der Neurowissenschaften konnte man sich der Frage widmen, ob kognitive Vorgänge auch physikalische Manifestationen wären. Hier gibt es also die Annahme, dass aus neuronalen Aktivitäten Gedanken entstehen; doch WIE dies erfolgt, ist noch ungeklärt, ebenso wie die subjektiven Sinneseindrücke wie etwa etwas zu Schmecken oder Fühlen.
Der in Philosophie des Geistes spezialisierte Professor Michael Pauen erklärt die Problematik, welche sich in der Forschung ergibt: Es ist so, dass es selbst beim Herunterbrechen der Aktivitäten in Gehirn auf mikrophysikalische Prozesse nicht einfach Ableiten lässt wie dann das Makrophänomen, nämlich die Entstehung des Bewusstseins und der subjektiven Wahrnehmung, zustande kommt.
Da man nicht gleich die Frage nach dem „gesamten“ Bewusstsein beantworten kann, geht man einfacheren Sinneseindrücken nach, wie etwa Schmerz oder Wahrnehmung von Farben. Eine weitere beobachtbare Ebene findet sich im Verhalten- also der Reaktion auf die Eindrücke. Bis zum heutigen Tage gibt es noch keine eindeutige Antwort auf die Funktionsweise und Entstehung von Bewusstsein, lediglich einige Theorien, die wesentlichen sind.
Philosophische Betrachtungen zum Dasein und Bewusstsein im menschlichen Erleben: Analysiert die historische Entwicklung der Körper-Geist-Frage von Descartes bis zu modernen Theorien.
Der Mensch als Sinn-liches Wesen: Untersucht die Rolle der Erfahrung und des empirischen Wissens bei der Konstitution menschlicher Wahrnehmung.
Entwicklung und Inhalte des Transhumanismus: Beleuchtet die theoretischen Grundlagen des Transhumanismus, einschließlich der Vorstellung des „Mängelwesens“ und der Objektivierung des Körpers.
Unterrichtskonzepte: Präsentiert methodische Ansätze, um transhumanistische Themen und Medien wie „Up-Load“ kritisch im Ethikunterricht zu diskutieren.
Conclusio: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, den Menschen nicht als bloße Maschine zu begreifen, sondern in seiner leiblichen Ganzheit zu fördern.
Transhumanismus, Posthumanismus, Körper-Geist-Dualität, Bewusstsein, Ethikunterricht, Körperbild, Maschinenideologie, Upload, Neurowissenschaften, Didaktik, Menschsein, Technikethik, Optimierung, Leiblichkeit, Selbstreflexion.
Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen und ethischen Auseinandersetzung über das Menschenbild im Zeitalter des Transhumanismus, insbesondere mit der Rolle des Körpers und der zunehmenden technischen Überformung des menschlichen Daseins.
Zentrale Felder sind die Körper-Geist-Thematik, die technologische Transformation des Menschen, Konzepte von Bewusstsein, der Begriff der Menschenwürde sowie die Vermittlung dieser komplexen Inhalte im Ethikunterricht.
Das Ziel ist es, eine kritische Analyse transhumanistischer Strömungen vorzunehmen und diese in didaktische Konzepte zu überführen, die Schüler dazu anregen, eigene Vorstellungen von Menschsein und Körperlichkeit zu reflektieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literatur- und Didaktikanalyse, in der klassische philosophische Positionen modernen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen medialen Diskursen gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in philosophische Grundlagen über das Bewusstsein, eine eingehende Analyse transhumanistischer Ziele sowie die praktische Didaktisierung anhand der Serie „Up-Load“ und weiterer Medieneinsätze.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Transhumanismus, Körper-Geist-Dualität, Bewusstsein, ethische Transformation, Maschinenideologie und didaktische Reflexion.
„Up-Load“ dient als aktuelles mediales Fallbeispiel, das transhumanistische Wunschvorstellungen wie die digitale Speicherung des Bewusstseins illustriert und Schülern einen Zugang zu ethischen Dilemmata ermöglicht.
Der Begriff bezieht sich auf Arnold Gehlen und beschreibt den Menschen als biologisch nicht vollendetes Wesen, was der Transhumanismus als Ausgangspunkt für seine technologischen Optimierungsbestrebungen nutzt.
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